
Gefährliche Tiere in Australien sind keine Seltenheit und über den ganzen Kontinent verbreitet. Die gefürchtetsten Tiere sind wohl Australiens Krokodile und Haie. Eine nicht geringere Gefahr geht aber auch von den oft kleinen und unscheinbaren giftigen Tieren wie Schlangen, Spinnen, Skorpionen, Quallen, Fischen und Schnecken aus. Trotz einiger Angst einflößender Berichte in den Medien besteht aber kein Grund zur Panik. Todesfälle sind sehr selten. Bei richtigem Verhalten sowie dem Befolgen von Sicherheitsvorkehrungen und Warnhinweisen ist die Gefahr relativ gering, durch giftige und gefährliche Tiere in Australien zu Schaden zu kommen.
Von den Krokodil-Arten ist vor allem das Salzwasserkrokodil (auch als Leistenkrokodil oder kurz Saltie bezeichnet) für den Menschen gefährlich. Ausgewachsene Tiere können eine Länge bis zu 8 Metern erreichen. Das Salzwasserkrokodil liebt das brackige Wasser von Küstengewässern, Sümpfen und Flussmündungen. Im trüben Wasser ist es perfekt getarnt und kaum zu erkennen. Beim Angriff packt es sein Opfer und versucht es mit einer starken, andauernden Rotationsbewegung unter Wasser zu ziehen. Neben dem Blutverlust von verletzten oder abgetrennten Körperteilen, besteht auch die Gefahr zu ertrinken. Das kleinere, bis zu 3 Meter lange Süßwasserkrokodil (oder Freshie) gilt für den Menschen als eher ungefährlich. Es ist scheu und zieht sich vor Menschen zurück, es sei denn man treibt es in die Enge, nähert sich seinem Gelege oder Nachwuchs.
Zu den gefährlichen Haien zählen vor allem Tigerhai (tiger shark), Weißer Hai (great white shark), Bullenhai (bull shark), Großer Hammerhai (great hammerhead shark) und verschiedene Riffhaie. Haie sind durch die reißerische Darstellung in den Medien zu Unrecht als Killer verschrieen. Angriffe erfolgen meist nur durch Provokation und Verwechslungen. Neben Haien und Krokodilen können auch noch eine Reihe von anderen Tierarten für den Menschen gefährlich werden. Dies wird jedoch nur durch menschliches Fehlverhalten ausgelöst. Nähert man sich Tieren zu dicht, versucht sie zu berühren, treibt sie in die Enge, versperrt ihnen Fluchtwege und kommt in die Nähe ihrer Gelege oder ihres Nachwuchses, können selbst Dingo und Kasuar angreifen und Verletzungen hervorrufen.
Giftige, gefährliche Tiere in Australien kommen an Land und im Wasser vor. Zu den giftigen Landbewohnern gehören die Giftschlangen. Inland Taipan, King Brown Snake, Östlicher Taipan, Eastern Tiger Snake, Tiger Snake, Black Tiger Snake, Death Adder sowie die Western Brown Snake zählen zu den giftigsten Schlangen der Welt. Sydney-Trichternetzspinne (funnelweb spider) und Rotrückenspinne (redback spider) sind die beiden gefährlichsten Spinnen der etwa 30 giftigen Spinnenarten Down Unders. Ebenfalls gefährlich sind die Bisse von Riesenameise und Zecke. Zu den giftigsten Meeresbewohnern gehören die Quallen. Die den Würfelquallen zugeordnete Seewespe (box jellyfish) und die winzige, im Wasser fast unsichtbare Irukandji Qualle (irukandji jellyfish) ziehen lange, mit Nesselzellen besetzte Tentakel hinter sich her. Die 30 australischen Seeschlangen-Arten haben ein enorm starkes, potentiell tödliches Gift. Ebenfalls nicht zu unterschätzen sind die Portugiesische Galeere, der Blauring-Krake, der Steinfisch und die Kegelschnecke.
Vorbeugung ist der beste Schutz. Warnhinweise und Warnschilder sind auf jeden Fall zu befolgen. Schwimmen gehen sollte man nur an den dazu ausgewiesenen Stellen, da dort meist Schutznetze gegen Quallen und Haie angebracht sind. Man sollte nie in trübes Wasser gehen und stets vorsichtig an Flussufern und in Sumpfgebieten sein. Vor giftigen Landbewohnern schützten am besten feste Kleidung und Schuhe sowie geräuschvolles Auftreten. Holzstapel, hohle Äste, Laub oder Gras sind potentielle Verstecke von vielen giftigen Tieren in Australien. Daher ist es ratsam, nicht unüberlegt in eventuelle Nester hineinzugreifen. Des Weiteren ist es ratsam, Tiere niemals in die Enge zu treiben.
Wenn doch etwas passiert ist, sollte man sich so schnell wie möglich in medizinische Behandlung begeben. Als Erste-Hilfe-Maßnahme bei blutenden Wunden gilt, die Blutung durch Abdrücken der Wunde oder das Anlegen eines Druckverbands zu stoppen. Druckverbände werden auch bei Giftbissen oberhalb der Bissstelle angelegt. Das Gift darf auf keinen Fall abgesaugt werden. Nach Möglichkeit sollte man sich das Aussehen des Tieres gut einprägen. Die beste Erste-Hilfe-Maßnahme bei Verletzungen durch Quallen ist das Übergießen der betroffenen Stellen mit Essig.
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Hallo,
ich habe in Australien, in Brisbane, am Strand und auf den Strandwegen öfter kleine dreieckige “Etwas” gesehen, die leuchtend himmelblau waren. Ca. 6 – 8 cm groß.
Ich wollte sie aufheben und genau anschauen, aber die Einheimischen schrien vor Schreck und beschworen mich, diese Dinger nicht anzufassen. Sie seien giftig.
Sie sagten mir aber nicht, worum es sich handelte.
Können Sie mir diese Frage beantworten? Vielen Dank!!
Beste Grüße
Sonja
Hallo Sonja,
das ist ja eine sehr interessante Beschreibung
. Es könnte ein Bluebottle Jellyfish gewesen sein. Das sind blaue, giftige Quallen mit eier dreieckigen Form, die es in unterschiedlichen Größen gibt. Diese sogenannte “Portugiesische Galeere” ist an der Ostküste Australiens recht weit verbreitet. Auf dem obersten Bild im Artikel “Giftige Tiere Australien: Schlangen Spinnen & Co” (siehe erster Link unter “Ähnliche Beiträge”) sieht man übrigens einen Bluebottle Jellyfish.
Ansonsten habe ich ehrlich gesagt keine Ahnung, was es noch gewesen sein könnte, bin nun aber auch sehr daran interessiert, es zu erfahren. Falls das “dreieckige Etwas” doch noch identifiziert werden sollte, würde ich mich sehr über die Antwort des Rätsels freuen
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Viele Grüße
Mirko