Camping Australien: Alles übers Campen in Down Under
Camping in Australien ist ohne Wenn und Aber das Beste, was man sich antun kann. Nichts kommt an das einzigartige Erlebnis heran, morgens in seinem Zelt aufzuwachen und zu wissen, dass man bedingungslos ungebunden ist. Und trotzdem ist zwischen zwei grundlegend unterschiedlichen Arten zu differenzieren. Die Rede ist von bezahltem Campen und dem kostenfreien Wild-Campen.
Infos über Caravan Parks
Die australischen Campingplätze sind meist sehr gepflegt und oftmals auch sehr hübsch gelegen. Je nach Saison, Ausstattung und Lage kosten sie etwa zwischen 10 und 20 AUD pro Nacht und Person in einem Zelt. Sie sind fast alle mit einer „Camp-Kitchen“ (Küche mit Kühlschrank), Duschen mit heißem Wasser, schattigen Plätzen und manchmal sogar mit einem Swimming-Pool ausgestattet. Prinzipiell ist der einzige Unterschied zu einem Hostel, dass man ruhig schlafen kann, weniger Geld bezahlt und etwas mehr Outdoor-Feeling aufkommt (man denke nur an ein BBQ am Abend mit netten Leuten unter Palmen). Aber auch der Luxuscamper kommt mit seinem Wohnmobi voll und ganz auf seine Kosten.
Da die meisten Campingplätze und Caravan Parks in Australien auf Urlauber mit Zelten sowie mit Wohnmobilen vorbereitet sind, gibt es etwas teurere Stellplätze mit Stromanschluss und ein paar Dollar günstigere Stellflächen ohne Strommöglichkeit. Einige der großen Caravan Parks bieten sowohl kleine, aber sehr feine Hüttchen (Cabins) als auch sogenannte „On-Site-Vans“ (Mietwohnwägen) an. Alle mietbaren Camping-Unterkünfte sind selbstverständlich mit einem Kühlschrank, einem Herd und weiterem Küchenzubehör ausgestattet. Zu den bekanntesten australischen Caravan Parks gehören die Big4 sowie die Top Tourist Parks. Hier kann man je nach Ausstattung, Saison und Ort für seinen Van oder sein Wohnmobil Stellplätze zwischen 20 und 50 AUD für 2 Personen bekommen. Die meist recht gemütlichen, privat geleiteten Campingplätze in Down Under sind in der Regel etwas günstiger als die großen Caravan Parks.
Kostenfreies Camping, Strafen & Tipps
Aber auch Wohnmobilbesitzer haben die Möglichkeit, mit ihren treuen Gefährten der Natur kostenfrei beziehungsweise deutlich günstiger (3 – 11 AUD pro Person) etwas näher zu kommen, da es viele Stellplätze in Nationalparks gibt. Hier wird allerdings eher ein Plumpsklo als irgendwelcher Luxus vorzufinden sein. Des Weiteren gibt es auf dem 5. Kontinent sehr viele kostenlose Rastplätze, auf denen man sein Lager errichten darf, um sich von den Fahrsprapazen des Tages zu erholen. Die sogenannten “Designated Rest-Areas” befinden sich meist über 20km vom nächsten Ort oder Campingplatz erntfernt. Aber auch hier ist es möglich, nette Reisende kennenzulernen und einen schönen Abend zu verbringen. Zudem spart man sich viel Geld für die Übernachtung. Die sogenannte Camping-Bibel stammt aus dem Hause “Camps” und führt alle Rest-Areas in Down Under detailliert auf.
Allerdings ist es nicht gestattet, mit dem Wohnmobil, Station Wagon oder Campervan überall zu übernachten, wo es einem gerade passt. Sowohl auf Privatgeländen als auch an öffentlichen Plätzen (Nationalparks, Parks, Parkplätze etc.) ist das Campen meist strikt verboten. Wer hierbei erwischt wird, der muss mit oftmals sehr hohen Strafen rechnen (bis zu 1.000 AUD). Zwar gibt es hin und wieder lediglich eine Verwarnung, dennoch hört man immer wieder von anderen Reisenden, dass sie mit meist über 100 AUD zur Kasse gebeten wurden.
Tipp: Sollte man beim unerlaubten Camping in Australien erwischt werden, so sind Verständnis und Freundlichkeit dem Ranger gegenüber sicherlich effektiver als ein trotziges Verhalten. Eine der besten Ausreden ist immer noch, dass man die Fahrt aufgrund von Müdigkeit nicht mehr fortsetzen konnte. In Australien darf niemand zum Weiterfahren gezwungen werden, der übermüdet ist und sich die Weiterfahrt aus diesem Grund nicht mehr zutraut. In Städten gilt diese Regel jedoch nicht, da es überall Unterkünfte gibt, in denen man die Nacht verbringen kann.
Übrigens: Sehr viele “Roadhouses” im Outback bieten meist günstige Stellplätze für Wohnmobile sowie Flächen für Zelte an.
















