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Rudall River National Park (Karlamilyi): Abenteuer im Outback

Der Rudall River National Park trägt heute den Namen Karlamilyi National Park und wurde im Jahre 1977 zum Naturschutzgebiet erklärt. Rote Sanddünen, rostbraune Felsen, meist ausgetrocknete Salzseen und Grasland umgeben die im Inneren des extrem abgelegen Naturreservats befindlichen Gorges und Pools des Rudall Rivers. Einsam und verlassen erstreckt sich der 1.252km² umfassende Park in der Region Pilbara, im Norden von WA zwischen dem Great Sandy Desert und dem Little Sandy Desert. Weiterhin handelt es sich um den zweitgrößten Nationalpark Australiens und den größten in Western Australia. Der Kakadu National Park (Northern Territory) stellt hingegen das größte Naturschutzgebietes des 5. Kontinents dar. Das häufig ausgetrocknetes Salzseesystem des Rudall Rivers wird von verschiedenen Tieren wie Mäusen, Reptilien, Fröschen, Vögeln, Dingos und wilden Kamelen bewohnt. Im Winter werden die ausgetrockneten Böden von bunten Wildblumen verziert.

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Wissenswertes über den Rudall River National Park

Nachdem der Rudall River National Park (Karlamilyi) bereits Anfang der 1870er durchstreift wurde und Männer hier spurlos verschwanden, trafen sich in den späteren 1870ern die beiden Entdecker William Frederick Rudall und Frank H. Hann an der heutigen Meeting Gorge beim Currun Currun Rockhole. Beide Forscher benannten die Sehenswürdigkeiten der Region. Zu Ehren William Frederick Rudalls trägt der Rudall River noch heute und trug der um den Fluss befindliche Park bis 2008 dessen Familiennamen. Um den Ureinwohnern des Rudall River National Park allerdings mehr Anerkennung zu schenken, nannte man das Naturschutzgebiet 2008 in Karlamilyi National Park um. Karlamilyi ist nämlich die ursprüngliche Bezeichnung der Einheimischen für dieses Land. Derzeit lebt eine der zwei Aborigine-Gemeinden in Punmu am Lake Dora und die andere in Parnngurr am Cotton Creek, wobei Besucher hier ausdrücklich nicht erwünscht sind (es weisen sogar Schilder hierauf hin). Die Gemeinden nutzen die Abgelegenheit, um ihren natürlichen Traditionen und Lebensweisen in Ruhe nachzukommen, ohne hierbei von Fremden gestört zu werden. Im 20. Jahrhundert nutze man das Land weiterhin, um Vieh auf der Canning Stock Route nach Norden oder Süden zu trieben.

 

Unternehmungen & Sehenswürdigkeiten

Ausschließlich raue Tracks, die nur mit einem Geländewagen passierbar sind, führen in das rote Zentrum des Parks, in dem oasenartige Gorges und Pools von roten Klippen eingerahmt werden. Vor Antritt der Reise sollte man sich wirklich ganz sicher sein, dass das Fahrzeug in einem ausgezeichneten Zustand ist und dass man auch alle Notwendigkeiten im Gepäck hat. Sehr viel Wasser, genügend Benzin, Werkzeuge, Arzneimittel und lang haltbare Lebensmittel sollten unter gar keinen Umständen fehlen. Im Rudall River National Park (Karlamilyi) gibt es keinerlei Einrichtungen und der Rudall River stellt die einzige Wasserressource dar. Weiterhin ist ein Satellitentelefon von großem Vorteil, wenn man in Schwierigkeiten ist. Bei den nächsten etwas größeren Orten handelt es sich um Marble Bar & Newman, wobei diese mehr als 300km vom Naturschutzgebiet entfernt sind. Nach starken Regenfällen kann der Nationalpark unpassierbar sein, weshalb man sich gegebenenfalls über die aktuellen Straßenkonditionen beim Department of Environment & Conservation (DEC) informiern sollte. Um in den Rudall River National Park (Karlamilyi) zu gelangen, muss man das Land der Martu People betreten. Hierzu ist es notwendig, im Vorhinein eine Eintrittsgenehmigung bei der Western Desert Lands Puntukunupanu Aboriginal Corporation (WDLAC) zu erhalten. Ebenfalls sollte man eine Behörde oder eine vertraute Person über seine Reiseroute, die Dauer des Aufenthalts und den Zeitraum der Rückkehr in Kenntnis setzen.

Der Rudall River National Park (Karlamilyi) ist ideal, um ein tatsächliches Abenteuer zu erleben, für das man sich allerdings extrem gut vorbereiten sollte! Man kann seinen Geländewagen so richtig nutzen, mitten in der Wüste campen, tolle Fotos schießen und in den Pools schwimmen. Lake Dora ist ein meist ausgetrockneter Salzsee im Nordosten. Die Wasserlöcher befinden sich hingegen im Zentrum des Naturschutzgebietes, zu denen auch die Desert Queen Baths gehören. Vom Hauptweg gelangt man in etwa einer Stunde Fahrtzeit zu einem 18km entfernten Parkplatz, von dem man nochmals einen 40-minütigen Marsch in Kauf nehmen muss, bis man an der Gorge mit ihren vielen Pools ankommt. Am White Gum Bore (an der zentralen Südgrenze des Parks), am Tjingkulatjatjarra Pool (50km vom White Gum Bore entfernt) und bei den Desert Queen Baths (50km vom Tjingkulatjatjarra Pool entfernt) gibt es Zeltplätze, die jedoch über keinerlei Einrichtungen verfügen.

 

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Hilfreiche Informationen

 

An- & Weiterreise

Wenn man nicht von Osten mitten durch die Wüste in den Rudall River National Park (Karlamilyi) fahren möchte, dann wäre die Anreise über den Great Northern Highway von Marble Bar oder von Newman möglich. Die in Marble Bar beginnende Ripon Hills Road verläuft zur Telfer Mine Road, die einen wiederum in das ca. 460km entfernte Naturschutzgebiet leitet. In der Nähe von Newman beginnt hingegen der zum Reservat verlaufende Talawana Track, auf dem es etwa 260km bis in den Park geht. Beide Wege sind extrem rau und ausschließlich mit einem guten Geländewagen befahrbar. Der nächste nationale Flughafen bei Newman wird vom internationalen Perth Airport angeflogen.

 

Touristeninformation

Bei dem Newman Visitor Centre (Ecke Fortescue Avenue & Newman Drive) handelt es sich um das nahegelegenste Touristenbüro.

 

Weitere Infos

In Newman erhält man die meisten Notwendigkeiten, da es hier einen günstigen Supermarkt, eine Bankfiliale, eine Tankstelle und weitere Einrichtungen gibt. Auch in Marble Bar (ca. 460km westlich), in Nullagine (ca. 480km westlich), in Newman (260km westlich), in Jiganlong (ca. 200km westlich), in Parrngurr/ Cotton Creek (an der Südgrenze des Parks / nur Diesel) und in Kurlawarritji (190km östlich von Punmu) befinden sich Tankstellen.

 

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Erste Eindrücke im Video


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