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Elternzeit Australien: Reisen mit Babys & Kleinkindern

Der deutsche Staat meint es gut mit jungen Eltern. Wenn das auch nicht für alle Bereiche mit Kindern zählen mag, so gilt dies doch zumindest für die finanzielle Unterstützung junger Familien, die im EU-weiten Vergleich zu den besten Modellen zählt. Seit 2007 sorgt das sogenannte Elterngeld für finanzielle Entlastung während der ersten Babymonate und fördert zudem junge Väter, sich verstärkt ins Familiengeschehen einzubringen. Während die einen das Elterngeld nutzen, um die klassische Rollenverteilung im Haushalt aufzubrechen, ist die gemeinsam nutzbare Elternzeit für andere eine willkommene Gelegenheit, zusammen zu verreisen. Wann schon wird man jemals wieder so unproblematisch mehrere Wochen gemeinsam am Stück eine Australienrundreise unternehmen können? Wann, wenn nicht jetzt, diese kostbare Zeit mit dem Kind nutzen und Momente für die Ewigkeit erleben?

 

Reiseplanung & -Umsetzung der Elternzeit

In den folgenden Abschnitten werden alle wichtigen Aspekte beschrieben, die bezüglich des Themas "Elternzeit in Australien" unbedingt zu beachten sind:

 

Reisevorbereitungen

Vor jeder Reise schmiedet man Pläne – mit Kind sind es ein paar Pläne mehr oder zumindest Punkte, die es zu beachten gilt:

Wann ist das beste Reisealter? Kann man schon mit einem Säugling verreisen? Wo sollen wir übernachten? Kann man in Australien gut mit einem Camper umherreisen? Gibt es dort gefährliche Tiere? Braucht das Kind einen besonderen Impfschutz? Ist der Maxi Cosi als Autositz erlaubt? Ist es nicht zu heiß? Wie sieht es mit der medizinischen Versorgung aus? etc.

Im Folgenden finden Sie unsere Tipps für das Reisen mit Kindern in Australien. Und falls Sie noch ein Argument benötigen für die besorgten Großeltern, die skeptische Tante oder den Nachbarn, der noch nie verstehen konnte, warum man so viel reist: Seien Sie unbesorgt – in anderen Ländern gibt es auch Babys.

 

Die Anreise

Eines vorweg: Babys stecken die lange Anreisezeit wesentlich besser weg als man denkt und kommen damit sogar oftmals besser zurecht als die meisten Erwachsenen.

Aber greifen wir nicht zu weit vor. Kaufen wir erst einmal ein Ticket. Denn hier gibt es gleich gute Nachrichten: Kleinkinder unter zwei Jahren zahlen in der Regel nur 10% des regulären Preises. Sie haben allerdings keinen Anspruch auf einen Sitzplatz und ein eigenes aufgegebenes Gepäckstück. Letzteres kann gegen eine Gebühr zugebucht werden, was empfehlenswert ist. Aber beachten Sie, dass alle Dinge, die für Ihr Kind unentbehrlich sind (Medikamente, Schnuller, Nahrung, Windeln, Kuscheltier etc. und natürlich Dokumente wie Kinderausweis und Impfpass), ins Handgepäck gehören. Verspätet sich das Aufgabegepäck oder geht sogar verloren, wäre das Drama vorprogrammiert. Ebenfalls ins Handgepäck gehören Wechselkleidung und wärmere Anziehsachen – die Kabinentemperatur kann kühler sein, als es Ihr Kind gewohnt ist – sowie gegebenenfalls Kaugummis und Bonbons zum Lutschen, die zum Druckausgleich bei Start und Landung hilfreich sind (Stillbabys bei Start und Landung am besten stillen). Zusätzlich zum normalen Gepäckstück dürfen Eltern übrigens Buggy, Autositz, Babyschale oder Reisebett aufgeben.

Und nun heben wir also tatsächlich ab: Elternzeit am anderen Ende der Welt. Gleich hinter den Trennwänden vor Toiletten und Küchen sind die ersten Plätze als Eltern-Kind-Reihe reserviert. Größere Babys können dort ein wenig krabbeln, kleinere in den bereitgestellten Babywannen schlafen. Bei größeren Kindern lohnt es sich, darauf zu achten, ob das Flugzeug über ein Personal-Inflight-System verfügt, also Bildschirme je Sitz, sodass das Unterhaltungsprogramm individuell ausgewählt werden kann. So ist es möglich, wenigstens einen Teil der Zeit prima zu überbrücken. Babyfläschchen und Babykost können problemlos an Bord erwärmt werden. Spezielle Kinderteller im Rahmen des Caterings müssen vorbestellt werden. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind ausreichend trinkt.

 

Stop-Over

Zwischenziele können die lange Anreisezeit nach Australien sinnvoll unterbrechen und in etwas erträglichere Etappen einteilen. Auf dem Weg nach Down Under bieten sich vielfältige Möglichkeiten zur Verschnaufpause und spannende Stop-Over-Destinationen, wo Sie sich beispielsweise auch mehrere Tage aufhalten können (z.B. Bangkok, Dubai etc.). Ob es für Ihr Kind letztlich angenehmer ist, die Strecke an einem Stück durchzufliegen, hängt vom Temperament und Alter Ihres Kindes ab. Beachten Sie bei längeren Stop-Over-Aufenthalten die Visabestimmungen.

 

Mit der Familie flexibel unterwegs in Australien

Immer mehr junge Familien nutzen die Elternzeit, um mit ihrem Nachwuchs den 5. Kontinent zu bereisen. Dennoch gilt zu klären, auf welche Art man unterwegs sein möchte:

Es gibt wohl wenige problemlosere Fortbewegungsarten als die Reise mit einem Campervan. Besonders bei einem Urlaub mit Kind ist ein Wohnmobil besonders praktisch, da alles Notwendige jederzeit verfügbar ist (Essen, Spielzeug, Wechselkleidung etc.). Im Gegensatz dazu ist man mit einem Pkw und der Übernachtung in Hotels und Pensionen etwas flexibler, wenn es darum geht, kleinere Ziele in der Umgebung anzusteuern. Im Allgemeinen gelten für das Reisen mit Kind in einem Camper die gleichen Auswahlkriterien wie sonst auch.

 

Camper, Wohnmobil oder Auto für die Elternzeit

Viele junge Familien, die Ihre Elternzeit in Australien verbringen, bevorzugen das Reisen mit einem Mietfahrzeug. Der Grund hierfür ist simpel: Ein Urlaub im Campervan, Wohnmobil oder einem gewöhnlichen Auto ist sehr komfortabel, relativ preiswert, sicher, kindergerecht und zudem abenteuerlich. Darüber hinaus ist eine möglichst hohe Flexibilität gewährleistet.

Folgend haben Sie die Option, das perfekt zu Ihren Bedürfnissen passende Fahrzeug in Kürze und zu besten Preisen ausfindig zu machen, um der Verwirklichung Ihres Vorhabens einen Schritt näher zu kommen.

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Achten Sie jedoch auf ein paar Zusatzpunkte:

  • Wo kann das Kind sitzen: in der Fahrerkabine oder hinten? In welche Richtung schaut es? Kinder unter vier Jahren dürfen in Fahrzeugen mit zwei Sitzreihen übrigens nicht vorne sitzen.
  • Denken Sie an das für Sie notwendige Sitzsystem (das Sie vor Ort anmieten oder von Zuhause mitbringen können):
    • Kinder unter sechs Monaten müssen in einem Reboarder untergebracht werden (Blickrichtung des Kindes nach hinten, es fährt entgegen der Fahrtrichtung; Stichwort: Baby capsule)
    • Kinder zwischen sechs Monaten und vier Jahren dürfen in Sitzen mit Blickrichtung nach vorne oder nach hinten fahren (Stichwort: Child seat)
    • Kinder zwischen vier und sieben Jahren fahren in einem Kindersitz mit Blickrichtung nach vorne. Auch eine Sitzerhöhung mit Sicherheitsgurt ist zulässig (Stichwort: Booster seat).
 

Tipps für lange Fahrstrecken

Gerade in Westaustralien werden Sie längere Strecken zurücklegen müssen. Während kleinere Babys noch relativ genügsam sind, können sich größere Kleinkinder rasch langweilen. Fahren Sie also relativ früh los, am besten mitten in der Nacht oder am frühen Morgen und machen dann nach der ersten Etappe ein ausgiebiges Frühstück. Tolle Picknickmöglichkeiten und Spielplätze (Playground) finden sich praktisch in jedem Dorf. Am Ende der Etappe genießen Sie die tollen Campingmöglichkeiten mit Swimmingpool – ein großer Spaß für die ganze Familie.

 

Reiserouten

Kinderfreundliche Unternehmungen zum Erstellen einer geeigneten Reiseroute für eine unvergessliche Elternzeit in Australien finden Sie im folgenden Beitrag:

Australien mit Kindern - Tipps & Infos für einen unvergesslichen Familienurlaub in Down Under. Die idealen Unternehmungen, Unterkünfte & Rabatte.

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Sicherheit: Spinnen, Quallen & andere Tiere

In Australien gibt es einige Tierarten, die tatsächlich sehr gefährlich und auf dem gesamten Kontinent zu finden sind. Dazu zählen beispielsweise Schlangen, Spinnen, Quallen und andere Meerestiere. Vorbeugung ist auch hier der wirksamste Schutz: Bei richtigem Verhalten sowie dem Befolgen von Sicherheitsvorkehrungen und Warnhinweisen ist die Gefahr jedoch relativ gering, durch giftige und gefährliche Tiere in Australien zu Schaden zu kommen.

Für Australien sind in der Regel keine zusätzlichen Impfungen notwendig, wenn Sie Ihr Kind gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes geimpft haben. Das Auswärtige Amt empfiehlt, den Impfstatus der Reise zu überprüfen und zu vervollständigen. Je nach Reisegebiet (z. B. auf den Inseln der Torres-Straße) sollte der Impfschutz gegebenenfalls erweitert werden. Besprechen Sie hierzu die für Ihre Elternzeit geplante Reiseroute mit Ihrem Hausarzt.

Im Fall des Falles seien Sie aber beruhigt: Der Zustand des australischen Gesundheitswesens ist gut. Beachten Sie, dass Medikamente, die aus Deutschland mitgebracht werden, bei der Ankunft deklariert werden müssen (siehe Einfuhrbestimmungen).

 

Unverbindliche Anfrage

Für alle individuellen Reiseanfragen - ob komplette Pauschalreisen oder weitere Reisebestandteile - können Sie das Team unseres erfahrenen Partnerreisebüros kontaktieren. Dieses ist Ihnen gerne dabei behilflich, Ihre Traumreise zu verwirklichen.

 
 

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