
Giftige Tiere in Australien sind über den gesamten Kontinent weit verbreitet. Unter ihnen sind giftige Schlangen, Spinnen, Skorpione, Ameisen, Quallen, Schnecken und Fische. Manchen sieht man ihre Giftigkeit an, die meisten sind aber sehr unauffällig. Grund zur Panik besteht jedoch nicht. Wenn man sich an die Warnhinweise und Warnschilder hält und einige Sicherheitsvorkehrungen trifft, ist die Gefahr nicht besonders hoch, Opfer von giftigen Tieren zu werden. Dennoch ist es stets ratsam, etwas aufzupassen und die Augen gerade in der Natur offen zu halten.
Zu den gefürchtetsten giftigen Tieren in Australien gehören die Gift-Schlangen. Folgende Schlangen kommen in Australien vor (nach ihrer Giftigkeit geordnet): Inland Taipan, King Brown Snake, östlicher Taipan, Eastern Tiger Snake, Tiger Snake, Black Tiger Snake, Death Adder, Western Brown Snake. Von den etwa 30 giftigen Spinnen-Arten sind 2 Spinnen für den Menschen besonders gefährlich. Die Sydney Trichternetzspinne (funnelweb spider) und die Rotrückenspinne (redback spider). Ebenfalls gefährlich sind der Biss der Riesenameise mit ihren bis zu 4 cm langen Kiefern und Bisse von Zecken.
Besonders unscheinbar aber sehr gefährlich sind die giftigen Quallen. Als das giftigste Meerestier der Welt gilt die Seewespe (Box Jellyfish), die zur Ordnung der Würfelquallen gehört. Die ca. 30 cm große Qualle zieht 3 m lange Tentakel hinter sich her. Ebenfalls gefährlich ist die Irukandji Qualle (Irukandji Jellyfish). Die maximal 2 cm große Qualle zieht 4 bis zu 75 cm lange Tentakel hinter sich her und ist fast unsichtbar im Wasser. Es gibt ca. 30 Seeschlangen-Arten in Australien. Ihr Gift zählt zu den gefährlichsten und tödlichsten Schlangengiften. Weitere giftige Meeresbewohner sind der perfekt getarnte Steinfisch, der Blauring Krake (Blue Ring Octopus), die Portugiesische Galeere (Bluebottels) und die Kegelschnecke.
Warnhinweise und Badeverbotsschilder sind nicht zur Dekoration aufgestellt und sollten unbedingt befolgt werden. Einzelne Strände sind zum Teil mit Quallen-Schutznetzen gesichert. Es gibt auch Schutzkleidung gegen Quallenstiche. Nach Kontakt mit Quallen so schnell wie möglich die betroffenen Hautstellen mit Essig übergießen, um die Nesselzellen zu deaktivieren und sich in medizinische Behandlung begeben. Der beste Schutz vor Schlangen- und Spinnenbissen ist feste Kleidung zu tragen und geräuschvoll aufzutreten. Des Weiteren sollte man keinesfalls in mögliche Verstecke wie Holzstapel, hohle Äste, Gras oder Laub greifen, ohne sich vorher verwissert zu haben, dass hierbei keine Gefahr besteht.
Kommt es doch zu einem Biss, dann ist es von Vorteil, sich das Aussehen des Tieres bestmöglich einprägen, einen Druckverband oberhalb der Bissstelle anzulegen und sich so schnell es geht in medizinische Behandlung zu begeben. Es sollte nicht versucht werden das Gift abzusaugen. Ärztliche Behandlung ist generell bei allen Vergiftungen Pflicht. Je schneller desto besser, denn Zeit ist der entscheidende Faktor und bei richtiger Behandlung sowie gegebenenfalls rechtzeitiger Verabreichung von passendem Gegengift, können schlimmere Folgen vermieden werden.
Ähnliche Beiträge: