Mit dem Thema Natur und Parks Sydney setzt man sich automatisch auseinander, wenn man die Sehenswürdigkeiten der Stadt erkundet. Sydney Harbour, Sydney Park, Hyde Park, Royal Botanic Garden und The Domain sind die beliebtesten Grünanlagen der Stadt. Die Weltmetropole verfügt sowohl im Zentrum als auch in den inneren und äußeren Vororten über jede Menge Grünflächen, deren Betreten meist umsonst ist. Darüber hinaus wird der verstädterte Bereich von mehreren tollen Naturschutzgebieten und dem Südpazifik umgeben. Im Norden liegt der Ku-ring-gai Chase National Park, im Westen der berühmte Blue Mountains National Park und im Süden der Royal National Park. Zusätzlich stellen die zahlreichen Buchten mit traumhaften Stränden, die kleinen Seen und langen Flüsse ein absolutes Juwel der Stadt dar. In diesem Beitrag werden die wichtigsten Parks in Sydney aufgeführt, wobei natürlich noch deutlich mehr schöne Naturschutzgebiete und Grünanlagen im Großraum der Weltmetropole existieren.

Inhaltsverzeichnis

Sydneys Natur & Parks in der Innenstadt

Sydney Harbour National Park

Der 4 km2 große Sydney Harbour National Park setzt sich aus insgesamt 10 kleineren Parks im inneren Stadtbereich zusammen. 20 Kilometer ist der schöne natürliche Hafen lang, welcher im Westen an der Mündung des Parramatta River und im Osten bei den Sydney Heads am Südpazifik endet. Weiterhin umfasst das Naturschutzgebiet mehrere Wanderwege, Strände und Inseln, wie die Goat Island, Shark Island, Clark Island, Rodd Island sowie Fort Denison. Am Südufer lädt beispielsweise der geschützte Shark Beach im Nielsen Park mit dem historischen Greycliffe House (1852) zum Planschen und Picknicken ein. In der Nähe bietet sich der South Head Heritage Trail an, welcher an der geschichtsträchtigen Camp Cove sowie am Lady Bay Beach (FKK-Strand) vorbeiführt und am Hornby Lighthouse (1858) endet. Der fast 10 Kilometer lange Manly Scenic Walk wäre am Nordufer zu empfehlen, da man hier tolle Aussichten auf kleine Buchten, schöne Landschaften, das Sydney Opera House sowie die Sydney Harbour Bridge erhält und zudem an Felsmalereien der Aborigines vorbeikommt.

Royal Botanic Garden

Direkt am Sydney Harbour und im Central Business District befindet sich der Royal Botanic Garden (0,3 km2), zu dem mehrere Tore Eintritt gewähren. Alle Bereiche der Grünanlage sind mit zahlreichen Wanderwegen versehen und leiten immer wieder zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten. Außerdem kann man mit der elektrischen Bahn fahren oder an den kostenlos geführten Touren teilnehmen, die am Garden Shop regelmäßig starten. Der Main Pond und weitere Teiche trennen den Osten mit dem Westen der Royal Botanic Garden. Im Süden stellen das Tropical Centre, die Farnerei und der Rainforest Walk die Höhepunkte dieses Parks in Sydney dar. Begibt man sich zum Sydney Opera House nach Norden, so kommt man am Infohäuschen, an Cafés, an Restaurants, an mehreren Gärten, am Conservatorium of Music, am Vista Pavillion, an den Twin Ponds, am Parade Ground und am historischen Gelände des Government House vorbei. Durch das Opera House Gate geht es dann direkt zum weltberühmten Opernhaus. Die Highlights im Osten der Royal Botanic Gardens sind das Herbarium and Plant Science Centre, das Maiden Theatre, der Succulent Garden, die Wollemi-Pine, der Begonia Garden, die historische Macquarie Wall, der Maiden Pavillion und die Victoria Lodge.

The Domain

Weiter nördlich gelangt man in die seit 1830 für die Öffentlichkeit zugängliche The Domain (0,34 km2), die ein wichtiger Austragungsort vieler Events, Konzerte, Freiluftveranstaltungen und Versammlungen ist. Das Highlight in diesem Park Sydneys ist die südlich gelegene Art Gallery of New South Wales (mehr Informationen finden Sie in unserem Beitrag ‚Museen, Kunst und Kultur‚ unter dem Abschnitt ‚Kunst‘). Läuft man von der AGNSW in Richtung Norden, so kommt man am Freibad des Andrew Charlton Swimming Pool vorbei und erreicht an der Nordspitze der Domain den Mrs Macquaries Chair. Der historische Stuhl wurde aus einem Felsen für die Ehefrau des Gouverneurs Lachlan Macquarie gemeißelt, damit sie das Treiben am Hafen beobachten konnte. Die sogenannten First Fleet Steps führen hinunter zur Farm Cove und markieren den Punkt des Parks, an dem Queen Elizabeth II ihren Fuß das erste Mal auf australischen Boden setzte. Von hier hat man zudem eine tolle Sicht auf das Sydney Opera House und die Harbour Bridge. Darüber hinaus wird an den First Fleet Steps während der Sommermonate ein Open Air Cinema veranstaltet. An der die Meinungs- und Redefreiheit symbolisierenden Speakers Corner werden jeden Sonntag Nachmittag Reden gehalten.

Hyde Park & Chinese Garden of Friendship

Im Süden der The Domain schließt sich der nach der Londoner Grünanlage benannte Hyde Park (0,16 km2) mit seinen Palmen und Feigenbäumen an. Den nördlichen Teil dieses Parks Sydneys schmückt der 1932 errichtete Archibald Fountain und das übergroße Schachfeld in den Nagoya Gardens. Hinter dem ‚Pool of Reflection‘ steht zudem das 1934 fertiggestellte ANZAC War Memorial (Webseite). Neben weiteren Statuen kann der Hyde Park im Osten mit den hübschen Sandringham Gardens dienen. Bei Chinatown bietet sich ein Besuch des kostenpflichtigen Chinese Garden of Friendship an, der von Sydneys Schwesterstadt Guangzhou geplant und in Darling Harbour 1988 eröffnet wurde. Dieser Park ist mit seinen Pavillons, kleinen Wasserfällen, Teichen, Spazierpfaden und dem Teehaus wirklich ideal zum Entspannen.

Schöne Grünanlagen im äußeren Stadtbereich

Etwa 5 Kilometer südöstlich des CBD gelangt man zu den insgesamt 3,6 km2 großen Centennial Parklands (Webseite), die sich aus den 3 Parkanlagen Centennial Park, Moore Park und Queens Park zusammensetzen. Schon seit den 1880ern wurde das Areal als Erholungs- und Sportgebiet genutzt. Der Centennial Park (2,2 km2) ist der größte der drei Grünanlagen und verfügt über Sumpflandschaften, angelegte Seen, Bäume, Wiesenflächen sowie mehrere Sportplätze (Golf, Tennis und Netzball). Auf den 5 voneinander getrennten Spuren des 3,8 Kilometer langen Grand Drive können sich Reiter (innerste Spur), Fußgänger (zweitkleinste Spur), Autofahrer (mittlere Spur zum Parken und zweitgrößte Spur zum Fahren) sowie Radfahrer (größte Spur) austoben. Ein weiteres Highlight im Centennial Park in Sydney ist der historische Federation Pavillion mit dem Commonwealth Stone, der zu den Feierlichkeiten der Commonwealth of Australia am 01.01.1901 symbolisch gelegt wurde. Für Rugby, Fußball und Cricket hat man hingegen auf dem McKay Oval Gelegenheit. Im abwechslungsreichen Moore Park (1 km2) befinden sich gleich mehrere Highlights, zu denen die Fox Studios und der für Konzerte oder Partys verwendete Hordern Pavillion gehören. Das vielseitig genutzte Entertainment Quarter kann mit Kinos, einem Einkaufskomplex, Restaurants, Pubs, Cafés und Hallen für Liveauftritte dienen. Außerdem findet hier jeden Mittwoch und Samstag ein Bauernmarkt statt. Zu den diversen Sportstätten des Moore Park gehören eine große Golfanlage sowie zwei der größten Sportplätze der Stadt: der Cricket Ground und das Allianz Stadium (Sydney Football Stadium). Der kleine Queens Park verfügt zudem über Spazierpfade und großzügige Wiesenflächen, auf denen man verschiedene Sportarten ausführen kann.

5 Kilometer südlich vom CBD liegt im Stadtteil St Peters der Sydney Park (0,45 km2). Viele Besucher loben diese Gartenanlage, da man von den Hügeln eine richtig tolle Aussicht auf die Stadt hat. Außerdem gibt es weite Wiesenflächen, Spielplätze, Skulpturen sowie das Alan Davidson Oval für Crickettourniere und Australian Rules Football-Spiele. Weitere erwähnenswerte Nationalparks außerhalb des inneren Stadtbereichs sind der Lane Cove National Park (ca. 10 Kilometer nordwestlich des CBD), der Garigal National Park mit guten Wanderwegen (ca. 20 Kilometer nördlich des CBD), der kleine Georges River National Park am Flussufer (ca. 18 Kilometer südwestlich des CBD) und der Heathcote National Park mit Wasserfällen (ca. 34 Kilometer südwestlich des CBD).

Übersicht aller Sydney-Reiseführer

Bildergalerie: Tolle Eindrücke aller Highlights

Erste Eindrücke im Video

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