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Rassismus & Studieren: Weniger Studenten an Down Under Unis

Rassismus & StudierenRassismus & Studieren hat eigentlich nicht viel miteinander geimeinsam. In Australien sieht dies allerdings etwas anders aus, da sich internationale Studenten aus verschiedenen Kulturkreisen nicht mehr sehr wohl an den Unis in Down Under fühlen. Eigentlich sagt man den Australiern ja nach, dass sie sehr aufgeschlossen und tolerant seien, jedoch stellt sich die Frage, warum ein enormer Rückgang der indischen Studenten an australischen Unis zu verzeichnen ist. So konnte von der Einwanderungsbehörde festgestellt werden, dass im Jahr 2008/ 2009 noch circa 65.500 indische Studenten, im Jahr 2009/ 2010 nur noch ungefähr 29.700 Inder an den Unis in Australien immatrikuliert waren. Dies entspricht einem Rückgang von mehr als der Hälfte.

 

Rassismus, Studieren & UN Panel

Das Argument, es läge am starken australischen Dollar und den strengen Einwanderungsbestimmungen, kann damit widerlegt werden, dass die Studentenzahlen aus Ländern wie China, Malysia oder Korea ziemlich konstant geblieben sind. Inder dagegen haben in Australien offensichtlich kein sehr leichtes Leben, weshalb auch immer mehr indische Staatsbürger andere Länder zum Studieren bevorzugen. Aufgrund von Rassismus und einigen Angriffen auf indische Studenten können sich diese im Bundesstaat Victoria bei Bedarf rund um die Uhr von der Polizei schützen lassen. Ein UN Panel hat die australische Regierung kritisiert, da einige Verbrechen an indischen Studenten erfolgten, die nicht ausreichend ermittelt wurden. Es wird sogar die Frage gestellt, ob das Studieren in Australien als Ausländer überhaupt noch sicher sei, da selbst der Polizei in einigen Fällen Rassismus vorgeworfen wird.

 

Rassismus bei der Polizei

So wurde in mehren Fällen gegen Polizisten ermittelt, die aufgrund von Rassismus gegenüber indischen Staatsbürgern entlassen wurden oder eine Geldstrafe zahlen mussten. Äußerst makaber ist der Fakt, dass bei der Polizei in Victoria eine Mail kursierte, die ein Video per Anhang hatte, welches zeigte, wie ein Inder per Stromschlag auf einem Zug ums Leben kam. Als Bemerkung stand in der Mail, dass dies die Lösung für das in Australien bestehende Problem der indischen Studenten sein könnte. Dass die ausländischen Studenten den Australiern allerdings zum Großteil den Standard der Unis finanzieren und die Wirtschaft vorantreiben, das ist den rassistischen Staatsbeamten offensichtlich entgangen.


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