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Malcolm Douglas: Tragischer Tod bei Autounfall in Krokodilpark

Malcolm Douglas ist am 23.09.2010 bei einem Autounfall in Australien verstorben. Um 6 Uhr in der Früh fanden Arbeiter den Naturliebhaber und Krokodil-Experten tot auf. Die Todesursache waren massive Verletzungen im Brustbereich, die er bei dem Autounfall auf seinem Grundstück in Westaustralien erlitt. Der 69-jährige Abenteurer wurde anscheinend zwischen Auto, Fahrertür und einem Baum eingeklemmt und verstarb noch am Unfallort, in seinem neu angelegten „Wilderness Park“, 16 Kilometer außerhalb von Broome. Obwohl das Fahrzeug auf keinem Gefälle stand, rollte es auf Malcolm Douglas zu und verursachte so den tragischen Unfall. Warum es genau zu diesem Unglück kam, ist bis heute noch nicht eindeutig geklärt. Weder Alkohol noch Geschwingigkeitsüberschreitungen kommen als Verursacher in Frage und Malcolm Douglas war selbst der Fahrer des 4-Wheel-Drives.

Zu Ehren des weltweit bekannten Australiers wurde am 02.10.2010 in seinem Heimatort Broome eine große Gedenkfeier veranstaltet. Zu der im "Malcolm Douglas Wilderness Wildlife Park and Animal Refuge" organisierten Versammlung kamen zahlreiche Bewohner des kleinen Küstenortes sowie viele Freunde, Bekannte und Fans der Outback-Ikone. Unter den Teilnehmern befanden sich auch einige Ureinwohner, die seine Arbeit sehr zu schätzen wussten.

 

Über Malcolm Douglas

Malcolm Douglas hinterlässt seine Frau Valerie und zwei erwachsene Kinder, Lachlan und Amanda. Seine Familie äußerte sich kurz nach dem Unglück zu den Vorfällen und berichtete, dass ihnen eine schwere Zeit bevorstehe. Allerdings bedankten sie sich ebenfalls bei allen Freunden und Bekannten für die freundliche Unterstützung und Hilfsbereitschaft. Malcolm Douglas ist das perfekte Bild eines typischen Australiers: Ehrlich, kraftvoll und am liebsten „in the bush“. Er ist der urspüngliche „Crocodile Hunter“ von Australien und war immer darum bemüht, den Menschen das australische Outback näher zu bringen und seine Umgebung bestmöglich zu schützen. Seine hauptsächlichen Ziele lagen in der Erhaltung der Natur und der vielfältigen Arten. Die Anfänge machte er 1960 als professioneller Krokodilfänger, wobei es hierbei allerdings nicht darum ging, die Krokodile einzufangen, um sie zur Schau zu stellen. In manchen Gebieten stellten die „Crocs" nämlich eine Gefahr für die dort ansässigen Menschen dar. Malcolm Douglas änderte jedoch nach einiger Zeit seine Tätigkeit und drehte 1964 zusammen mit seinem Freund David Oldmeadow den Dokumentarfilm „Across the Top“. Beide wollten hier eigentlich einen sechsmonatigen Trip durch Australien unternehmen und ihre Erlebnisse aufzeichnen. Doch aus den ursprünglich geplanten 6 Monaten wurden am Ende ganze 4 Jahre. Der Film war ein riesiger Erfolg und ebnete Malcolm Douglas seine zukünftige Karriere.

 

Broom & Kimberleys

Der Verlust von Malcolm Douglas stellt ebenfalls für die Gemeinde Broome, die mitten im Outback Western Australias liegt, eine dramatische Einbuße dar. Er war und ist immer noch verantwortlich für einen großen Teil des lokalen Tourismus der Siedlung und der Umgebung. Hier lebte er schon seit mehreren Dekaden zusammen mit seiner Frau Valerie und eröffnete 1983 den „Croc Park“. 2007 erweiterte er sein Werk mit der Eröffnung des „Wilderness Park“. Die Stadt hofft weiterhin, dass jemand das Werk des ursprünglichen „Crocodile Hunters“ ehrenvoll weiterführt und Broome auch in Zukunft ein begehrtes Ziel für Touristen aus aller Welt bleibt. Besonders hält man Malcolm Douglas zugute, dass er die Natur mit dem nötigen Respekt sowie dem Wissen und Bewusstsein der einheimischen Aborigines behandelte. Durch seine Filme sowie seinen außergewöhnlichen und eigenen Charakter, konnte er die verschiedensten Menschen für Australien, die Kimberleys und natürlich auch für die australische Natur begeistern. Das Interesse reichte sogar bis nach Deutschland. Seine Naturfilme und Dokumentationen über Australien werden aber weiterhin als zeitlose Outback-Filme den Menschen in Erinnerung bleiben.

 

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