Wein Australien: Qualität, Rebsorten, Anbaugebiete & Co
Wein aus Australien wird weltweit immer populärer, was sicherlich daran liegt, dass die Australier es wirklich verstehen, das Bestmögliche aus den ihnen gegebenen Anbaunedingungen rauszuholen. Sicherlich ist Australien nicht die erste Adresse, wenn man an die weltweit bekanntesten Weingüter denkt. Allerdings muss fairer Weise gesagt werden, dass einige australische Weine problemlos in der hohen Liga internationaler Erzeugnisse mithalten können. Und auch wenn das australische Durchschnittsprodukt nicht sonderlich aus der Masse hervorsticht, so hat es doch eine sehr konstante Qualität vorzuweisen, und das sogar zu recht erschwinglichen Preisen.
Anbaugebiete & Rebsoten
Die größten Anbaugebiete befinden sich in Victoria, New South Wales, South Australia (Südosten) und Western Australia (Süd-Westen), da hier das Klima nicht so heiß und trocken ist, wie in den restlichen Gebieten Australiens. Die wohl bekanntesten Anbaugebiete Down Unders sind zweifelsohne die Margaret River Wine Region, das Barossa Valley, McLaren Vale, Claire Valley sowie das bei Perth gelegene Swan Valley. Obwohl die australischen Weingesetze nicht so strikt sind wie die in Europa, so legen die Winzer hierzulande doch sehr großen Wert auf Qualität. Anders als in Italien gibt es in Australien keine Herkunftsbezeichnungen, die die Qualität definieren. Anbaugebiet und Qualität sind folglich unabhängig voneinander zu betrachten. Die mitunter bekanntesten Weine Australiens stammen aus den auch international bekannten Winzerbetrieben von Penfolds, Lindeman’s, Wolf Blass oder Kaesler Wines.
Da ursprünglich keine Weinreben auf dem 5. Kontinent wuchsen, musste die noble Pflanze von den Europäern eingeführt werden. Heutzutage sind Shiraz, Cabernet Sauvignon, Merlot und Pinot Noir die verbreitetsten roten Rebsorten, während Chardonnay, Semillon, Riesling und Sauvignon Blanc den Markt der weißen Reben dominieren. Anders als in Europa sind „Wine-Blends“, also Verschnitte, sehr beliebt (hauptsächlich „blends“ aus Cabernet Sauvignon, Shiraz und Merlot) und schmecken tatsächlich gar nicht mal so schlecht.
Tipps & Fazit
Tipps:
- Es gibt viele Anbaugebiete, in denen die Straßen von einem Winzerbetrieb zum nächsten führen und man hier herzlich zu einer Weinprobe eingeladen ist.
- Tolle Weinstrecken befinden sich vor allem im Süd-Westen Western Australias.
- Interessiert man sich für die australischen Erzeugnisse, so kann man unter winecompanion zuverlässige Bewertungen des bekannten Weinkenners James Halliday nachlesen.
- Der sogenannte “Wine-Cask” oder auch “Goon” (luftdichte Behälter mit integriertem Zapfhahn) ist gar nicht so schlecht, wie oftmals fälschlicher Weise angenommen wird, da auch hierbei große Unterschiede zu verzeichnen sind. Einige Mittelklasse-Weine gibt es sowohl in der Flasche als auch im Cask, wobei der Literpreis bei der 2. Variante trotz des gleichen Inhalts oftmals nur halb so hoch ist.
- Weitere sehr günstige Erzeugnisse sind die sogenannten “unlabeled Wines”. Hierbei wird kein Cent in die Optik des Produkts, sondern nur in den Inhalt der Flasche gesteckt.
Fazit: Der Wein in Australien hat es berechtigter Weise in kurzer Zeit geschafft, sich als konstantes und weltweit etabliertes Qualitätsgut zu behaupten. Da er ein äußerst gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweist, steigt sein Export sowie sein weltweiter Beliebtheitsgrad stetig an.















