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Drogen Australien: Gesetze, Strafen & Konsumverhalten

Natürlich sind Drogen in Australien, genau wie in fast allen Ländern dieser Erde, verboten. Dies betrifft sowohl die Einfuhr als auch den Kauf, den Verkauf und den Besitz. Selbstverständlich ist auch auf dem 5. Kontinent zwischen Besitz, Konsum und Verkauf deutlich zu differenzieren. Während der Besitz von geringen Mengen an Betäubungsmitteln eine Ordnungswidrigkeit ist, stehen auf den Verkauf von illegalen Drogen schwere Strafen. Egal ob Marihuana, Ecstasy, Kokain, LSD, Amphitamine oder Opiate, wer beim Verkauf einer dieser Substanzen erwischt wird, der muss mit sehr hohen Geldstrafen und gegebenenfalls Gefängnis rechnen.

 

Gesetze, Konsumverhalten & Co

In Australien gibt es wie auch in Europa viele Konsumenten illegaler Substanzen. Gerade das so selbstzerstörerische Crystal-Meth erfreut sich an immer größer werdender Beliebtheit und trägt daher einen großen Teil zum Drogen-Problem im Land bei. Aber auch Ecstasy-Pillen sind in Down Under unter vielen Jugendlichen eine beliebte Partydroge. Der Marihuana-Konsum ist ebenfalls gestiegen, was allerdings die positive Konsequenz zur Folge hatte, dass weniger Alkohol getrunken wird. Ist eine Person in Besitz von Drogen, so muss die Justiz nachweisen, dass die Betäubungsmittel auch wirklich dem Verdächtigen gehören. Wird zum ersten Mal ein Vergehen mit geringeren Mengen festgestellt (Bsp: bis zu 50g Marihuana), so ist mit Strafen bis zu 3.000 AUD oder einem Jahr Gefängnis, gegebenenfalls sogar mit beidem, zu rechnen.

Bei harten Drogen steigt das Strafmaß erheblich an. Mit dem Verkauf von illegalen Substanzen sieht das schon ganz anders aus, da dies hierzulande ein sehr ernst zu nehmendes Verbrechen ist. Beim Dealen im größeren Stil können Strafen bis zu 25 Jahren Gefängnis und 300.000 AUD Geldstrafe anfallen, während der Handel im ganz großen Stil mit lebenslangen Freiheitsstrafen und Geldbußen bis zu 500.000 AUD geahndet werden kann. Egal ob Cannabis oder Amphetamine, die Australier verstehen mit Drogen im Straßenverkehr logischer Weise keinen Spaß. Die Folgen sind der Entzug der Fahrerlaubnis und hohe Geldstrafen bis hin zu Gefängnisstrafen.

 

Nimbin: Ein ganzes Dorf im Cannabis-Rausch

Nimbin ist das Ausnahmedorf des 5. Kontinents. Hier dreht sich alles um den Kauf, Verkauf und Konsum von Marihuana. Darüber hinaus ist auch der Handel mit halluzinogenen Pilzen und anderen berauschenden Pflanzen (Happy High Herbs) ebenfalls recht gängig. Weshalb sich dieses kleine Hippie-Dorf zu einer Cannabis-Hochburg entwickeln konnte, hat einen simplen Grund. 1972 kamen wegen des in Nimbin veranstalteten Aquarius Festivals unzählige Studenten und Hippies in den äußerst idyllisch gelegenen Ort.

Einigen von ihnen gefiel es so gut, dass sie direkt hier blieben und das Dorf zu einem Hippie-Mekka umgestalteten. Auch wenn es das Aquarius Festival als solches nicht mehr gibt, so treffen hier immer noch jedes Jahr am ersten Mai-Wochenende rund 20.000 Menschen zusammen, um das 1993 ins Leben gerufene Nimbin MardiGrass zu zelebrieren, welches zur Legalisierung von Cannabis aufruft. Im Mittelpunkt des berauschten Events stehen jede Menge Live-Musik, Doof Partys (Goa & psychedelischer Trance), verschiedene Lesungen sowie die legendäre Hanf-Olympiade, welche unter anderem Jointbau- und andere lustige Wettbewerbe beinhaltet.

Hinweis: Auch in Nimbin ist der Kauf und Verkauf von Marihuana verboten, obwohl hier fast jeder in irgendeiner Art davon zu leben scheint. Man könnte daher sagen, dass der geringfügige Erwerb sowie der Konsum von weichen Drogen in Nimbin teilweise toleriert werden, es dennoch manchmal zu Polizeikontrollen kommt.

 

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