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Hautkrebs: Australiens Gesundheitssystem belastet

Hautkrebs ist nicht nur eine gefährliche, sondern auch eine kostspielige Krankheit, die Australiens Gesundheitssystem stark belastet. Mit über einer Million Hausarzt-Besuchen pro Jahr, die zu Weiterbehandlungen der Krankheit führen, ist Hautkrebs die stärkste Belastung des australischen Gesundheitssystems. Eine kürzlich veröffentlichte Studie des Gesundheits-Komitees brachte beunruhigende Ergebnisse hervor. Trotz der erhöhten Gefährdung auf dem 5. Kontinent geht etwa ein Drittel der australischen Bevölkerung nicht zur Krebs-Vorsorge-Untersuchung bei ihrem Hausarzt.

Die Vorsorge-Untersuchung, das sogenannte Hautkrebs-Screening, ist völlig schmerzfrei, nimmt nur wenig Zeit in Anspruch und kann bei den meisten Hausärzten durchgeführt werden. Bei verdächtigen Veränderungen der Haut kann dieser den Patienten an weiter behandelnde Ärzte, wie beispielsweise Dermatologen oder spezialisierte Kliniken, überweisen. Bei Früherkennung der Krankheit bestehen für alle Arten gute Heilungschancen. Vor diesem Hintergrund scheint es unverständlich, dass 40 Prozent der männlichen Bevölkerung und 36 Prozent der weiblichen, nicht einmal selbst auf Anzeichen von Hautveränderungen achten. Dabei belegen die Ergebnisse der Studie, dass fast 50 Prozent der Männer und Frauen Down Unders daran glauben, einmal an Hautkrebs erkranken zu können.

 

Aufklärungs-Kampagnen

Die Gefährdungs-Situation sollte eigentlich jedem bewusst sein. Die südliche geographische Lage Australiens hat zur Folge, dass der Kontinent durch die Auswirkungen des Ozon-Lochs über der Südpolar-Region betroffen ist. Die verringerte Dichte der Ozon-Schicht bewirkt eine zunehmende Durchlässigkeit der Erd-Atmosphäre für die UV-Strahlung der Sonne. Die UV-Strahlung gilt als Haupt-Auslöser von Hautschädigungen und Hautkrebs. Der wirksamste Schutz vor der gefährlichen UV-Strahlung ist das Vermeiden der Mittags-Sonne, schützende Kleidung und Sonnenschutz in Form von Sonnencremes, -lotionen oder -sprays. Doch nach den Umfrage-Ergebnissen der Studie gaben über 3 Millionen Australier an, nur selten Sonnenschutz zu benutzen wenn sie sich während des Sommers im Freien aufhalten. Um die ca. 1.700 Todesfälle infolge von Hautkrebs in Australien zu vermindern, sollen demnächst neue Aufklärungs-Kampagnen gestartet werden.

 

Vorbeugungsmaßnahmen

Eines sollte jedem Tourist klar sein; die Sonnenstrahlung in Down Under ist aufgrund der hier extrem dünnen Ozonschicht deutlich intensiver als in Europa. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, auf stundenlange Sonnenbäder zu verzichten, schützende Kleidung, wie einen Sonnenhut, zu tragen und sich stets mit Sonnenmilch einzucremen. Da das Risiko an Hautkrebs in Australien zu erkranken überdurchschnittlich hoch ist, empfehlen Ärzte hierzulande, Sun-Bolcker aufzutragen, bevor man sein ausgiebiges Bad im Meer nimmt oder den Tag am Strand verbringt. Um dem Hautkrebs vorzubeugen, hat die australische Regierung damit reagiert, dass es im ganzen Land nur noch Sonnenmilch mit einem Schutzfaktor +30 gibt. Durch diese Maßnahme soll gewährleistet sein, dass man seine Gesundheit nicht leichtsinnig aufs Spiel setzt und erst gar nicht in die Versuchung kommt, eine schwächere Sonnenmilch zu erwerben. Andererseits trägt dies natürlich auch dazu bei, dass viele Sonnenanbeter gänzlich auf Sonnenmilch verzichten, um ihren Körper bestmöglich zu bräunen. Dennoch bleibt zu erwähnen, dass selbst mit dem Faktor +30 jeder eine gesunde Bräune erlangen wird und zudem noch sinnvoll die Haut schont. Da die so begehrte Bräune spätestens nach dem Urlaub in Kürze wieder verschwindet, sollte man sich doch ernsthaft überlegen, ob es tatsächlich wert ist, seine Gesundheit wegen Eitelkeit aufs Spiel zu setzen.

Fazit: Hautkrebs in Australien ist ein sehr ernst zu nehmendes Thema, trotzdem muss man keine Angst haben, die australische Sonne zu genießen, wenn man dies mit entsprechender Vernunft tut!

 

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