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Arnhem Land: Oenpelli, Coburg Peninsula & Gove Peninsula

Das Arnhem Land befindet sich in der Mitte der australischen Nordküste in der Umgebung von Darwin (Northern Territory) und grenzt direkt an den bekannten Kakadu National Park an. Der nördliche Teil des Arnhem Land wird von der Arafura Sea umgeben, während der Gulf of Carpentaria den Osten umschließt. Das Arnhem Land ist für seine unberührten Küstenabschnitte, verlassene Inseln, wilde Natur, weite Sumpflandschaften, authentische Aborigine-Kunst, eine traditionelle indigene Lebensweise, abgelegene Siedlungen sowie für ausgezeichnete Angel-Spots landesweit bekannt.

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Wissenswertes über das Arnhem Land

Mit gerade einmal knapp 20.000 Einwohnern und einer Fläche von über 95.000 km² ist das Arnhem Land eine sehr isolierte Region im tropischen Norden des 5. Kontinents, die nur von wenigen Besuchern ausgiebig erkundet wird. 1931 wurde das Arnhem Land zum Aboriginal Reserve ernannt und stellt somit das größte indigen verwaltete Gebiet Australiens dar. Um die Traditionen, Bräuche und heiligen Stätte der überwiegend vertretenen Yolngu Aborigines zu schützen, benötigen Touristen zum Durchqueren des Arnhem Land eine spezielle Genehmigung („Permit“). Bestimmte Regionen sind für Weiße überhaupt nicht zugänglich. Hält man sich nicht an die hier geltenden Regeln, wie beispielsweise das Fernhalten von heiligen Stätten oder den Erwerb einer Genehmigung, so drohen hohe Geldstrafen (bis zu 20.000 Dollar).

Die Permit muss beim Northern Land Council (Flinders Street, Jabiru) beantragt werden, der zudem Auskünfte über passende Unterkünfte erteilt. Je nach Genehmigungsausstellung sollten mindestens 10 Tage eingeplant werden. Wer sich dazu entscheidet, den abenteuerlichen Teil Nordaustraliens zu erforschen, sollte dies in der Trockenzeit (April - September) tun, da ansonsten viele Straßen nicht passierbar sind. Einige Besucher nehmen an einer Tour teil, da die Organisatoren sich sowohl um die verschiedenen Genehmigungen als auch um die nicht sehr zahlreichen Unterkünfte kümmern. Die gut 500km von Darwin entfernte Region wurde übrigens nach dem holländischen Schiff Arnhem benannt, mit dem Entdecker Mattew Flinders 1623 die Küste erkundete.

Auch das Thema Aborigine-Kunst spielt im Arnhem Land eine große Rolle. So sind die charakteristischen „Bark Paintings“ (Gemälde auf Baumrinde) der Yirrkala Community bei Nhulunbuy international bekannt. Aber auch das weltweit beliebte Blasinstrument Didgeridoo stammt aus dieser Region. Ferner spielt die Felsmalerei in der Region eine wichtige Rolle. Bestens erhaltene Malereien sind auch heute noch an dem sich zur Grenze des Arnhem Land befindenden Ubirr Rock (Kakadu National Park) sowie am Injalak Hill (Oenpelli) zu bestaunen. Interessant hierbei sind auch die von den Ureinwohnern festgehaltenen modernen Einflüsse der weißen Siedler, die in Form von Gewehren, Flugzeugen und Schiffen an den Felswänden wiederzuerkennen sind.

 

Unternehmungen & Sehenswürdigkeiten

Oenpelli (Gunbalanya) hat circa 900 Einwohner und befindet sich 13km entfernt vom Border Store im Kakadu National Park. Um dort hin zu gelangen und die Reise ins Arnhem Land zu beginnen, muss man bei Ebbe den East Alligator River am Cahill's Crossing überqueren. Das in Oenpelli gelegene Injalak Arts & Craft Centre verkauft verschiedene Aborigine-Kunstwerke, die oftmals direkt vor Ort angefertigt werden. Von hier aus ist es dann auch nicht mehr weit bis zu den ersten Felsmalereien. Der hinter dem Kulturcenter gelegene Injalak Hill sowie weitere Felskunststätten können in einer Gruppenführung ausgiebig besichtigt werden. Die Permit für Injalak wird in der Regel direkt vom Northern Land Council ausgestellt.

Ein weiteres Highlight im Arnhem Land ist die für seine weißen Strände, das türkisfarbene Meer sowie die perfekten Angelbedingungen bekannte Coburg Peninsula mit dem Garig Gunak Barlu National Park. Viele Besucher nehmen hier an Angeltouren teil oder chartern ein Boot, um einen Red Emperor, Barramundi, Mangrove Jack, Giant Trevally, Cobia, Coral Trout, Queenfish oder eine Spanish Mackerel zu angeln. Vom Schwimmen im Meer wird jedoch abgeraten, da hier immer wieder Salzwasserkrokodile gesichtet werden. Die abgelegene Gegend im Nord-Westen des Arnhem Land ist mit einem 4WD von Jabiru im Kakadu National Park (ca. 300km) oder via 30-minütigen Charterflug von Darwin zu erreichen.

Während der Regenzeit (Oktober – März) sind die Straßen nicht passierbar und man kann die Coburg Peninsula nur mit einem Boot oder Flugzeug ansteuern. Der Weg vom East Alligator River bis nach Black Point beträgt ungefähr 270km. Die Ranger Station bei Black Point informiert Touristen über die Gegend und verkauft zudem ein paar nützliche Dinge für den Alltag. Im Garig Gunak Barlu National Park gibt es zwei kostenpflichtige Campingplätze, die mit Duschen, Toiletten und Feuerstellen ausgestattet sind. Besucher, die lieber in einem Zimmer schlafen, können auch in ein Resort einbuchen. Um die Coburg Peninsula bzw. den Garig Gunak Barlu National Park zu besuchen, benötigt man zwei Genehmigungen: 1. Die im Northern Land Council ausgestellte Permit zum Passieren des Aborigine-Landes 2. Die von Parks & Wildlife Commission erteilte Genehmigung zum Übernachten im Nationalpark.

Die Gove Peninsula befindet sich im isolierten Nord-Westen des Arnhem Land. Die größte Siedlung der Region ist Nhulunbuy (ca. 4.000), in der Anfang der 1960ern eine Bauxite Mine zum Abbau des begehrten Aluminium-Erzes sowie ein Tiefseehafen errichtet wurde. Des Weiteren kann man in Nhulunbuy der Nambara Arts & Craft Aboriginal Gallery (Melville Bay Road) einen Besuch abstatten oder das interessante Buku Larrnggay Mulka Art Centre & Museum im nahegelegenen Yirrkala (ca. 20km) besichtigen. Um in den Osten des Arnhem Land zu gelangen, nimmt man in der Trockenzeit die vom Stuart Highway abgehende Central Arnhem Road (52km südlich von Katherine) und folgt der nicht asphaltierten Straße für 722km. Die beim Northern Land Council einzuholende Genehmigung für die Central Arnhem Road ist übrigens nur 24 Stunden gültig, weshalb man für die fahrt keinesfalls mehr Zeit als einen Tag einplanen sollte. Die Dhimurru Aboriginal Corporation hingegen erteilt Permits für diverse Erholungsgebiete im östlichen Arnhem Land. Wer den deutlich schnelleren Luftweg bevorzugt, kann von Darwin und Cairns mit Qantas oder von Darwin mit Airnorth täglich nach Gove fliegen. Von Gove werden dann Shuttle-Busse nach Nhulunbuy zur Verfügung gestellt. Weitere sehenswerte Orte auf der Gove Peninsula sind Baringura (Little Bondi) mit der Daliwoi Bay, dem Turtle Beach & dem Macassan Beach, Gayngaru mit seinem großen Sumpfgebiet, Cape Arnhem mit seinen endlosen weißen Sandstränden sowie die von Gove Harbour erreichbaren Inselgruppen Wessel Islands, Bromby Islets, English Company Islands & Elizabeth Bay.

 

Highlights & Empfehlungen der Redaktion

  • Aboriginal Kunst, Felsmalereien & Aligator River in Oenpelli
  • Weiße Strände & türkisfarbenes Wasser auf der Coburg Peninsula
  • Nützliche Infos in der Ranger Station bei Black Point
  • Größte Siedlung der Region Nhulunbuy
  • Daliwoi Bay, Turtle Beach & Macassan Beach bei Baringura
  • Endlose weiße Sandstrände am Cape Arnhem
 

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Hilfreiche Informationen

 

An- & Weiterreise

Ins Arnhem Land gelangt man sowohl auf dem Landweg vom Kakadu National Park/ dem Stuart Highway aus (südlich von Katherine) sowie per Flugzeug von Cairns und Darwin. Wie man genau zu welcher Destination kommt, erfährt man unter den relevanten Abschnitten der entsprechenden Orte/ Regionen.

 

Touristeninformation

Die nächsten Touristeninformationen sind das Katherine Visitor Information Centre (Stuart Highway), das Darwin Visitor Information Centre (Ecke Smith Street/ Bennett Street) sowie das Bowali Visitor Information Centre (Kakadu Hwy, Jabiru im Kakadu National Park).

 

Weitere Infos

Es empfiehlt sich, einige Vorräte in Darwin oder Katherine aufzustocken, da hier die einzigen Möglichkeiten existieren, umfassend und günstig zu einzukaufen. Aber auch Tankstellen sind im Arnhem Land nicht gerade der Regelfall. Lediglich am Mainoru Store, am Gulin Gulin Store in Bulman sowie in Nhulunbuy kann man seinen Tank an der 722km langen Central Arnhem Road auffüllen. Auf der Straße vom Kakadu National Park zur Coburg Peninsula gibt es keine Tankstellen. Daher ist es ratsam, in Jabiru nochmals zu tanken. Wichtig: Über die strengen Restriktionen bezüglich der Alkohol-Einfuhr ins Arnhem Land kann man sich sowohl bei der Dhimurru Aboriginal Corporation als auch beim Northern Land Council erkundigen. Hält man sich nicht an die ernst zu nehmenden Vorschriften, können hohe Strafen anfallen.

 

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