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Buschbrände Australien: Klimawandel, Wassermangel & Co

Buschbrände in Australien sind wie auch Klimawandel und Wassermangel ein ökologisches Problem, das nicht zu unterschätzen ist. Die Phänomene Klimawandel, Wassermangel und Brandgefahr stehen dabei im unmittelbaren Zusammenhang. Der Klimawandel sorgt für steigende Temperaturen und die Vedunstungsrate steigt an. Hinzu kommen zurückgehende Niederschläge. Der Wasserspiegel von Seen und Flüssen sinkt; häufig bis zur Austrocknung. Die Folgen sind Wassermangel und Dürre. Neben der unmittelbaren Gefahr der Trinkwasserknappheit und den negativen Folgen für die Landwirtschaft (besonders die intensive Viehzucht verbraucht große Mengen an Wasser) besteht vor allem die Brandgefahr der Buschbrände in Australien. Sie werden durch ausgetrocknete Böden und Pflanzen begünstigt und durch heiße Winde angefacht.

 

Down Under & der Klimawandel

Wenn man von Klimawandel spricht, ist meist die globale Erwärmung damit gemeint, deren Folgen in Down Under bereits heute deutlich sichtbar sind. Als Klimawandel oder globale Erwärmung bezeichnet man den Anstieg der Durchschnittstemperatur der nahen Erd-Atmosphäre und der Ozeane. Dabei bezieht man sich auf die vergangenen, die heutigen und die vermuteten, zukünftigen Temperatur-Werte. Verantwortlich für den Klimawandel ist nach wissenschaftlichen Erkenntnissen, die Verstärkung des natürlichen Treibhauseffekts durch menschlichen Einfluss. Dieser äußert sich im Verbrennen von fossilen Brennstoffen, Abholzung, sowie intensiver Land- und Viehwirtschaft. Hierdurch werden die Treibhausgase Kohlendioxid (CO²) und Methan in die Atmosphäre freigesetzt und verringern die Wärme-Abstrahlung ins All. Mit 80 Prozent Energiegewinnung aus Kohle, Abholzung der natürlichen Vegetation und intensiver Viehwirtschaft, trägt Down Under seinen Teil zum Klimawandel bei. Die schon heute sichtbaren Folgen sind schwerwiegender Wassermangel und verheerende Buschbrände.

 

Gefahr der Buschbrände

Mit Ausnahme der Regenwälder kommen Buschbrände in Australien fast überall vor. Anders als erwartet entstehen sie am häufigsten im relativ humiden Südosten und weniger häufig im ariden Zentral-Australien. Die Gründe hierfür sind die unregelmäßigen Niederschläge sowie die öfters auftretenden Dürren im Südosten. Hier kommt es ca. alle 3 - 10 Jahre, im Südwesten alle 10 – 20 Jahre und im Rest des Landes ca. alle 20 Jahre zu größen Bränden. Zwischen 4 und 10 Prozent der Landesfläche werden hierdurch jedes Jahr zerstört. Experten gehen davon aus, dass sich das Auftreten von Buschbränden durch den Klimawandel verstärken wird. Neben Selbstentzündung (z.B. Blitzschlag) werden sie auch durch die Unachtsamkeit des Menschen ausgelöst. In vielen Teilen des Landes ist offenes Feuer in der Natur strengstens verboten. Verstöße werden mit empfindlichen Strafen geahndet.

 

Problem des Wassermangels

Wassermangel stellt ein akutes Problem für den roten Kontinent dar. Vor allem Süd- und Zentralaustralien sind davon betroffen, aber auch in den übrigen Teilen des Landes herrscht Wassermangel. Neben der Trinkwasser-Versorgung der Menschen muss auch die Landwirtschaft mit Wasser versorgt werden. Besonders die intensive Viehhaltung benötigt große Wassermengen. Überall in Down Under finden sich Schilder, die auf Wassermangel hinweisen. Gesetze und Verbote, die erlassen wurden um Wasser zu sparen (u.a. ist es verboten den Pool beliebig oft nachzufüllen und das Auto zu Hause zu waschen), haben die Situation nicht wesentlich verbessern können. Die australische Regierung will das Problem des Wassermangels mit Meerwasser-Entsalzungsanlagen in den Griff bekommen. Umweltschützer kritisieren, dass die Entsalzungsanlagen mit Kohle-Strom betrieben werden, was den Klimawandel fördert, der wiederum zu Wassermangel führt.

 

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