Die öffentlichen Verkehrsmittel in Brisbane setzen sich aus Zügen, Bussen und Fähren zusammen. Darüber hinaus gibt es Taxis und Privattransfer-Services. Allerdings ist für die meisten Bewohner ein eigenes Fahrzeug das wichtigste Transportmittel. Beim Drehkreuz des öffentlichen Nahverkehrs handelt es sich um das CBD, in dem sich die essenziellen Knotenpunkte befinden. Hierzu gehören die Roma Street Station als Hauptstation für Züge und Busse sowie die Fähranlegestelle Riverside. Darüber hinaus ließ die Stadt ein sehr großes Rad- und Fußwegenetz errichten, auf dem man sich ebenfalls problemlos fortbewegen kann.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeine Informationen

Die öffentlichen Verkehrsmittel von Brisbane stehen unter der Leitung des Queensland Government und der einzelnen Bezirksgemeinden, welche das gesamte Metropolgebiet ausmachen. Der Großteil des Nahverkehrs der Stadt und im Südosten des Bundeslandes wird von der Regierungsabteilung namens TransLink (Webseite) repräsentiert, organisiert und koordiniert. Hierzu gehören Züge (Queensland Rail und Airtrain), Busse (staatliche Organisationen und private Firmen) und Fähren. Beim Einsatz privater Unternehmen, was vor allem im äußeren Stadtbereich vorkommt, werden vertragliche Vereinbarungen mit der Regierung ausgemacht. Auch die privaten Taxis werden staatlich kontrolliert, um einen gleichmäßigen Qualitäts- und Preisstandard zu gewährleisten. Mit einem einheitlichen Ticketsystem (siehe unten) kann man den gesamten Nahverkehr nutzen. Des Weiteren operieren die öffentlichen Verkehrsmittel durchschnittlich von 5:00 Uhr bis etwa Mitternacht. Allerdings gibt es auch Nachtzüge und -busse, die Freitag- und Samstagnacht von 00:00 Uhr bis 5:00 Uhr morgens in Betrieb sind. Darüber hinaus fahren bestimmte ‚High’Frequency-Services‚ bei den Straßenbahnen und bei einigen der Züge und Busse mindestens alle 15 Minuten. Um persönlich vor Ort Information zu erhalten, empfiehlt sich ein Besuch des großen und täglich geöffneten Brisbane Visitor Information Centre in der Queen Street Mall (167 Queen Street).

Das Zonensystem

Das Zonensystem ist für alle zu TransLink gehörenden öffentlichen Verkehrsmittel gleich. Es besteht aus insgesamt 8 Zonen, die ringförmig um das Stadtzentrum verlaufen und sich bis sehr weit außerhalb von Brisbane erstrecken. Die äußeren Grenzen sind Gympie im Norden (Zone 8), Coolangatta im Süden (Zone 7) und Helidon im Westen (Zone 6). 

Die go card - auch für Besucher & Touristen

Um den Nahverkehr zu nutzen, hat man die Wahl zwischen der go card oder einem herkömmlichen Papierticket. Die go card ist eine Chipkarte, die man nach Bedarf mit Guthaben aufladen kann. Solche wiederaufladbaren Karten sind mittlerweile in allen Großstädten vertreten. Zum Antritt und am Ende der Fahrt wird sie an der entsprechenden Sensorstation angehalten, wobei automatisch der günstigste Tarif berechnet wird. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen: Normal, Disability (vergünstigte Tarife für Menschen mit Behinderung), Visitor and Tourist (siehe unten), Business  (geschäftliche Anlässe) und Student (Schüler und Studenten). Darüber hinaus sind beispielsweise Kinder unter 15 Jahren, Senioren und andere Personengruppen durch den entsprechenden Nachweis für weitere Ermäßigungen berechtigt. Aufladen und erwerben kann man sie go card kann man online, über die australische Inlandsnummer 13 12 30 oder in einer der vielen Verkaufsstellen (Webseite / zum Beispiel mit einem Top-Up-Symbol gekennzeichnete Shops, zu denen unter anderem Filialen von 7-Eleven gehören). Sie ist auch automatisch wiederaufladbar, wenn man sie mit seiner Kredit- oder Debitkarte verbindet. Besucher und Touristen haben zudem die Möglichkeiten, die go seeQ Karte (Geltungsbereich im gesamten Netzwerk von TransLink im Südosten von Queensland) oder die go explore Karte (Tagesfahrkarte für unbegrenzte Fahrten der öffentlichen Busse und Straßenbahnen an der Gold Coast sowie der Busse an der Sunshine Coast) erwerben.

Normale Papierfahrkarten

Als Alternative existieren herkömmliche Einzelfahrkarten aus Papier (Single Paper Ticket). Diese muss man vor der Fahrt an einem Fahrkartenautomaten kaufen. Sie sind 2 Stunden in den ausgewählten Zonen gültig. Sollte man jedoch mehr als 4 Zonen befahren, stehen dem Reisenden weitere 90 Minuten zur Verfügung. Papiertickets sind zu empfehlen, wenn man die öffentlichen Verkehrsmittel Brisbanes nur in Ausnahmefällen nutzen möchte. Sie sind an den Fahrkartenautomaten der großen Stationen erhältlich.

Fahrpreise & Tarife

Die Fahrpreise werden anhand der Anzahl der bereisten Zonen, der Zugehörigkeit zu bestimmten Personengruppen (Concession), der Fahrtzeit (off-peak oder peak) und der verwendeten Zahlungsmethode (go card versus Papierticket) berechnet. Der Vorteil bei der Nutzung der go card ist der vergünstigte Fahrpreis, der um mindestens 30 % des ursprünglichen Tarifs reduziert ist. Darüber hinaus werden weitere 20 % außerhalb der Stoßzeiten abgezogen (8:30 Uhr bis 15:30 Uhr und nach 19:00 Uhr an Wochentagen, das gesamte Wochenende sowie an Feiertagen). Ab der achten Fahrt innerhalb von einem Zeitraum von 7 Tagen (Montag bis Sonntag) wird der halbe Preis berechnet, was übrigens unabhängig von den bereisten Zonen ist. Kinder, die das 5. Lebensjahr noch nicht erreicht haben, können den Nahverkehr sogar umsonst verwenden. Ab dem 5. bis einschließlich zum 14. Lebensjahr fahren Kinder zudem an den Wochenenden kostenfrei.

Übersicht öffentliche Verkehrsmittel Brisbane

Zug

Die folgenden Züge in Brisbane gehören zum staatlichen Unternehmen Queensland Rail und laufen ebenfalls unter der einheitlichen Organisation TransLink: Ferny Grove and Beenleigh Lines (rot), Shorncliffe and Cleveland Lines (blau), Airport and Gold Coast Lines (gelb), Caboolture/Sunshine Coast and Ipswich/Rosewood Lines (grün), Redcliffe Peninsula and Springfield Lines (blau) und Doomben Line (violett). Sie durchlaufen alle die zentrale Roma Street Station. Es gibt Express-Züge, die jedoch nicht an jeder Station halten. Außerdem wurden viele Buslinien auf den Zeitplan der Züge abgestimmt. An Wochenenden operieren sogenannte NightLink-Züge, die an allen Haltestellen einen Stopp einlegen (Freitag- und Samstagnacht 00:00 Uhr bis 05:00 Uhr). Zu ihnen gehören die Beenleigh, Caboolture und Ipswich Lines. Eine Sonderstellung nimmt der Airtrain (Webseite) ein. Er befährt zu den normalen Betriebszeiten (5/6:00 Uhr bis 22:00 Uhr) eine sehr wichtige Strecke zwischen Varsity Lakes an der Gold Coast, dem CBD und dem Flughafen. Es handelt sich um eine private Institution, die jedoch ebenfalls mit der go card genutzt werden kann.

Bus

Das Netzwerk der besonders umweltfreundlichen Busse ist dem der Züge sehr ähnlich. Neben den zahlreichen Busstrecken in die verschiedenen Stadtteile und Vororte existieren besondere Spezial-Services.

Für Touristen sind die beiden kostenfreien Buslinien und die ebenfalls kostenfreie Fähre zu empfehlen. Von ihnen werden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Innenstadt angesteuert. Der Brisbane City Loop (kostenlos) mit den Nummern 40 (im Uhrzeigersinn) und 50 (gegen den Uhrzeigersinn) fährt alle 10 Minuten an Wochentagen durch das Stadtzentrum. Hierbei macht er an den roten Bushaltestellenzeichen einen Halt (z. B. Stationen Central Station, Queen Street Mall, Queensland University of Technology, City Botanic Gardens, King George Square, City Hall, Riverside Centre und Treasury Casino). Der Spring Hill Loop (kostenlos) mit der Nummer 30 kann an den gelben Bushaltestellenzeichen abgefangen werden. Er pendelt an Wochentagen zwischen Brisbane City und dem Spring Hill Precinct hin und her. Bei der dritten Option handelt es sich um die CityHopper Ferry (sieh unten).

Einige der Busse in Brisbane sind sogenannte Pre-Paid-Services. Man erkannt sie anhand des Buchstaben ‚P‘, der vor der Busnummer angezeigt wird. Die meisten von ihnen fahren nur zu Stoßzeiten. Man kann sie zwar mit herkömmlichen Papierfahrkarten nutzen, diese sind jedoch nicht im Bus selbst erhältlich. Die Blue CityGlider und Maroon CityGlider sind hochfrequentierte Pre-Paid-Busse, die nicht mit einem ‚P‘ gekennzeichnet sind. Während der Stoßzeiten fahren sie alle 5 Minuten und außerhalb der Rushhour alle 10 bis 15 Minuten. Außerdem sind die CityGlider von Freitagmorgen bis Sonntagabend rund um die Uhr im Einsatz. Nachtschwärmern stehen Freitag- und Samstagnacht von 00:00 Uhr bis etwa 5 Uhr morgens etwa 20 verschiedene NightLink-Bus-Linien zur Verfügung, welche an dem Buchstaben N zu erkennen sind. Weitere Sonderbusse fahren zu bestimmten großen Events.

Fähre

Bei den öffentlichen Verkehrsmitteln spielen die Fähren sowohl für Anwohner als auch für Touristen eine wichtige Rolle. Sie fahren in regelmäßigen Abständen täglich mehr als 20 Anlegestellen an. Durch die Hochgeschwindigkeitsfähren namens CityCat wird das Gebiet entlang des Brisbane River zwischen dem Hauptsitz der University of Queensland in Saint Lucia (ca. 6 Kilometer südwestlich des CBD) und dem Stadtteil Hamilton (ca. 7 Kilometer nordöstlich des CBD) abgedeckt. Die kostenlose CityHopper Ferry schippert entlang des Brisbane River zwischen Sydney Street (New Farm) und North Quay. Zu den angefahrenen Stationen gehören South Bank 3, Maritime Museum, Riverside, Holman Street und Sydney Street. Die Cross River Ferries operieren in der Innenstadt zwischen Riverside und Holman Street sowie zwischen Teneriffe und Bulimba.

Taxi

Taxis können im Voraus gebucht, an der Straße spontan angehalten oder von einem Taxistand aus in Anspruch genommen werden. Die Fahrpreise reguliert die Regierung, weshalb die Gebühren aller Betriebe sehr ähnlich sind. Sie hängen unter anderem von der befahrenen Region, der Uhrzeit und der Anzahl der Passagiere ab. Es werden fixe Preise berechnet, wenn man ein Taxi von einem Taxistand aus holt, einen Rollstuhl nutzen muss oder ein Mitglied des Taxi Subsidy Scheme (TSS) ist. Außerdem hat man die Möglichkeit, mit dem Fahrer vor Fahrtantritt einen fairen Preis auszuhandeln. Darüber hinaus stellt TransLink ein erhöhtes Sicherheitssystem (Sicherheitspersonal, Kameraüberwachung etc.) an bestimmten Taxiständen in den Ausgehvierteln zu Nachtzeiten an Wochenenden zur Verfügung. Zwei der größten Taxiunternehmen sind 13Cabs (ehemals Yellow Cabs) (13 19 24) und Black and White Cabs (133 222). Beide Firmen bieten zudem Maxi-Taxis und luxuriösere Fahrzeuge an.

Fahrrad- & Fußwege

Zusätzlich zu den öffentlichen Verkehrsmitteln Brisbanes wurden im Laufe der Zeit sehr gute Rad- und Fußwege erbaut. Auf der Regierungswebsite der Stadt erhält man hierzu passendes Kartenmaterial (Webseite). An einer sehr hohen Beliebtheit erfreut sich beispielsweise das etwa 25 Kilometer lange Riverwalk Network für Fahrräder, Inlineskater und Fußgänger. Dieser schöne Weg verläuft entlang des Brisbane River vom Stadtteil St Lucia im Südwesten bis nach Newstead im Nordosten des CBD. Cycle2City (Webseite) bietet Mitgliedern in der Metropole bewachte Abstellplätze, Duschen, Schließfächer sowie einen Reparaturservice an. Für Personen ohne eigenes Fahrrad eignet sich das nach Pariser Vorbild errichtete Fahrradverleihsystem CityCycle. Weiterhin ist die Mitnahme von Fahrrädern auf den Fähren gestattet, allerdings in den Bussen und Zügen eingeschränkt. Klappbare Tretroller und Fahrräder sind erlaubt, sofern sich diese in einer Tasche befinden, die nicht größer als 90 x 70 x 36 Centimeter ist.

Mietwagen, Auto & Motorrad

Sollten Sie lieber mit einem Mietwagen die Flexibilität genießen wollen und unabhängig von den öffentlichen Verkehrsmitteln Brisbanes sein, so erhalten Sie im folgenden Beitrag weiterführende Informationen:

Übersicht aller Brisbane-Reiseführer

Bildergalerie: Tolle Eindrücke aller Highlights

Erste Eindrücke im Video

Bisbane-City-Ferry

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