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Geschichte Western Australia: Entwicklung des Bundesstaates

Die Geschichte Western Australias ist natürlich noch nicht sehr alt. Schon seit sehr langer Zeit wissen jedoch die Ureinwohner des fünften Kontinents das Land und seine Besonderheiten zu schätzen. Bis heute steigt das Interesse am weitläufigen und teilweise von Wüstenlandschaften geprägten Bundesland, in dem ein erheblich großer Anteil an Aborigines lebt, immer weiter an. Die sogenannten Bradshaw-Malerein im Norden von Western Australia spiegeln beispielsweise die Geschichte und die Kultur der Ureinwohner wieder.

 

Frühe Geschichte

Vor etwa 40.000 bis 60.000 Jahren betraten die ersten Menschen den Boden des roten Kontinents. Zahlreiche Malereien und Felsgravuren in den Regionen Kimberley und Pilbara sind Zeuge dieser frühen Besiedlung. Auch wenn es keine Beweise hierfür gibt, sollen bereits um das Jahr 1500 portugiesische Seemänner vor den Ufern von Western Australia gewesen sein. Fest steht allerdings, dass der holländische Forscher Dirk Hartog als erster offizieller Europäer die Küste des Bundeslandes im Jahre 1616 bereiste. An der heutigen Dirk Hartog Island (Shark Bay) ging der Niederländer anscheinend sogar an Land. Im Laufe der Zeit folgten weitere holländische Entdecker und im 18. Jahrhundert besuchten auch die Briten sowie die Franzosen den westlichen Teil des roten Kontinents. Der Holländer Abel Tasman erstellte 1644 grobe Landkarten und William Dampier kartographierte im Anschluss den Rest des Staates. Aus dieser Zeit der Geschichte Western Australias stammen auch viele der heutigen Bezeichnungen von Nationalparks, Buchten, Inseln und Regionen.

1826 errichteten die Briten einen Militärposten beim heutigen Albany und 1829 wurde die Swan River Colony von Kapitän James Stirling gegründet, bei der es sich um die jetzige Hauptstadt namens Perth handelt. Zur Namensgebung der Region kam es 1832, bei der die Bezeichnung Western Australia endgültig festgelegt wurde. Viele der historischen Gebäude im Raum Perth und Fremantle wurden von den um die 1850er hierher gebrachten Gefangenen erbaut, die eine entscheidende Rolle für die Entwicklung der Hauptstadt und des gesamten Bundeslandes spielten. Nachdem man 1890 in den Goldfields Gold entdeckte, kam es in der Geschichte Western Australias zu einem Goldrausch und einem hieraus resultierenden raschen Bevölkerungszuwachs. Vor allem der Bau der Golden Pipeline, durch den Wasser von den Perth Hills bis nach Kalgoorlie und in andere Teile der Goldfields transportiert werden konnte, ermöglichte ein immer weiteres Ansteigen der Einwohnerzahl des größten Bundesstaates von Australien.

 

Neuere Geschichte

Am 1. Januar 1901 schloss sich Western Australia im Commonwealth of Australia mit den anderen Bundesländern Australiens zusammen und wurde somit zu einem eigenständigen Staat. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg war WA ein wichtiger strategischer Posten des roten Kontinents, was man auch heute noch an verschiedenen Denkmälern, in Museen und an der Geschichte mehrerer Städte sieht. Außerdem waren in der Vergangenheit besonders die Viehwirtschaft, die Perlenfischerei und der Walfang entscheidende Wirtschaftsfaktoren. Öl, Gas, Eisenerz und andere Rohstoffe werden sowohl im Norden als auch in Teilen des Golden Outbacks seit den 1970ern verstärkt abgebaut. Hieraus resultiert zudem der bis heute enorme Bevölkerungszuwachs. Zusammen mit dem ansteigenden Interesse verschiedener Australier, ihren Wohnsitz in WA zu errichten, ist Western Australia in puncto Einwohneranzahl mittlerweile eine der am schnellsten wachsenden Regionen von ganz Down Under.

 

Bildergalerie: Tolle Eindrücke aller Highlights

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