
Das Didgeridoo ist Australiens typischstes Musikinstrument und hat seine Entstehung den Aborigines zu verdanken. Seit wann das Didgeridoo tatsächlich existiert, ist bis heute noch nicht geklärt. Sicher ist jedenfalls, dass es schon vor gut 2.500 – 3.000 Jahren auf diversen Felsmalereien verewigt wurde. Ob es aber, wie von einigen Aborigines behauptet, schon seit 40.000 Jahren existiert, das sei mal dahingestellt.
Es wird angenommen, dass das Didgeridoo seinen Ursprung im Norden Australiens, im sogenannten Arnhemland, hat. Hier wird das Blasinstrument sowohl zum gemeinschaftlichen Musizieren als auch für zeremonielle Zwecke genutzt. Meist dient das Didgeridoo jedoch nur zur Begleitung von Gesängen und wird daher kaum als Soloinstrument eingesetzt. Anfang des 20. Jahrhunderts kam es schließlich das erste Mal mit der westlichen Kultur in Berührung. Dies führte dazu, dass es 1950 schon in ganz Australien bekannt war. Heutzutage genießt das Didgeridoo große Beliebtheit in aller Welt und wird häufig von multikulturell geprägten Bands als ein den Rhythmus und Bass prägendes “Exoten-Instrument” verwendet. Daher hat das Didgeridoo in vielen modernen Bands des Pop, Rock und Techno Genres einen festen Platz im Instrumentenaufgebot gefunden.
Das Didgeridoo wird meist aus einem 1 – 2,50 Meter langen Eukalyptusstamm angefertigt, der von Termiten ausgehöhlt wurde. Um die Lippen beim Sielen vor Verletzungen zu schützen, wird das Mundstück mit Wachs überzogen. Nachdem das Instrument einsatzbereit war, wurde es dann in bestimmten Zeremonien bemalt. Heute weichen die Malereien der kommerziellen Didgeridoos häufig von ihrem deutlich einfacher gehaltenen Ursprung ab. Wie meist bei der Aborigine-Kunst, steht mit der traditionellen Malerei eine bestimmte Geschichte in direktem Zusammenhang. Traditionell wird das Didgeridoo hockend oder sitzend gespielt. Das Ende des langen Instruments liegt dabei auf dem Boden.
Um dem Didgeridoo überhaupt einen ästhetischen Ton entnehmen zu können, wird es mit vibrierenden Lippen vorsichtig angeblasen. Wichtig für die Perfektion der Spielweise sind mehrere Parameter. So wären Beispielsweise die Lippenkontrolle, die Verengung des Mundraumes, der Einsatz der Stimme, die Bewegung des Kehlkopfes, die Veränderung des Blasedrucks, sprachähnliche Artikulationen sowie die besonders wichtige Permanentatmung zu nennen. Diese besondere Atemtechnik wird dadurch geprägt, dass durch die andauernde Zirkularatmung der Grundton dauerhaft gehalten werden kann. Dies funktioniert, da es möglich ist, einen ununterbrochenen Luftstrom mit dem Mund ins Didgeridoo zu bringen und gleichzeitig durch die Nase einzuatmen. Um diese Technik zu beherrschen, ist allerdings gezielte Übung notwendig.
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ich frage mich ja immer noch, wie man ein didgeridoo lange spielen kann, ohne dabei kopfweh zu bekommen. klar kommt alles auf die atemtechnik an, aber trotzdem ist die belastung doch sehr hoch.
Hi Rico, ein gutes Didge spielt sich wie son selbst und es ist keinesfalls eine Belastung; Ich spiele seit ca. 15 Jahren und hatte noch nie Kopfweh davon….es ist wichtig entspannt zu bleiben und nicht nur eine Frage der Atemtechnik..
Viele Grüße
Micha