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Fraser Island: Lake McKenzie, Kingfisher Bay & Co

Bei Fraser Island handelt es sich um die größte Sandinsel der Welt, die zum UNESCO Kulturerbe und zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Australiens gehört. Sie ist Teil des Great Sandy National Park und befindet sich an der Fraser Coast in der Region Subtropical Coast von Queensland. Wild lebende Dingos, kristallklare Seen, lange Strände, hohe Dünen, auf Sandboden wachsende Regenwälder und bunte Sandsteinformationen stellen die Highlights des Naturparadieses dar. Darüber hinaus sind herausfordernde Fahrten mit dem Geländewagen und ausgiebige Campingausflüge extrem beliebte Aktivitäten. Der jährlichen Besucherzahl von fast einer halben Million steht die geringe Bevölkerung von knapp 400 Personen gegenüber. Dank des ausgewogenen subtropischen Klimas kann man zudem das gesamte Jahr über anreisen. Von November bis April (Sommer/ Herbst) sind die Temperaturen sehr warm und es fällt häufiger Regen. In den Monaten von Mai bis Oktober (Winter/ Frühling) herrschen milde Tages- und kühle Nachttemperaturen vor.

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Geschichte von Fraser Island

Seit mindestens 5.000 Jahren wird Fraser Island bewohnt. Die Butchulla People nannten sie K’Gari, was übersetzt in etwa Paradies bedeutet. Zwischen 1400 und 1700 sollen mehrere Seefahrer aus Europa an der Insel vorbei gesegelt sein, wobei erst Kapitän James Cook im Mai 1770 eine offizielle Sichtung verzeichnete. Matthew Flinders kam 1799 an ihr vorbei und ankerte 1802 am Sandy Cape, wo er Kontakt mit den Ureinwohnern aufnahm. Ihren heutigen Namen verdankt sie jedoch Eliza Fraser, die das Schiffsunglück der Stirling Castle im Jahr 1826 überlebte und bei den Ureinwohnern von Fraser Island Hilfe fand. Nach ihrer Rückkehr in England erzählte sie immer wieder wechselnde Varianten der dramatischen Geschichte, die bis heute teilweise noch unklar ist. 1842 trafen die ersten weißen Siedler zum Betrieben von Landwirtschaft ein, wodurch die Aborigines langsam verdrängt wurde. Die letzten Butchulla People siedelte man 1904 in Missionen auf dem Festland um. Schließlich begann 1863 die Rodung der Wälder, welche 1991 ihr Ende fand. Das qualitativ hochwertige und zum Teil wasserabweisende Holz wurde unter anderem sogar für den Bau des Sueskanals benutzt. Zwischen 1950 und 1977 baute man zudem Sand ab, was das touristische Interesse an der Region vorübergehend erlöschen ließ. Mit der Ernennung des Nordteils der Insel zum Naturschutzgebiet im Jahr 1971 und zum UNESCO Weltkulturerbe im Jahr 1992 konnte sich Fraser Island jedoch bis heute zu einem der beliebtesten Touristenattraktion Australiens entwickeln.

 

Wissenswertes

Fraser Island ist nicht nur die größte Sandinsel der Welt, sondern auch Queenslands größte und Australiens sechstgrößte Insel. Mit 123km Länge und 15km durchschnittlicher Breite nimmt sie eine Fläche von 1.840km² ein. An der Ostküste von New South Wales und Queensland erodierte Materialien wurden in den letzten 700.000 Jahren durch Wind und Meeresströmungen nach Norden transportiert, wo sie sich auf dem vulkanischen Gestein der Insel angesammelt haben. Heute handelt es sich bei Fraser Island um den einzigen Platz auf der Erde, an dem Regenwälder auf sandigem Untergrund wachsen. Dies ist nur wegen der Symbiose zwischen den Pflanzen und bestimmten Pilzarten möglich. Das Landschaftsbild wird von etwa 600 Pflanzenarten, Regenwäldern, Eukalyptusbäumen, Mangrovensümpfen, Heideland und Wildblumen geprägt. Weitere geologische Besonderheiten sind die über 40 hochgelegenen Dünenseen, mehr als 100 Süßwasserseen, bunte Sandsteinformationen, Sandvulkane und dunkle Coffee Rocks. Die zahlreichen Wanderdünen bewegen sich ein bis zwei Meter im Jahr fort und werden über 240 Meter hoch.

Außerdem ist die hiesige Fauna für ihre Artenvielfalt bekannt, was sich unter anderem an den über 350 Vogelarten erkennen lässt. Von Oktober bis Mai legen Unechte Karettschildkröten Eier an den nördlichen Stränden von Fraser Island ab. Buckelwale ziehen zwischen Juli und Oktober an den Ufern vorbei. Weitere Meeresbewohner sind Delfine, Dugongs und Salzwasserkrokodile, die jedoch nur gelegentlich in den wärmeren Monaten (Dezember bis März) die Region besuchen. Frösche, Schlangen, Warane und Süßwasserschildkröten findet man hingegen im Landesinneren. Zu den fast 50 Säugetierarten zählen unter anderem Wallabies, Opossums, Nasenbeutler, Fledertiere, wenige Wildpferde (Brumbies) und circa 150 – 300 Dingos. Im Umgang mit den wilden Hunden sollte man äußerst vorsichtig sein, da es wegen Fehlverhalten bereits zu Bissvorfällen kam und 2001 sogar ein Junge verstarb. Dingos halten sich in der Regel vom Menschen fern und nähern sich nur, wenn sie Nahrung wittern. Aus diesem Grund darf man die Tiere unter gar keinen Umständen füttern oder anlocken und sollte Lebensmittel sowie Abfälle in entsprechenden Containern aufbewahren. Weiterhin gehören zu den Anwohner von Fraser Island auch die lästigen und blutdurstigen Sandflöhe.

 

Sehenswürdigkeiten

Fast die gesamte Insel gehört zum Great Sandy National Park (2196km²), der in die zwei Areale Cooloola Recreation Area und Fraser Island unterteilt wird. Im Westen befindet sich die Great Sandy Strait als Trennung zum Festland und im Osten das Korallenmeer. Der südlichste Punkt der Sandinsel ist der Hook Point und der nördlichste das Sandy Cape, in dessen Nähe das 1870 bis 1994 operierende Sandy Cape Lighthouse errichtet wurde. Die meisten Sehenswürdigkeiten findet man an der Ostküste und im Landesinneren. Eine Übersicht aller Highlights und Einrichtungen zur Orientierung liefert diese Karte.

 

Ostküste

Über fast die gesamte Länge des östlichen Küstenstreifens erstreckt sich der 120km lange 75 Mile Beach. Am Nordende dieses schönen Strandes befindet sich der östlichste Punk von Fraser Island namens Indian Rock. Von hier kann man besonders gut Wale und andere Meeresbewohner beobachten. Begibt man sich nach Norden, so gelangt man bei den Middle Rocks zu den etwa 1km entfernten Champagne Pools (Schwimmmöglichkeiten), zum Waddy Point (tolle Aussichten vom Headland & Binngih Sandblow), zum Orchid Beach (guter Aussichtspunkt), zum Ocean Lake (viele Vögel), zu den Ngkala Rocks und zum Sandy Cape. Im Süden sind die von Mineralien eingefärbten Sandsteinformationen ein absolutes Highlight von Fraser Island, zu denen der Red Canyon, The Cathedrals, The Pinnacles und Rainbow Gorge bei Kirra Sandblow gehören. Vom Campingplatz Dundubara ist die Wungul Sandblow zu erreichen (2km mit Rückweg in ca. 45min oder Rundwanderweg 5,5km in ca. 2,5h).

Zwischen dem Knifeblade Sandblow (Aussichtspunkt) und der Flussmündung des kristallklaren und wunderschönen Eli Creek liegt das interessante Schiffswrack der SS Maheno, welches 1935 bei einem Sturm unterging. Die verrosteten Überreste der oberen Decks dienten in der Vergangenheit bereits als Luxusliner, Krankenschiff, Schießübungsplatz und Holzlager. Vorbei am Happy Valley, den Yidney Rocks und den Poyungan Rocks geht es im Süden zum tiefsten See von Fraser Island, dem Lake Wabby (Tiefe: 11,4m). Dieser See wird unter anderem von Süßwasserschildkröten bewohnt und von Dünen, Wäldern, Aussichtspunkten sowie mehreren Wanderwegen (z.B. Lake Wabby Lookout Circuit 6,5km Rundwanderweg in ca. 3,5h) umgeben. Es folgen das QWPS Information Centre mit Ranger Station sowie die Orte Eurong und Dilli Village mit dem Wanderweg zum Wongi Sandblow (8,4km mit Rückweg in ca. 3,5h). Zwischen dem Dilli Village und dem Hook Point befinden sich ein paar Campingplätze.

 

Landesinnere

Im Landesinneren existieren etwa 40 glasklare Süßwasserseen, in denen weder Boote noch Jetskis fahren dürfen. Im Norden ist der Lake Bowarrady mit der 244m hohen Düne Mount Bowarrady sehr beeindruckend. Südöstlich liegt der friedliche Lake Allom mit Süßwasserschildkröten, Aussichtsplattformen, Regenwald und einem tollen Rundwanderweg (1,4km in ca. 45min). Die 130m hohen Nachbarn des Lake Coomboo heißen Boomerang Lakes, in deren Nähe die etwa 260m hohe Düne namens Boomerang Hill thront. Durch den dichten Regenwald Yidney Scub lohnt sich ein Abstecher zum ungetrübten Lake Garawongera, an dem man den Bogimbah Historical Walk unternehmen kann (15,6 km mit Rückweg in ca. 6h).

Das Naturhighlight von Fraser Island ist jedoch der bekannte Lake McKenzie, an dem besonders zwischen 10:30Uhr und 14:30Uhr ganz schön was los ist. Schneeweißer Sand aus Silizium bildet hier einen faszinierenden Kontrast zum kristallklaren, blau schimmernden Grundwasser. Der 100m über dem Meeresspiegel gelegene Süßwassersee ist 1,2km lang, 930m breit und 5m tief. Auf Wanderwegen ist der Lake McKenzie von der Central Station über den 8m tiefen Basin Lake (6,6km pro Weg in ca. 3h) oder das Pile Valley (11,3km pro Weg in ca. 4h), vom Lake Wabby (11,9 km pro Weg in ca. 4,5h) und von der Kingfisher Bay (12,7 km pro Weg in ca. 5h) erreichbar.

Nur wenige Kilometer südlich gelangt man zum ehemaligen Holzfällerlager Central Station. Beim praktischen Informationszentrum beginnen Wanderwege zum Pile Valley (4,6km Rundwanderweg in ca. 2h), zum Wanggoolba Creek (0,9km Rundwanderweg in ca. 45min) und zu den umliegenden Seen. Man gelangt zum Lake Birrabeen (ca. 6,4km pro Weg in ca. 3h), von hier zum Lake Benaroon (ca. 1km pro Weg in ca. 30min), weiter zum Lake Boomanjin (ca. 7,2 km pro Weg in ca. 3h) und von diesem größten Dünensee der Welt zum Dilli Village (ca. 6,3 km pro Weg in ca. 2,5h).

 

Westküste

Das Befahren des wilden Strandes der Westküste ist ausschließlich in der Mitte erlaubt (zwischen dem westlichsten Punkt der Insel Moon Point und Wathumba). Die südlichen Campingplätze (Ungowa & Garrys Anchorage), Wanggoolba Creek und die geschützte Kingfisher Bay sind somit nur über die Inlandsstraßen und teilweise auch mit den Fähren von Hervey Bay zu erreichen. Am glasklaren Wanggoolba Creek sollte man unbedingt entlang des tollen Boardwalk durch den Regenwald laufen. Zwischen dem Moon Point und Wathumba befinden sich ledigleich ein paar abgelegene Zeltlager. Die schöne Platypus Bay und der gesamte Küstenbereich bis zum Sandy Cape Lighthouse im Norden der Westküste sind zum Campen geeignet, allerdings nicht mit Fahrzeugen befahrbar. Der historische Leuchtturm ist mit einem 4WD entlang der oberen Ostküste oder zu Fuß (2,4km mit Rückweg vom Sandy Cape in ca. 1,5h) zu erreichen.

 

Aktivitäten

Zu den mit beliebtesten Aktivitäten gehören Wandern und das Fahren mit einem Geländewagen. Das Angebot an Wegen reicht von kurzen Spazierpfaden bis hin zu mehrtägigen Übernachtungswanderungen. Darüber hinaus führen manche Strecken über sandigen Untergrund, was das Fortbewegen erschwert. Der insgesamt knapp 90 Kilometer umfassende Fraser Island Great Walk verläuft vom Dilli Village über den Lake Boomanjin, den Lake Benaroon, die Central Station, den Lake McKenzie, den Lake Wabby, das Valley of the Giants und den Lake Garawongera zum Happy Valley. Man sollte 6 bis 8 Tage einrechnen, muss sein Trinkwasser tragen und kommt an acht ruhigen Campingplätzen vorbei. Die besten der fast 50 Wanderwege der Insel, darunter auch Strecken des Fraser Island Great Walk, werden mit Länge und Zeitaufwand im Abschnitt Unternehmungen & Sehenswürdigkeiten (siehe oben) aufgeführt.

Wem ein Allradantrieb zur Verfügung steht, der hat auf der Insel die Auswahl zwischen vier Landschaftsfahrten. Die einfachste Strecke ist der 30km lange Central Lakes Scenic Drive (Dauer ca. 2h) von der Central Station über das Pile Valley, den Lake McKenzie und den Lake Wabby Lookout zur Ostküste. Unter Beachtung der Gezeiten wäre der ebenfalls 30km lange Southern Lakes Scenic Drive (Dauer ca. 2h) empfehlenswert, der vom Dilli Village über den Lake Boomanjin, den Lake Benaroon und den Lake Birrabeen zur Central Station führt. Geübte Fahrer erreichen über den 15km langen Lake Garawongera Scenic Drive (Dauer ca. 1h) das Happy Valley, den Lake Garawongera und das Poyungan Valley. Der herausfordernde 36km lange Northern Forests Scenic Dirve (Dauer ca. 2,5h) vom Happy Valley über Yidney Scrub und Lake Allom zu den Pinnacles an der Ostküste ist für erfahrene Personen geeignet.

Haie, Krokodile und starke Strömungen machen das Schwimmen im Meer gefährlich. Allerdings sind die Inlandsseen, der Eli Creek und die Champagne Pools ideal zum Baden. Weitere beliebte Aktivitäten sind Landschaftsflüge, die in der Regel am Orchid Beach, in Hervey Bay und in Rainbow Beach starten. Ebenfalls sollte man sein Glück beim Angeln auf die Probe stellen, da jede Menge schmackhafte Weißlinge, Makrelen, Brassen und Blaufische im Meer leben. In den Seen und Flüssen ist es jedoch nicht erlaubt zu fischen. Zu den wirksamsten Ködern gehören übrigens Sardinen, Würmer, Krustentiere und Muschelfleisch. Für Vogelliebhaber wäre die Bird Week im Mai ein guter Zeitpunkt für einen Besuch von Fraser Island.

 

Highlights & Empfehlungen der Redaktion

  • Im weißen Sand des Süßwassersees Lake McKenzie relaxen
  • Durch den glasklaren & wunderschönen Eli Creek spazieren
  • Mit einem 4WD den 120km langen 75 Mile Beach entlangfahren
  • Das historische Schiffswrack der SS Maheno besuchen
  • Ein erfrischendes Bad in den Champagne Pools nehmen
  • Auf einem der naturbelassenen Campingplätze übernachten
  • Einen der zahlreichen Wanderwege in Angriff nehmen
  • Schildkröten, Wale & Dingos in freier Wildbahn beobachten
 

Beliebte Touren & Aktivitäten

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Übernachtung

Auf Fraser Island wurden Resorts, Ferienhäuser, B&B, Hostels und zahlreiche Campingplätze errichtet. Ein kleiner Teil der Zeltareale verfügt über verschiedene Einrichtungen, zu denen Toiletten, Waschbecken, BBQs und Picknickstellen gehören können. Die meisten Campingzonen sind jedoch für Selbstversorger ohne jegliche Ausstattung geeignet und mit dem Allradantrieb, dem Boot oder zu Fuß erreichbar. An der Ostküste befinden sie sich hinter den Dünen am Strand, sind mindestens 50m vom Wasser entfernt und werden mit Pfählen markiert. Die Campingplätze an der Westküste sind sehr abgeschieden und besonders ruhig. Darüber hinaus wurden entlang des Fraser Island Great Walk spezielle Zeltflächen für Wanderer hergerichtet. Mit Kindern sollte man wegen der Dingos ein eingezäuntes Gebiet auswählen, zu denen Waddy Point, Dundubara, Central Station, Lake Boomanjin und Dilli Village gehören. Folgend werden alle Unterkunftsoptionen mit den dazugehörigen Standorten aufgeführt:

  • Unterkünfte mit hohem Komfort: Orchid Beach, Cathedral Beach, Happy Valley, Yidney Rocks, Eurong, Dilli Village & Kingfisher Bay
  • Campingplätze mit Einrichtungen: Waddy Point, Dundubara, Coolooloi Creek, Ungowa, Central Station, Lake McKenzie, Lake Boomanjin & Wathumba
  • Strandzeltplätze ohne Einrichtungen an der Ostküste: Carree, Diray, Duling, Marloo, Burad, Wyuna, Guruman, Yurru, Eugarie, Wahba, Maheno, Eli, Guluri, Winnam, Poyungan, Gabala, Cornwells, Wongai, Govi, Dulara, Midyim & Garulim
  • Strandzeltplätze ohne Einrichtungen an der Westküste: Croolooloi, Garry's Anchorage, Ungowa, Coongul Creek, Woralie Creek, Bowarrady Creek, Awinya Creek & Teewing
  • Strandzeltplätze ohne Einrichtungen im Zentrum: Lake McKenzie, Lake Benaroon & Lake Boomanjin
 

Vorbereitung

Eine gute Vorbereitung ist beim Besuch von Fraser von Vorteil, da nur einfache Einrichtungen auf der Insel vorhanden und die Preise gehoben sind. Sollte man hierzu nicht genügend Zeit oder Muße haben, so kann man an einer organisierten Tour teilnehmen. Diese dauern mindestens einen Tag an, wobei ein Zeitraum von 2 bis 3 Tagen zu empfehlen wäre, da nur so genügend Spielraum zum Relaxen, Wandern und ausgiebigen Erkunden der Insel gewährt ist. Für das Fahren mit einem Geländewagen und die Nutzung der öffentlichen Campingeinrichtungen müssen im Vorfeld Genehmigungen (Permits) erworben werden. Diese sind online, per Telefon (13 74 68) oder bei zugelassenen Händlern (z.B. NPRSR Referral Centre in Brisbane, am Fährterminal in River Heads, bei QPWS in Rainbow Beach oder im Kingfisher Bay Resort auf Fraser Island) erhältlich.

Münzgeld für warme (Waddy Point, Dundubara, Central Station) und kalte (Lake Boomanjin) Duschen oder für Telefonzellen können äußerst nützlich sein (000 im Notfall, bei schlechtem Handyempfang Anruf an 112 oder SMS an 106). Benzin, Snacks, Eis und weitere Notwendigkeiten erhält man von 8 bis 17 Uhr in Orchid Beach, am Cathedral Beach, in Happy Valley, in Eurong und in Kingfisher Bay. Nur Waddy Point, Dundubara, das Informationszentrum in Eurong und die Central Station verfügen über Wasserhähne mit Trinkwasser. Das restliche Wasser auf Fraser Island muss vor dem Konsum behandelt werden! Darüber hinaus sind wegen der Dingos alle Lebensmittel sowie Abfälle in geeigneten Containern aufzubewahren. Entsorgungsstationen gibt es in Waddy Point, Dundubara, Maheno, Cornwells und Central Station. Da offene Feuer nicht gestattet sind, wurden Gas-BBQs in einigen Campingplätzen installiert. In Happy Valley existiert eine Ambulanz (13 12 33), beim Eurong Information Centre eine Polizeistation (07 4127 9288) und in Eurong sowohl ein Automechaniker (07 4127 9173 oder 04 2727 9173) als auch ein Abschleppdienst (07 4127 9449 oder 04 2835 3164). Auf dieser Karte erhält man alle Einrichtungen, Zeltplätze, Telefone etc. auf einen Blick.

 

4WD-Tipps

Für das Vorankommen auf Fraser Island ist ein Allradantrieb notwendig, um die sandigen und teilweise sehr anspruchsvollen Strecken zu befahren. Weiterhin muss man vor Fahrtbeginn eine Genehmigung (siehe oben) erwerben. Allgemein gelten die normalen Verkehrsregeln und die Polizei führt Alkohol-, Drogen- sowie Geschwindigkeitskontrollen durch. Man sollte Ersatzteile (besonders Reifen) sowie Werkzeug mit sich führen, auf die Gezeiten achten (innerhalb der 2 Stunden Flut nicht am Strand fahren) und bestimme Tracks nur mit Fahrzeugen mit hoher Bodenfreiheit in Angriff nehmen. Der 120km lange 75 Mile Beach an der Ostküste ist der Highway von Fraser Island, der von den Charterflugzeugen (Vorsicht: Flugzeuge haben Vorfahrt!) als Landebahn benutzt wird. An der Ostküste gelten Geschwindigkeitsbegrenzungen von 80km/h und auf den zahlreichen Strecken im Inland 30 bis 50km/h. Abseits der Straßen, auf den Dünen, zwischen Wathumba Creek und dem Sandy Cape Lighthouse sowie zwischen Moon Point und Hook Point besteht ein absolutes Fahrverbot. Darüber hinaus sollte man das Fahren an den freigegebenen Stränden der Westküste vermeiden, da die Untergrundbedingungen sehr schlecht sind. Natürlich hat man auch die Möglichkeit, ein geeignetes Fahrzeug zu mieten. Vor dem Befahren von Fraser Island kann man an einem etwa einstündigen Training teilnehmen, was gerade für unerfahrene Abenteurer sehr hilfreich ist. Praktische Informationen zum Fahren mit dem Allradantrieb erhält man im Beitrag 4WD Australien, über das Mieten eines Geländewagens im Artikel Mietwagen Australien und über die aktuellen Straßenkonditionen unter diesem Link.

 

Hilfreiche Infos

 

An- & Weiterreise

Fraser Island ist mit Fähren oder Charterflugzeugen am einfachsten von Hervey Bay (ca. 10 – 20km bis zur Insel) und Rainbow Beach (ca. 2km bis zur Insel) zu erreichen. Hervey Bay liegt ziemlich genau zwischen Brisbane (ca. 290km im Süden) und Gladstone (ca. 290km im Norden). Der Brisbane und Cairns (ca. 1.490km im Norden) miteinander verbindende Bruce Highway führt zum nächsten größeren Ort namens Marybough (ca. 35km im Südwesten). Von hier gelangt man über die Torbanlea Pialba Road im Norden (ca. 35km) oder über die Hervey Bay Road im Zentrum (ca. 35km) nach Hervey Bay sowie über die Cooloola Coast Road (ca. 92km) nach Rainbow Beach. Die Tin Can Bay Road macht Rainbow Beach ebenfalls von Gympie zugänglich (ca. 75km).

Fahrzeug- und Passagierfähren verbinden Fraser Island täglich mit dem Festland und umgekehrt. Bis auf die nach Bedarf ablegenden Fähren in Rainbow Beach wird empfohlen, diese im Voraus zu buchen. Vom Urangan Boat Harbour (im Osten in Hervey Bay) fährt die Kingfisher Bay Fast Cat zum Kingfisher Bay Resort (30 – 45min & nur Personen) und die Fraser Dawn Barge zum Moon Point (60min). In River Heads (ca. 20km südlich von Hervey Bay) startet die Kingfisher Bay Barge zum Kingfisher Bay Resort (45min) und die Fraser Venture Barge zum Wanggoolba Creek (30min). Der Inskip Point in Rainbow Beach (ca. 130km südlich von Hervey Bay) ist Ausgangspunkt zum Hook Point, der mit Hilfe der Manta Ray Barge und der Rainbow Venture Barge erreicht wird (10 – 20min).

Der Hervey Bay Aiport stellt Flugverbindungen nach Brisbane, Sydney und zu lokalen Zielen her. Regionale Charterflüge sind am Maryborough Airport erhältlich. Darüber hinaus bietet das Unternehmen Air Fraser Island Charterflüge von und zu beliebigen Zielen innerhalb Australiens an, zu denen auch der Orchid Beach Airport am 75 Mile Beach auf Fraser Island gehört. Die Busse von Greyhound und Premier Motor Service sind für Direktverbindungen von Brisbane im Süden und Cairns im Norden nach Maryborough, Rainbow Beach und Hervey Bay zuständig. Die von Queensland Rail betriebenen Züge Spirit of the Outback (zwischen Brisbane & Longreach) und Spirit of Queensland (zwischen Brisbane & Cairns) halten an der Zugstation Maryborough West an. Mit den öffentlichen Bussen von Wide Bay Transit kann man sich zudem im verstädterten Gebiet von Hervey Bay und Maryborough (auch Anschluss an die Zugstation) fortbewegen. Des Weiteren steht auf der Insel ein Taxi zur Verfügung ((07) 4127 9188 oder (04) 2937 9188), in dem bis zu 5 Personen Platz haben.

 

Touristeninformation

Vor der Anreise sind das Tourism Fraser Coast Visitor Information Centre in Hervey Bay (Ecke Urraween Road & Hervey Bay Road), das Hervey Bay Airport Visitor Information Centre (Don Adams Drive), das Fraser Island Tourist Information Centre in Maryborough (388 Kent Street) und das Fraser Island Tourist Information Centre in Rainbow Beach (8 Rainbow Beach Road) die wichtigsten Anlaufstellen für Informationen rund um die Sandinsel. Auf Fraser Island kann man zudem das QWPS Information Centre und die Ranger Station in Eurong bei jeglichen Fragen oder Problemen besuchen.

 

Weitere Infos

Günstige Supermärkte, Bankfilialen und viele weitere Dinge sind in Hervey Bay sowie in Maryborough erhältlich. Rainbow Bay verfügt ebenfalls über einen Supermarkt, Bankautomaten und Tankstellen. In dem Abschnitt Vorbereitung und Genehmigungen findet man ausführliche Informationen zu den Einrichtungen auf Fraser Island.

 

Bildergalerie: Tolle Eindrücke aller Highlights

In unserer einzigartigen Fraser Island-Bildergalerie finden Sie zahlreiche Motive. Gewinnen Sie authentuische Eindrücke und genießen Sie ein Stück Australien von zu Hause aus. Wir wünschen Ihnen viel Spaß!
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