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Pilbara: Kontrastreiche Region im Norden von Western Australia

Die Pilbara ist eine kontrastreiche Region im unteren Norden von Western Australia, die über wunderschöne Naturschutzgebiete, traumhafte Inseln, reichhaltige Ressourcen und mit rotem Staub überzogene Industriestädte verfügt. Mehr als 2 Milliarden Jahre hat dieses Gebiet schon auf dem Buckel, weshalb man hier einige der ältesten Landschaften der Welt und viele uralte Malereien der Aborigines vorfindet. Strände, Wasserfälle, Gorges, Wildblumen, Minen, riesige Lastwagen und sich über hunderte von Kilometern erstreckende rote Wüstenlandschaften sind charakteristisch für die Pilbara. Darüber hinaus leben auf einer Fläche von ungefähr einer halben Million Quadratkilometern knapp 50.000 Menschen. Viele der permanenten Anwohner sind direkt oder indirekt in der Industrie tätig. Von den riesigen Häfen der Küstenstädte werden die im Landesinneren abgebauten Rohstoffe oder verarbeiteten Produkte in die gesamte Welt verschifft. Pilbara bedeutet in der Sprache der australischen Ureinwohner übrigens Meeräsche.

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Unternehmungen & Sehenswürdigkeiten

Auf der idealen Reiseroute durch die Pilbara kommt man an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei. Die Strecke verläuft in einem S-Bogen vom Nanutarra Roadhouse nach Broome und kann natürlich beliebig abgeändert werden. Da die meisten Touristen den Bundeststaat Western Australia im Uhrzeigersinn bereisen, wird die Route hier auch in dieser Richtung aufgeführt. Vom Nanutarra Roadhouse geht es also 45km nach Norden, wo man die Abzweigung nach Onslow nimmt. Hier lassen sich dann beispielsweise Ausflüge zu den Mackerel Islands unternehmen, auf denen es Korallenartolle und einsame Strände zu entdecken gibt. Nach Vollendung seines Onslow-Besuchs führt einen der Highway in den Norden, wo man nach weiteren 80km die Wahl hat, einen Abstecher nach Pannawonica zu unternehmen oder direkt zur zentralen Küste der Pilbara zu fahren.

Vor den Ufern Dampiers laden dann das Dampier Archipelago, die Montebello Islands und die Inseln des Barrow Island Nature Reserves zu einem entspannten Ausflug ein. Im Westen der zentralen Pilbara-Küste gelangt man hingegen in die Industriestadt Karratha, zur Burrup Peninsula (Murujong), nach Wickham und auf die Point Samson Peninsula. Point Samson, Cossack und Roebourne stellen zudem die wichtigsten Orte dieser Halbinsel dar. Von Roebourne führt die anschließende Reise entweder am Indischen Ozean entlang zur nordwestlichen Küste oder aber in das Landesinnere der Pilbara nach Süden.

Im Süden wird man vom schönen Millstream Chichester National Park, dem erfrischenden Python Pool und weiteren Süßwasserbecken begrüßt. Auf einer unbefestigten Straße geht es hierauf in die Arbeiterstadt Tom Price, deren Highlights der Mt Nameless und der tolle Karijini National Park in der Hamersley Range sind. Begibt man sich von Tom Price weitere 70km nach Süden, so erreicht man das kleine Örtchen Paraburdoo. Nach einer ausgiebigen Erfrischung im Karijini National Park wird es wieder Zeit für noch mehr Wüste. 200km westlich des Naturschutzgebietes erreicht man schließlich Newman und den größten offenen Eisenerztagebau der Welt am Mt Whaleback. Hiernach verläuft die S-Kurve erneut zur Küste. Auf dem Weg zum Meer passiert man Nullagine und Marble Bar - die heißeste Stadt Australiens. Wer noch immer nicht genug vom Outback, der trockenen Luft, der Hitze und der staubigen, roten Erde hat, dem wird der Rudall River National Park (Karlamilyi National Park) mitten in der Einöde gefallen. Von Marble Bar sind es dann noch etwas mehr als 200 Kilometer bis man wieder am Meer und zugleich an der Nordküste der Pilbara angelangt ist.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten an der Nordküste findet man in Whim Creek, in Port Hedland und am Cape Keraudren. Port Hedland ist, ähnlich wie Karratha, lediglich eine Industriestadt, zu deren Hauptwirtschaftszweigen der Tourismus eindeutig nicht zählt. Das benachbarte Satellitenstädtchen South Hedland ist eine reine Arbeitersiedlung mit diversen Einrichtungen, allerdings ohne jeglichen Charme. Auf dem über 600km langen Weg von Port Hedland nach Broome stellt dann das Cape Keraudren mit dem tollen Eighty Mile Beach eine willkommene Abwechslung dar.

 

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Hilfreiche Informationen

 

An- & Weiterreise

Die Hauptverkehrswege der Pilbara sind der North West Coastal Highway an der Küste und der Great Northern Highway im Landesinneren. Eine durchgehend asphaltierte Straße verbindet zudem den östlichen North West Coastal Highway beim Nanutarra Roadhouse mit dem Great Northern Highway nördlich von Newman. Ein paar nur teilweise befestigte Strecken machen hingegen Ziele zugänglich, die noch weiter im Landesinneren liegen. Bei Nullagine und dem Rudall River National Park (Karlamilyi National Park) handelt es sich um die einzigen Sehenswürdigkeiten, die ausschließlich über holprige Schotterpisten zu erreichen wären. Mit dem Busunternehmen Greyhound gelangt man außerdem nach Port Hedland und zum Sandfire Roadhouse. Vom internationalen Perth Airport werden die nationalen Flughäfen bei Paraburdoo, Tom Price, Newman, Onslow, Karratha und Port Hedland angeflogen. Weiterhin bestehen Flugverbindungen zwischen Bali und dem Port Hedland Airport, zwischen dem Karratha Airport und Brisbane sowie zwischen Port Hedland und dem Broome International Airport.

 

Touristeninformation

In der Region Pilbara gibt es 6 größere Touristeninformationen, die sich in Onslow, Karratha, Roebourne, Tom Price, Newman und Port Hedland befinden. Die betreffenden Standpunkte der Informationszentren werden in den entsprechenden Beiträgen aufgeführt.

 

Weitere Infos

Zum günstigen Aufstocken der Vorräte bieten sich Karratha, Wickham, Port Hedland, Tom Price und Newman an. Allerdings wurden auch in Dampier und in Paraburdoo jeweils ein Lebensmittelgeschäft errichtet. In manchen Orten existieren zudem kleine Allgemeinwarenläden und die Raststätten verkaufen ebenfalls ein paar Notwendigkeiten. In Karratha, Wickham, Tom Price, Pannawonica, Newman und Port Hedland findet man Bankfilialen. Auch wenn viele Teile der Pilbara etwas abgelegener sind, kommt man auf den Hauptverkehrswegen mindestens alle 300km an einer Tankstelle vorbei. In den entlegenen Wüstenregionen sollte man sich hingegen auf den Mangel an Benzin, Wasser, Lebensmitteln etc. sehr gut vorbereiten.

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