

Opal
Der eine Kristallstruktur besitzende Opal (lat. opalus: „wertvoller Stein“) ist der wohl bekannteste Edelstein Australiens und erfreut sich weltweit an großer Popularität. Nicht nur sein markantes Aussehen, sondern auch seine charakteristischen Eigenschaften sowie seine aufwendige Entstehung machen ihn zu etwas ganz Besonderem. Das Vorkommen von Opalen, die mit den Edelsteinkriterien “Seltenheit, Härte und Transparenz” übereinstimmen, ist sehr selten, weshalb sie auch einen hohen Wert aufweisen. Auch wenn Opale teilweise in Mexiko, Tschechien und Polen gefunden werden können, ist der 5. Kontinent doch der Ort, an dem weltweit mit Abstand die meisten der kostbaren Edelsteine gefunden werden. Unglaubliche 96 Prozent der Steine stammen aus Down Under! Das im Herzen des Outback von South Australia gelegene Coober Pedy spielt beim Abbau des begehrten Mineralsteins sicherlich die entscheidendste Rolle. Als sogenannte „Opal-Hauptstadt der Welt“ kann die isolierte Ortschaft von sich behaupten, circa 75 Prozent aller weißen Opale weltweit unter die Menschen zu bringen.
Bei den richtigen Verhältnissen von Wasser und Druck entstehen Opale in vulkanischen Gesteinsschichten. Des Weiteren sind bestimmte Gase sowie große Mengen an Mineralien am Entstehungsprozess der Edelsteine beteiligt. Je nach Bedingungen entwickeln sich verschiedene Opale, die grob in zwei Hauptarten gegliedert werden: 1. der häufiger auftretende gemeine Opal, 2. der seltene und kostbare Edelopal.
Gemeine Opale, wie der Glasopal (Hyalit) oder Wasseropal (Hydrophan), sind recht gläsern, durchsichtig und oftmals milchig. Da hier kein ausgeprägtes Farbenspiel zu verzeichnen ist, sind sie für die Schmuckindustrie von keiner großen Bedeutung und folglich auch relativ wertlos. Weitere Edelsteine dieses Typus sind der Holzopal (gelb-bräunlich), Honigopal (gelblich), Achatopal (rot-bräunlich), Kascholong (perlmuttfarben), Praopal (grünlich) und der Wachsopal (wachsfarben).
Edelopale sind farbprächtige Steine, deren Qualitätsmerkmale denen eines Edelsteins entsprechen. Hierzu gehören die Untergruppen der Weißen und Schwarzen Opale, deren Grundsubstanz den gesamten Edelstein stark charakterisiert. Aber auch der orange-rötliche Feueropal, der blau-graue Jellyopal, der farblose Crystalopal mit Rotstich sowie der mondsteinähnliche Girasol werden teilweise zu den Edelopalen gezählt.
Der zu Schmuckstein verarbeitete Edelstein mit der chemischen Formel SiO2•nH2O charakterisiert sich durch seine unregelmäßige, funkelnde Farbstruktur, die sich durch das Gestein zieht. Bei seiner Verarbeitung erhält er einen ründlich-ovalen Schliff, wie es für alle Cabochone üblich ist. Lediglich der wertvolle Feueropal erhält einen Facettenschliff, so dass die hierdurch optimierte Lichtreflexion und die damit einhergehende Lichtbrechung das Farbenspiel richtig zur Geltung bringen. Der teuerste aller Opale ist in der Regel der sehr seltene Schwarzopal. Aufgrund seines hohen Wertes wird er mit Hilfe eines besonderen Verfahrens (Triplette) weiter verarbeitet. Bei dieser speziellen Art von Imitation versucht man aus möglichst wenig Originalstein, einen bestmöglichen Effekt zu erzielen. Dies wird damit bewirkt, indem der echte Schwarzopal oftmals mit Glas, Quarz oder anderen herkömmlichen Materialien versehen wird. Der Untergrund der bekannten Opal-Tripletten besteht aus einem Trägerblatt, dem Edelstein selbst und einer schützenden Kristalloberschicht.
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Tolles Stein Opal, arbeite auch damit. Einer der schönsten Steiner auf der ganzen Welt! Sehr gut geeignet für Schmuck.
Danke für diesen lehrreichen Bericht. Welche Verwendung hatten die alten Scharmanen für die Opale ?