Flugreisen erfreuen sich an großer Beliebtheit, weshalb das Thema Flugsicherheit häufig diskutiert wird. Fliegen ist heutzutage eine günstige, komfortable und vor allem sehr sichere Reiseart. Dennoch müssen viele Fluggäste vor der Abreise ihre teilweise recht starken Ängste überwinden. Immerhin jedem dritten Deutschen machen diese zu schaffen, wie das Allensbach-Institut vor einigen Jahren herausgefunden hat. Das ist erstaunlich, denn Fliegen gehört zu den sichersten Arten des Reisens. Wie sicher fliegen tatsächlich ist und warum viele Ängste meist unbegründet sind beziehungsweise wie man ihnen begegnet, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Inhaltsverzeichnis

Wie sicher ist das Fliegen?

Zu den größten Sehnsuchtszielen der Deutschen gehört Australien. Dank bezahlbarer Angebote lässt sich dieser Traum inzwischen mit einem überschaubaren Budget erfüllen. Eine gar nicht so kleine Zahl an Reisenden hat bei der Buchung jedoch ein mulmiges Gefühl im Magen. Das Allensbach-Institut hat schon 2003 herausgefunden, dass 16 Prozent aller Deutschen Angst vor dem Fliegen haben. Weitere 22 Prozent empfinden beim Einstieg ins Flugzeug ein Unbehagen. Frauen sind übrigens häufiger von Flugangst betroffen als Männer. Jede zweite Frau empfindet einen Flug als unangenehm.

Das Flugzeug ist bezogen auf die Personenkilometer das sicherste Verkehrsmittel der Welt. Wissenschaftler haben errechnet, dass die Wahrscheinlichkeit eines Flugzeugabsturzes bei 0,0000004 Prozent liegt. Dieser Fakt tröstet viele Menschen mit Flugangst jedoch nicht. In Bezug auf die an Bord verbrachte Zeit sind der Bus und die Bahn dem Flugzeug überlegen. Die Unterschiede sind jedoch sehr gering. Deutlicher Verlierer in beiden Vergleichen ist der PKW. Hier entstehen mit Abstand die meisten Gefahrensituationen.

Tragik & Medien sorgen auf Aufmerksamkeit

Verkehrsunfälle passieren jeden einzelnen Tag, weshalb sie in den Nachrichten auch kaum erwähnt werden. Die Wahrscheinlichkeit, mit dem Auto zu verunglücken, liegt bei eins zu 15.000, beim Flugzeug sind es eins zu 25.000.000. Im Jahr 2018 fanden über 40 Millionen Flüge statt. Acht Flugzeuge davon verunglückten. Dass diese Unfälle ins mediale Interesse rücken, liegt an der Tragik. Die Bilder und die Schicksale bewegen die Menschen. Festzuhalten ist, dass diese Ereignisse sehr selten stattfinden und Fliegen folglich sehr sicher ist.

Für das Flugzeug spricht die ständige Weiterentwicklung der Sicherheitskonzepte. Bei keinem anderen Verkehrsmittel werden auch Beinaheunfälle so akribisch untersucht wie in der Luftfahrt. Dadurch ziehen die Experten Schlüsse, wie sie das Fliegen noch sicherer machen können. Dies führt dazu, dass trotz einer enorm gestiegenen Zahl der Flüge die Todesfälle deutlich gesunken sind. Seit den 1970ern hat sich die Zahl halbiert.

Turbulenzen: Wie gefährlich sind "Luftlöcher"

Turbulenzen können für die Passagiere gefährlich werden, nicht aber für das Flugzeug. Die Anschnallzeichen sollten beherzigt werden. Wenn das Flugzeug plötzlich zu vibrieren und schütteln beginnt, kann dies auch bei Menschen ohne Flugangst ein mulmiges Gefühl bewirken. Vibrierende Flügel und wackelnde Triebwerke sind für den Laien ein verstörendes Erlebnis. Die Piloten fürchten sich davor nicht. Flugzeuge sind so gebaut, dass sie diesen Gewalten trotzen können. Sie brechen deshalb auch nicht auseinander. Die Flügel sind biegsam wie eine Angelrute. Sie können zwischen vier und neun Meter schwingen. Übrigens, auch der Ausfall eines Triebwerks ist kein Problem, da Flugzeuge so gebaut sind, dass sie auch mit einem Triebwerk sicher starten, fliegen und landen können.

Turbulenzen entstehen auf verschiedene Art und Weise, etwa durch ein Gewitter. Dabei treffen warme und kalte Luftmassen aufeinander. Das Phänomen taucht ebenfalls auf, wenn sich ein anderes Flugzeug in der Nähe befindet oder die eigene Maschine in eine Wolke fliegt. Normalerweise werden die Turbulenzen von Passagieren schlimmer empfunden, als sie sind. Während es sich im Flieger wie ein Luftloch anfühlt, registrieren die Flugschreiber die Bewegung in den meisten Fällen kaum. Die wenigsten Auswirkungen spüren Passagiere in der Nähe der Tragflächen. Vorn und hinten wackelt es dagegen heftiger.

Ansteckungsgefahr: COVID-19, Erkältung & Co

Viren wie Covid-19 werden durch Aerosole übertragen. Die Ansteckungsgefahr nimmt ab, wenn ausreichend Abstand gehalten werden kann. Man könnte meinen, dass ein Flug diesbezüglich ziemlich ungesund ist. Es ist jedoch erwiesen, dass ein Flug kein Superspreaderevent ist. Grund ist das Lüftungssystem, das die Luft an jedem Sitzplatz absaugt, reinigt und saubere Luft wieder einspeist. Die Aerosole können sich also nicht im ganzen Flugzeug verteilen.

Wie sauber die Luft wird, hängt von den Filtern ab. Das ist sicherlich auch eine Kostenfrage. Wie hoch das Risiko einer Ansteckung wirklich ist, kann deshalb nicht seriös beantwortet werden. Der Mikrobiologe Professor Johannes Knobloch vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf sieht nur ein geringes Risiko. Die ansteckende Person müsste schon direkt vor, neben oder hinter einem sitzen, meint der Experte. Wer sich selbst schützen möchte, trägt eine Maske und sucht einen Platz mit einem möglichst geringen Kontakt zu anderen Menschen. Dieser ist normalerweise hinten am Fenster zu finden.

Flugangst: Wie kann ich dieser entgegenwirken?

Das Unbehagen, in ein Flugzeug einzusteigen, kennen nicht nur Touristen. Auch Menschen, die permanent auf Dienstreise sind, gehen mit einem mulmigen Gefühl an Bord. Dabei wissen viele Betroffene, dass ihre Angst irreal ist. Am meisten fürchten sie sich vor einem Absturz. Sie fühlen sich den Piloten ausgeliefert. Sie können sich nicht damit abfinden, die Verantwortung für ihr Leben eine Zeit lang an das Bordpersonal abzugeben. Auch die Sorge vor Turbulenzen lässt manche Menschen lieber auf einen Flug verzichten. Angst, ein Terroropfer zu werden, haben dagegen nur wenige.

So wirkt sich Flugangst aus

Während Frauen sich vor allem vor menschlichem Versagen fürchten, sehen die Männer in der Technik das größte Risiko. Flugangst wird zudem durch Höhen- oder Platzangst sowie durch schlechte Erfahrungen ausgelöst. Sie äußert sich durch verschiedene körperliche Symptome, etwa:

Die Flugangst äußert sich häufig schon vor dem Flug in einer inneren Unruhe und Schlafproblemen. Hinzu kommen starke Angstzustände. Im extremen Fällen entstehen Panikattacken, die das Problem noch verschärfen.

Nützliche Tipps & Techniken

Das Phänomen ist weitverbreitet. Deshalb liegt es den großen Airlines am Herzen, die Menschen von der Flugangst zu befreien. Dazu veranstalten sie Seminare, in denen die Teilnehmer ihre Ängste schildern. Dies baut die Bereitschaft auf, über die eigene Probleme zu reden. Die Fluggesellschaften bieten viele Informationen rund um die Flugsicherheit.

Andere Seminare zeigen Techniken, durch welche die Betroffenen die Aviophobie unter Kontrolle bekommen. Dazu gehört, den Stress vor der Reise auf ein Minimum zu reduzieren, etwa durch die rechtzeitige Buchung. Wer einen vollen Terminkalender hat, denkt in den Tagen vor dem Urlaub nicht an mögliche Gefahren beim Fliegen. Während des Fluges ist das Entertainmentprogramm eine gute Ablenkungshilfe. Ebenfalls ein guter Trick gegen die Aviophobie sind Entspannungsübungen wie tiefes Ein- und Ausatmen, Muskeltraining oder ein mentales Training. Auch das bewusste Trinken und Essen kann die Flugangst lindern.

Stress vor dem Flug meiden

Neben der Buchung von Flug und Hotel ist die Reservierung des Parkplatzes am Flughafen wichtig. Je einfacher und übersichtlicher die Buchung und das Parken sind, desto weniger Stress kommt auf. Es besteht die zeitsparende Möglichkeit, das Auto während der Reise sicher auf einem Flughafenparkplatz abzustellen. Achten Sie aber stets auf die Entfernung des Parkplatzes zum Flughafen. Ideal ist, wenn der Weg zum Terminal nur wenige hundert Meter beträgt, also leicht zu Fuß erreichbar ist. So sind Sie nicht auf Transferbusse angewiesen, die möglicherweise nur unregelmäßig fahren. Den Flieger zu verpassen, muss so jedenfalls niemand befürchten. Die Schlüssel behält der Autobesitzer, und das Parkhaus ist rund um die Uhr geöffnet.

Hinweis: Viele nützliche Informationen rund ums Fliegen, mit Themen wie Flugsicherheit, Turbulenzen, Flugangst etc., finden Sie auf dieser Webseite.

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