In Sachen Museen, Kultur und Kunst Brisbane stellt das Queensland Cultural Centre eine absolute Hochburg dar, da sich hier gleich mehrere Sehenswürdigkeiten befinden. Im Stadtzentrum existieren einige historische Gebäude und Museen, die man am besten auf dem unter der Rubrik ‚Historische Gebäude, Kirchen & Museen‚ zusammengestellten Stadtspaziergang besichtigen kann. Weiterhin gibt es Kunstgalerien und Theatersäle, in denen regelmäßig Vorführungen stattfinden. Bekannt ist Brisbane ebenfalls für die vielen klassischen und modernen Livekonzerte, die täglich in unterschiedlichen Veranstaltungsorten stattfinden.

Inhaltsverzeichnis

Queensland Cultural Centre (QCC)

Im 1985 eröffneten Queensland Cultural Centre (Webseite) in South Bank (South Brisbane) gibt es Kunstgalerien, Museen, Konzerthallen, Theatersäle, ein Kongresszentrum und die Staatsbibliothek zu entdecken. Vom CBD ist das Kulturzentrum sowohl mit den öffentlichen Verkehrsmitteln als auch über die Fußgängerbrücken Victoria Bridge oder Kurilpa Bridge sehr schnell erreichbar. Am Ende der Kurilpa Bridge gelangt man in den Norden des Geländes und somit zur seit 2006 bestehenden Queensland Gallery of Modern Art (GoMA), deren Eintritt kostenfrei ist. Diese große Kunstgalerie spezialisiert sich auf zeitgenössische Werke vom 20. bis zum 21. Jahrhundert und legt ihren Schwerpunkt auf australische, asiatische sowie pazifische Kunst. Weiterhin stehen ständig wechselnde Ausstellungen, zwei Kinos und das für Kinder geeignete Children’s Art Centre im Angebot. Außerdem hat man von der River Lounge eine fabelhafte Aussicht über die Stadt. Die GoMa gehört zur ebenfalls kostenlos begehbaren Queensland Art Gallery, die nur 200 Meter südlich liegt. Dauerausstellungen, wechselnde Kunstsammlungen und unentgeltlich geführte Touren stehen hier im Mittelpunkt des Geschehens. Neben dem hohen Anteil an Werken nationaler Künstler lassen sich auch Objekte internationaler Künstler bestaunen, zu denen sogar Pablos Picasso Gemälde La Belle Hollandaise aus dem Jahr 1905 gehört. Weiterhin gibt es Kunst der Aborigines, Gärten, Brunnen, ein Café und gelegentlich finden sogar Konzerte statt.

Die State Library of Queensland überblickt den Stanley Place und hat beide Kunstgalerien als direkte Nachbarn. Das Institut existiert bereits seit 1896 und kann mit der integrierten John Oxley Library, Ausstellungen, Vorlesungssälen und einem den Aborigines gewidmeten Raum dienen. Im benachbarten Gebäude der Queensland Art Gallery befindet sich zudem das Queensland Museum, dessen kostenlose Dauerausstellungen sich mit der Geschichte Brisbanes, der Entstehungsgeschichte, Dinosauriern und der Tierwelt beschäftigen. Ein Highlight des Museums ist die interaktive Wissenschaftsausstellung im Sciencecentre. Im Süden des Queensland Cultural Centre bildet das Queensland Performing Arts Centre den Abschluss, in dem Musicals, Opern, Ballett, Orchester, Komödien und Kabaretts aufgeführt werden. Hier befinden sich das Lyric Theatre (ca. 2.000 Plätze und Sitz der Opera Queensland), die Concert Hall (ca. 1.800 Plätze und Sitz des Queensland Symphony Orchestra), das Cremorne Theatre (ca. 850 Plätze und Sitz des Queensland Ballett) und das Playhouse (ca. 300 Plätze und Sitz der Queensland Theatre Company). Darüber hinaus wurde das Theatermuseum der Tony Gould Gallery im Queensland Performing Arts Centre integriert.

Weiter südlich liegen die South Bank Parklands, an die noch mehr kulturelle Sehenswürdigkeiten Brisbanes angrenzen. Hierzu gehört das 1881 gegründete Queensland Conservatorium der Griffith University, das über mehrere Theatersäle verfügt und das älteste Kunstinstitut Australiens darstellt. Außerdem wäre das Amphitheater namens Suncrop Piazza, das Queensland College of Art der Griffith University und das große Convention and Exhibition Centre zu erwähnen.

Historische Gebäude, Kirchen & Museen auf dem Stadtspaziergang

Leider wurde ein Großteil der historischen Gebäude Brisbanes aufgrund mehrfacher Flutkatastrophen zerstört. Das als Wetterstation genutzte Old Windmill Observatory (Wickham Terrace) im oberen Norden des CBD ist der älteste noch existierende Bau der Stadt. 1824 wurde die ehemalige Windmühle von Sträflingen erbaut, die bei fehlendem Wind die Mühle mit eigener Kraft antreiben mussten. Begibt man sich vom Old Windmill Observatory auf einen etwa 300 Meter langen Fußweg in Richtung Südosten, so erreicht man den zwischen der Adelaide Street und der Ann Street errichteten King George Square. Dieses mit Denkmälern versehene Karree dient als Veranstaltungsort, als Platz für freie Reden in der Speakers Corner und als zentraler Treffpunkt. Den Westen des King George Square begrenzt die imposante Brisbane City Hall, in der die Stadtverwaltung ihren Sitz hat. Die Stadthalle wurde 1930 eröffnet und kann kostenlos besichtigt werden. Lohnenswert ist vor allem die Aussichtsplattform unterhalb des Glockenturms. Im Osten des King George Square steht das Museum of Brisbane (Webseite) mit wechselnden Kunstausstellungen und kostenlosen Dauerausstellungen, die sich mit der Stadtgeschichte befassen.

Folgt man der Ann Street nach Osten, so kommt man vorbei am ANZAC Memorial im ANZAC Square zur Kreuzung mit der Wharf Street. Hier geht die Wickham Terrace nach Nordwesten ab, in der sich die 1869 errichtete Kirche der All Saints Anglican Church befindet. An dieser Kreuzung wurde auch der schöne Park des Cathedral Square erbaut, von dem man die historische St John’s Cathedral an der Ann Street sieht. Mit dem Bau dieser prunkvollen Kathedrale begann man nach einer fast zwanzigjährigen Planungsphase im Jahr 1906. Begibt man sich von der Kreuzung aus die Wharf Street hinunter nach Südosten, so erreicht man nach etwa 150 Meter die Queen Street. Ein kurzer Abstecher entlang der Queen Street in Richtung Osten bringt einen zum 1889 eröffneten Customs House der University of Queensland, in dem regelmäßig Kunstausstellungen stattfinden. Folgt man der Queen Street von hier aus nach Westen, so erreicht man in ca. 200 Meter die Creek Street. Hier bietet sich ein weiterer kleiner Ausflug nach Süden an. Schon an der nächsten Kreuzung gelangt man nämlich über die Elizabeth Street in Richtung Westen nach nur wenigen Metern zu den sich gegenüberliegenden Gebäuden des 1872 eröffneten General Post Office und der von 1864 bis 1924 erbauten Cathedral of St Stephen. Über die westlich gelegene Edward Street kommt man dann wieder schnurstracks zurück zur Queen Street. Auf der Queen Street in Richtung Westen durchkreuzt man die schöne Queen Street Mall (siehe Shopping Brisbane). Am Ende dieser autofreien Fußgängerzone erreicht man den Queens Park und zwei der wertvollsten historischen Bauten der Stadt, die zum Conrad Treasury Casino and Hotel an der George Street gehören. Bereits 1886 begann man mit dem Bau des nördlich gelegenen Treasury Building, in dem öfter Events organisiert werden. Im Süden stellt das 1905 eröffnete Lands Administration Building den zweiten Teil des Kasinokomplexes dar.

Weiter geht es nach Süden über die George Street, wo man nach weniger als hundert Metern an der ehemaligen St Luke’s Anglican Church (1904) ankommt, in der heute der Pancake Manor leckere Pfannkuchen backt. Nicht weit entfernt bietet sich ein Ausflug zum Old Commissariat Store in der William Street nach Westen an. Das 1828 von Sträflingen erbaute Gebäude ist mittlerweile der Sitz der Royal Historical Society of Brisbane und verfügt sogar über ein kleines Geschichtsmuseum, in dem die Stadtgeschichte aufgezeigt wird. Sowohl über die William Street als auch über die George Street erreicht man im Süden die Margaret Street, an der sich das ehemalige Wohngebäude von 1889 namens The Mansions (Ecke George Street und Margaret Street) befindet. Folgt man der George Street nach Süden bis zur Kreuzung mit der Alice Street, so kann man den Sitz des Parliament of Queensland im Parliament House kostenfrei besuchen, mit dessen Bau man 1864 begann. Vorbei am Westrand der City Botanic Gardens erreicht man am Südende der George Street das 1862 eröffnete Old Government House, das der University of Queensland gehört und in dem sowohl Besichtigungen als auch Touren angeboten werden.

Außerhalb des Stadtzentrums wird im Queensland Maritime Museum am Südende der South Bank Parklands (Stanley Street – South Brisbane) die Geschichte Queenslands und der Seefahrt anhand von historischen Schiffswracks und Leuchttürmen dargestellt. Nicht weit entfernt thront das historische Gebäude der South Brisbane Town Hall (Vulture Street – South Brisbane) aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. In Bowen Hills wäre noch das mittlerweile als Vorführungsort genutzte Old Museum Building (Gregory Terrace) und das heutige Lokalkundemuseum Newstead House, ein ehemaliges Wohngebäude aus den 1840ern, zu erwähnen.

Kunst

Im gesamten Stadtgebiet existieren neben den eben aufgeführten Kunstgalerien noch weitere Ausstellungen, zu denen viele private Sammlungen sowie Kunstwerkstätten der Aborigines gehören. Interessante Skulpturen wurden ebenfalls an einigen populären Orten und in den Stadtparks aufgestellt. Die kostenfreien Messen des QUT Art Museum (George Street) der Queensland University of Technology werden am Westrand der City Botanic Gardens organisiert. Außerdem stellt die Non-profit-Organisation des Institute of Modern Art (Brunswick Street) im Fortitude Valley Werke lokaler Künstler aus. Für verschiedene Live-Vorführungen wurde das Judith Wright Centre for Contemporary Arts im Gebäude des Institute of Modern Art integriert. Des Weiteren bietet das University of Queensland Art Museum im St Lucia Campus (ca. 7 Kilometer südwestlich des CBD) eine groß Sammlung australischer Werke der Moderne an, die sich im James and Mary Emelia Mayne Centre befinden.

Musik

Was wäre ein Aufenthalt in der Metropole von Queensland ohne den Besuch einer der vielen Musikveranstaltungen? Egal, ob aktuelle oder klassische Musik, die Palette an Konzerten oder anderen musikalischen Darbietungen ist sehr groß. Auch wenn die Bewohner Brisbanes am liebsten Pop, Rock, Hip-Hop und Dance hören, wird man für fast alle Musikrichtungen eine Lokalität in der Stadt finden. Die meisten Veranstaltungsorte haben sich im CBD, im Fortitude Valley und der nahen Umgebung etabliert. Einige der bekanntesten Konzertstätten sind das Empire Hotel, der Press Club, Ric’s Café and Bar, das Stepinn, das Tivoli Theatre und The Zoo. Zu den größten Stadthallen für Musikveranstaltungen gehören das Treasury Casino im CBD, die Freiluftbühne River Stage in den botanischen Gärten im CBD, das riesige Convention and Exhibition Centre in South Bank, das Queensland Performing Arts Centre in South Brisbane, die RNA Showgrounds im Fortitude Valley, das Brisbane Powerhouse in New Farm, das Old Museum Building in Bowen Hills und das Suncorp Stadium in Milton. Des Weiteren ist in der großen Arena des Entertainment Centre in Boondall sogar schon Michael Jackson aufgetreten.

Oper, Theater & klassische Musik

An sehr großer Beliebtheit erfreuen sich auch Oper, Theater und klassische Musik. Leider wurden viele historische Theater abgerissen, wofür jedoch moderne Objekte geschaffen wurden, die technisch auf dem neuesten Stand sind. Mehrere Vorführungsorte findet man im oder in der Nähe des Queensland Cultural Centre (siehe oben). Ansonsten bieten das Metro Arts Theatre (Edward Street – CBD), das Brisbane Powerhouse (Lamington Street – New Farm) oder das Twelfth Night Theatre (Cintra Road – Bowen Hills) ein abwechslungsreiches Programm an. Bei gutem Wetter herrscht in den Freilufttheatern eine gute Stimmung, zu denen die bereits erwähnte Brisbane River Stage in den City Botanic Gardens und das Amphitheater in den Roma Street Parklands gehören. In Brisbane gibt es nur wenige professionelle Organisationen der darstellenden Künste. Allerdings haben sich im Laufe der Zeit zahlreiche studentische und freiwillige Gruppierungen herausgebildet, deren Niveau von einfachen bis hin zu anspruchsvollen Stücken reicht. Die vier bekanntesten professionellen Einrichtungen mieten jeweils einen der Theatersäle des Queensland Performing Arts Centre im QCC an. Hierzu gehören das zweitgrößte Opernunternehmen Australiens namens Opera Queensland (Lyric Theatre), das Queensland Symphony Orchestra (Concert Hall), das Queensland Ballet (Palyhouse) und die Queensland Theatre Company (Cremorne Theatre). Für Oper und Musicals ist zudem Operatif! bekannt, die Expressions Dance Company ist ein professionelles Tanzensemble und das qualifizierte Queensland Pops Orchestra konzentriert sich sowohl auf moderne als auch auf klassische Musik. Professionelle Theater sind die Gin and Tonic Theatre Company sowie die im Roundhouse Theatre in Kelvin Grove ansässige LaBoite Theatre Company, bei der es sich um das zweitgrößte Theaterunternehmen Queenslands handelt. Einen hohen Bekanntheitsgrad bei den Amateurgruppierungen haben das Queensland Youth Symphony Orchestra, das 1936 gegründete Brisbane Philharmonic Orchestra und das Arts Theatre. Abschließend wären noch die Brisbane Chorale, der Queensland Choir und der Brisbane Chamber Choir als die wichtigsten der vielen lokalen Chöre zu ergänzen.

Literatur

Die größte Zeitschrift der Stadt heißt Courier-Mail, deren Sonntagsausgabe als Sunday Mail bezeichnet wird. Allerdings liegen in den Geschäften auch nationale Magazine wie die Sydney Morning Herald und The Age aus. Die kostenlose Tageszeitschrift mX richtete sich vor allem an das junge Publikum und informiert über aktuelle Geschehnisse in der Stadt und Australien. Die Vororte werden von City News und Brisbane News auf dem Laufenden gehalten.

Architektur

Für die Architektur der Stadt sind die aus Holz erbauten Wohnhäuser aus den 1840er Jahren charakteristisch, die mit großzügigen Veranden und hohen Räumen ausgestattet wurden. Viele moderne Häuser in Australien haben keinen Keller. Die ursprünglichen Wohnhäuser in Queensland besitzen jedoch Kellerräume, um zum einen Schutz vor Termiten zu gewähren und zum anderen durch die Speicherung von kalter Luft unter dem Erdgeschoss die Wohnräume im Sommer bei einer angenehmen Temperatur halten zu können. Das Central Business District zieren zudem ein paar moderne Wolkenkratzer, die die Stadt etwas mehr wie eine Weltstadt wirken lassen. Mit einer Höhe von 262 Metern ist das Infinity in der Herschel Street das höchste Gebäude der Metropole. Das 234 Meter hohe Wohn- und Appartementhaus Soleil thront seit 2009 am Ende der Adelaide Street. Ansonsten wären noch der Aurora Tower (Queen Street) mit 207 Meter, das 200 Meter hohe Riparian Plaza (Eagle Street) und das Gebäude namens One One One Eagle Street (Eagle Street) mit 195 Meter zu ergänzen.

Sport

Brisbane besitzt in allen wichtigen Sportzweigen eine städtische Mannschaft. Am beliebtesten ist jedoch die National Rugby League, in der die Stadt von den Brisbane Broncos vertreten wird. Rugby, Fußball, Leichtathletik und Radsport schaut man am besten im Suncorp Stadium in Milton, das oftmals auch unter den Namen Brisbane Stadium oder Lang Park läuft. In diesem Stadion sind die Brisbane Broncos (National Rugby League), die Queensland Reds (Rugby Union – Super Rugby) und der städtische Fußballverein Brisbane Roar FC (A League) ansässig. Rugby- oder Fußballtourniere werden zudem im Ballymore Stadium in Herston ausgetragen. Der seit 1895 existierende Cricket Ground in Wooloongabba beziehungsweise The Gabba ist sowohl der Schauplatz von Cricket-Spielen als auch von Australian Rules Football Games. Hier haben die Brisbane Lions (Australian Rules Football), die Queensland Bulls (Cricket) und Brisbane Heat (Cricket) ihren Sitzt, wobei gelegentlich auch Rugby und Fußball im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Im Convention and Exhibition Centre spielen die städtischen Queensland Firebirds Netzball, in den RNA Showgrounds toben sich die Brisbane Bandits beim Baseballspiel aus und in der National Basketball League vertreten die Brisbane Bullets die Stadt. Das Queensland Tennis Centre in Tennyson, das Queensland Sport and Athletics Centre (ehemaliges ANZ Stadium) in Nathan und das Sleeman Centre in Chandler wären weitere bekannte Orte, an denen man verschiedene Sportarten schauen oder selber ausführen kann. Des Weiteren fanden in der Hauptstadt von Queensland die größeren Sportveranstaltungen 1982 Commonwealth Games und die 2001 Goodwill Games statt.

Übersicht aller Brisbane-Reiseführer

Bildergalerie: Tolle Eindrücke aller Highlights

Erste Eindrücke im Video

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