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Strafen Australien: Hohe Bußgelder für Gesetzesbruch

Strafen in Australien werden groß geschrieben. Und auch wenn man den Aussies nachsagt, sie seien für jeden Spaß zu haben, sollte man genau aufpassen, wo hier der Humor aufhört. So es keine Seltenheit, dass bei einem Gesetzesbruch das Strafmaß extrem hoch ausfällt und der unwissende Tourist ein böses Erwachen in seinem Urlaub erfahren muss. Im folgenden Abschnitt möchten wir darlegen, was man auf dem 5. Kontinent definitiv vermeiden sollte.

 

Hohe Bußgelder bei Gesetzesbruch

Schon bei der Einreise ins Land wird klar, dass es in Down Under diverse Regeln gibt, die man ohne wenn und aber einhalten sollte. Versucht man Dinge nach Australien einzuführen, die beim Zoll zu deklarieren sind, fallen Strafen von bis zu 60.000 AUD an. Hierzu gehören beispielsweise Nahrungsmittel (Obst, Gemüse, Käse, Honig, Fleisch etc.) diverse pflanzliche & tierische Produkte, (Blätter, Körbe, Erde, Kräuter, Samen, Felle, Wolle etc.) Medikamente (alle rezeptpflichtigen Medikamente) usw. Aber auch bei der Grenzüberschreitung zwischen Bundesstaaten oder Territorien ist Vorsicht besser als Nachsicht. Beispielsweise ist mit Strafen von bis zu 5.000 AUD zu rechnen, wenn man der „Border Control“ die Mitfuhr von Obst und Gemüse verschweigt.

So fallen eigentlich alle Strafen in Australien sehr hoch aus, wenn der Gesetzesbruch etwas mit der australischen Flora & Fauna zu tun hat. Natürlich kann dies in bestimmten Fällen durchaus Sinn machen, hält man sich jedoch vor Augen, dass die australische Regierung über 90 Prozent des Waldes auf dem Kontinent abholzen lies, ein Großteil der Fauna und Flora aufgrund von eingeführten Tieren (Bsp.: Aga Kröte, Kamel, Kaninchen, oder Wildschwein) aus dem Gleichgewicht gerät, Australien einen der weltweit höchsten CO2 Ausschüsse pro Kopf vorzuweisen hat, Autos keinerlei Schadstoffregulationen besitzen müssen, weder Solar noch Windenergie sinnvoll genutzt wird, obwohl Australien perfekt dafür geeignet wäre, die Kohleindustrie weiterhin die Umwelt-Politik mitbestimmt, Atommüll aus aller Welt für stolze Summen im australischen Outback gelagert wird etc., so scheint es recht paradox und äußerst heuchlerisch, den kleinen Bürger für Dinge zur Kasse zu bitten, die man selbst in noch viel größerem Ausmaß tut.

Beispielsweise kostet das Übertreten von markierten Zonen, in denen Vögel brüten, bis zu 12.000 AUD und das unerlaubte Schlafen am Strand, Campen oder Übernachten im Auto 1.000 AUD. Es gab sogar schon einen Fall, wo eine Tierschützerin mit einem Bußgeld von 40.000 AUD bestraft wurde, weil sie auf Fraser Island Dingos fütterte und mit ihnen spielte (beides ist strengstens untersagt). Außerdem gibt es ein ernstzunehmendes Gesetz, das es verbietet, auf Walen zu reiten beziehungsweise gefährdete Tiere zu belästigen. Für dieses doch recht ungewöhnliche Hobby wird der Wal-Reiter mit bis zu 10.000 AUD zur Kasse gebeten. Hingegen ist es durchaus möglich, als Massenmörder in Australien Millionär zu werden, sich als Star feiern zu lassen und sogar bei offiziellen Werbespots mitzuwirken (siehe Mark Chopper Read).

 

Übersicht weiterer Strafen

Aber auch für das Legen der Füße auf den Sitz im Zug (selbst ohne Schuhe), für Schwarzfahren sowie für unangemessenes Fluchen in den öffentlichen Verkehrsmitteln ist mit 150 AUD Buße zu rechnen. Wird man ein zweites Mal dabei erwischt, so verdoppelt sich die Strafe. Ferner sollte man es dringlichst unterlassen, zu schnell mit dem Auto zu fahren, da nur wenige Kilometer Geschwindigkeitsüberschreitung rasch einige Hundert Dollar kosten. Alkohol trinken in der Öffentlichkeit kostet meist gute 200 AUD und für das Spazierengehen mit dem Hund am Strand, an dem es untersagt ist, kann man auch schon mal eine dreistellige Summe bezahlen.

Während das Fotografieren in der Zoll-Zone am Flughafen rund 1.000 AUD kostet, wird man für das illegale Urinieren in der Öffentlichkeit mit mindestens 200 AUD bestraft. Des Weiteren ist ein Verstoß gegen das Rauchverbot mit zwischen 500 AUD und 10.000 AUD Sofortstrafe auch nicht gerade günstig (selbst an Stränden können solch hohe Strafen anfallen). Und wer glaubt, seinen Zigarettenstummel während der Fahrt aus dem Auto schmeißen zu müssen, der kann mit einem Bußgeld von ein paar Tausend AUD rechnen.

Aber die Verletzung der Verkehrsregeln werden hierzulande hoch bestraft. So kostet es je nach Bundesstaat zwischen 250 und 300 Euro, wenn der Sicherheitsgurt nicht benutzt wird. Ist der Beifahrer nicht angeschnallt, so bezahlen sowohl der Fahrer als auch der Verkerssünder die anfallende Summe.

Übrigens: An Feiertagen wird das Strafmaß bezüglich der Höhe des Bußgeldes und der Punkteanzahl verdoppelt, weshalb sich dann auch bei minderschweren Verkehrsdelikten der Führerschein schnell in Gefahr befindet!

 

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