
Broome, Cable Beach & Staircase to the Moon in Australien sind weltweit bekannte Sehenswürdigkeiten im Norden von Western Australia. Das südliche Tor zu den Kimberleys hat derzeit über 14.000 Anwohner und wird während der Hochsaison, zwischen Juni und August, zusätzlich von bis zu 30.000 Touristen bewohnt. In der multikulturellen Stadt hat man die Gelegenheit, vielen verschiedenen Aktivitäten nachzugehen oder Ausflüge in mehrere Regionen der Kimberleys zu unternehmen. Egal, ob man mit seiner Familie Urlaub machen möchte, nach einem Outback-Abenteuer sucht, am Strand relaxen mag, geschichtliches Interesse zeigt, ein Naturliebhaber ist oder ausgehen und feiern will, in Broome und am Cable Beach wird jedem etwas geboten. Umgeben vom azurblauen Indischen Ozean kann man sich hier wirklich wohlfühlen, auch wenn die Stadt eine teilweise recht raue Outback-Mentalität an den Tag legt. Die vielen unterschiedlichen Kulturen lockern zudem das Gesamtbild etwas auf und setzen sich aus Aborigines, Chinesen, Europäern, Japanern, Malaien sowie Timoresen zusammen. Durch die bunten, asiatischen Läden in Chinatown und die wöchentlichen Hippie-Märkte hat Broome sogar einen leicht alternativen Hauch. Des Weiteren sind die tropischen Wetterbedingungen an der südlichen Westspitze der Kimberleys in der Trockenzeit, zwischen Mai und Oktober, ausgezeichnet. Es regnet äußerst selten, meist scheint die Sonne und die Temperaturen steigen nur bis etwa 30°C an. Von November bis April können allerdings wilde Stürme den schönen Indischen Ozean, den weißen Cable Beach und die leuchtend roten Klippen des Gheathaume Points in einer anderen Atmosphäre erscheinen lassen.
Geschichte: Die ursprünglichen Ureinwohner von Broome gehören dem Stamm der Yawuru People an. Sie sollen verschiedenen Hinweisen zufolge schon seit mehreren hundert Jahren an der Roebuck Bay gelebt oder diese zumindest besucht haben. Auch den Malaien waren bereits vor der Ankunft der ersten europäischen Siedler die Gewässer um Broome als Jagdplatz und wegen des verstärkten Perlenvorkommens bekannt. William Dampier erfroschte in den Jahren 1688 und 1699 diese Region als erster Europäer. Aus diesem Grund wurde die Bucht am Town Beach auch nach seinem Schiff, der H.M.S. Roebuck, benannt. Es dauerte jedoch ganze 200 Jahre, bis Broome am 21.11.1883 letztendlich gegründet wurde. Nachdem man in der Roebuck Bay die größte Perlenmuschel der Welt fand, erbaute man hier eine Stadt. Zu Ehren des damaligen Gouverneurs von Western Austraia, Frederick Napier Broome, wurde diese dann letztendlich auch benannt. 1897 errichtete man einen Tiefseehafen und von 1900 bis 1910 züchtete man in der Nähe des Cable Beachs ganze 80% des weltweiten Perlmutts heran. Immer mehr Menschen aus aller Welt zog es somit nach Broome, worauf zur Hochzeit um 1912 genau 403 registrierte Schiffe vor der Küste ankerten. Auch wenn viele Menschen von der Perlenfischerei profitieren, verloren einige durch den damals hohen Gefahrengrad dieses Beschäftigungszweiges ihr Leben. Besonders die Taucher fielen der Taucherkrankheit, Haiangriffen oder unerwarteten Stürmen zum Opfer. Durch die Erfindung des Plastikknopfs in den 1950ern wurde Permutt allerdings nach und nach immer weniger nachgefragt. Bis 1970 schrumpfte der Weltanteil der Perlenindustrie Broomes dann auf 60% bis 70% zusammen. Seit 1980 wuchs allerdings das touristische Interesse am attraktiven Städtchen an, weshalb man schließlich den Weg nach Port Hedland asphaltiert. Heute beleben jedes Jahr um die 100.000 Touristen das auch derzeitig noch aktive Perlenzuchtzentrum der Kimberleys.
Museen, Kultur & Kunst: Broomes kulturelle Hauptattraktion Chinatown erstrahlt in einem Gemisch aus asiatischem und kolonialistischem Stil. Anstelle der damals das Stadtzentrum beherrschenden Billardsalons, Unterhaltungshäuser, Opiumhöhlen und Bordelle zieren heute eher alternative Bekleidungsläden, Perlenschmuckstätten, Restaurants und Cafés die Stadtmitte. Die multikulturellen Friedhöfe sind ebenfalls Sehenswürdigkeiten der Stadt, zu denen eine chinesische, eine muslimische und eine japanische Ruhestätte gehören. Außerdem schauen sich Besucher sowohl das Broome Historical & Society Museum im alten Zollhaus als auch das Gerichtshaus (Courthouse) aus tropischem Teakholz gerne an. Ansonsten gibt es das Cultured Pearling Monument und die Überreste des holländischen Flugboots Catalinas aus dem 2. Weltkrieg, die man bei starker Ebbe sieht. Beliebt sind jedoch auch die verschiedenen Kunstgalerien, in denen moderne und einheimische Kunst ausgestellt wird.
Shopping & Märkte: Die meisten Geschäfte findet man in Chinatown und im Boulevard Shopping Centre (Frederick Street). Die Palette reicht von großen Supermärkten, über Campingläden, Perlenboutiquen, Kleidungsgeschäfte und Büchereien bis hin zu nutzlosen Schnickschnackläden. Darüber hinaus existieren in Broome zwei Leichtindustriegebiete mit Baumärkten, Spezialbedarfsgeschäften und anderen Lokalitäten. Beliebt ist zudem der Kunst und Handwerksmarkt, welcher den Namen Broome Courthouse Market trägt und an der Ecke Hamersley Street/ Frederick Street veranstaltet wird. Zwischen 8Uhr morgens und 13Uhr mittags findet der Markt von November bis März jeden Samstag beziehungsweise von April bis Oktober jeden Samstag und Sonntag statt. Während des Staircase to the Moons werden die Marktstände zusätzlich am Town Beach aufgebaut, an denen mit musikalischer Untermalung Kaffee, Snacks, Schmuck und andere Dinge zum Verkauf stehen.
Kulinarisches, Restaurants, Pubs & Cafés: Am Cable Beach und in Chinatown wurden die meisten Restaurants errichtet. Weiterhin wäre die Brauerei am Town Beach mit selbst hergestelltem Bier und leckeren Gerichten zu empfehlen.
Nightlife: Zwischen Perth (2.245km südwestlich) und Darwin (1.861km nordöstlich) spielt sich in den beiden Nachtclubs und in den vielen Bars von Broome das einzige wirkliche Nachtleben ab. Jeden Donnerstag stürmen junge Leute zum Wet T-Shirt Competition und an Samstagen ist in Chinatown ebenfalls ganz schön was los. Von Donnerstag bis Samstag schließen die Pubs, Bars und Clubs je nach Saison teilweise erst um 3Uhr morgens. Freitags ist die Ausgehszene jedoch mehr als nur mager, da sich die meisten Partyanimals vom wilden Donnerstag erholen müssen.
Natur & Parks: 8km südwestlich des Zentrums kann man am Gantheaume Point entlang spazieren und sich auf die Suche nach den 130 Millionen Jahre alten Dinosaurierspuren begeben. Leider sind die originalen Fußabdrücke nur bei starker Ebbe (1,3m oder niedriger) sichtbar. Allerdings wurden in der Nähe des Leuchtturms Nachbildungen in Betonplatten gestenzt. Ebenfalls befindet sich vor der kontrastreichen Kulisse der roten Felsen und des azurblauen Wassers der Anastasia’s Pool. Das Sandsteinbecken wurde hier von einem ehemaligen Leuchtturmwärter zum Wassertreten errichtet, um die Arthritis seiner Frau Anastasia zu lindern. Die beiden Krokodil-Parks von der Outback-Ikone Malcolm Douglas sowie das Vogelbeobachtungszentrum (25km östlich) sind weitere Sehenswürdigkeiten, die sich mit der Natur befassen. Außerdem befinden sich im Bedford Park tolle Affenbrotbäume, ein Andenken an William Dampier und ein Kriegsdenkmal. Der Buccaneer Rock an der Roebuck Bay soll zudem daran erinnern, dass William Dampiers genau hier mit seinem Schiff Roebuck als erster Europäer das Land betrat.
Strände: Ganz klar ist an dieser Stelle zuallererst der berühmte Cable Beach zu nennen. 6km von Chinatown entfernt erstreckt sich der 22km lange Strand, an dem man während der Hochsaison am Morgen, am Nachmittag und zum Sonnenuntergang auf den bekannten Kamelen reiten kann. Der Strand soll mit seinem feinen, weißen Sand und dem klaren, blauen Wasser zu einem der weltweit schönsten gehören. Schwimmen, Angeln, Sonnenbaden, Spazieren, Relaxen und natürlich den Sonnenuntergang genießen sind hier angesagt. Ebenfalls lässt sich fast der komplette Strand mit einem Geländewagen gut erkunden.
Des Weiteren handelt es sich beim nördlichen Teil des Cable Beachs um den bekanntesten FKK-Strand Australiens, an den sich jedoch nicht sehr viele Nackedeis verirren. Nördlich der Zufahrtsstraße, auf der die Kamele zum Strand gebracht werden, bis zum 17km entfernten Willie Creek zieht sich der Nacktstrand an den Ufern entlang. Den Namen erhielt er, da 1889 ein Telefonkabel im Meer zwischen Broome und Java verlegt wurde, durch welches man mit England kommunizieren konnte. Am Cable Beach herrschen bis zu 9m Gezeitenunterschied und von November bis April sollte man sich vor den Würfelquallen in Acht nehmen. Weitere Badestellen sind gewisse Strände der Roebuck Bay und der Deep Water Point am Hafen. Um Broome sollte man allerdings die meisten Badestellen meiden, da Salzwasser- und Süßwasserkrokodile hier leben.
Festivals & Events: In Broome werden das gesamte Jahr über diverse Events organisiert. Zu den wichtigsten größeren das Staircase to the Moon (März bis Oktober), die North West Expo (Mai), die Big Race Round (Mai bis August), die Naidoc Week (Juli), das Act Belong Commit (August), die Opera Under the Stars (August), das Shinju Matsuri Festival of the Pearl (August/ September), das Stompem Ground Festival (September), das Worn Art (September), das Oktoberfest in der Matso’s Brewery (Oktober) und das Mango Festival (November).
Weitere Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten: Ein weiteres absolutes Highlight ist das Phänomen des Staircase to the Moon zwischen März und Oktober. In dieser Zeitraum geht der Vollmond einmal im Monat direkt über dem Meer auf und verursacht dabei eine optische Täuschung. Da das orangefarbene Licht des Mondes auf dem schlammigen Boden bei Ebbe reflektiert, entsteht das abstrakte Bild einer Treppe, die bis zum Mond führt. Auch in Onslow, in Dampier, auf der Point Samson Peninsula und in Port Hedland kommt es zu dieser Erscheinung. Da die Zeiten des Staircase to the Moon variieren, sollte man sich im Vorhinein bei der Touristeninformation erkundigen. In Broome wird an den Tagen des Staircase to the Moons sogar ein Nachtmark am Town Beach veranstaltet.
Ebenfalls kann man dem ältesten noch operierenden Freiluftkino der Welt namens Sun Pictures aus dem Jahr 1916 in einen Besuch abstatten. Angeln lässt es sich von den Stegen, am Strand und in den von den Gezeiten abhängigen Wasserläufen. Außerdem werden Touren in Hülle und Fülle angeboten, auf denen Wale beobachtet werden oder der Vorgang der Perlenzucht erklärt wird. Darüber hinaus bieten sich die Wetterstation für einen bildenden Besuch, Scenic Flights, Fahrradausflüge in der flachen Umgebung oder Wanderungen, wie der bekannte Lurujarri Hertage Trail, an.
An- & Weiterreise: Der Great Northern Highway macht kurz vor dem Roebuck Plains Roadhouse einen Knick nach Osten. Hier geht es in Richtung Westen über den Broome Highway direkt in die Stadt, zur Küste und zum Cable Beach. Wenn man nicht mit einem Auto anreist, so hat man weiterhin die Wahl zwischen den Bussen von Greyhound oder einen Flug nach Broome zu buchen. Das gesamte Jahr über bestehen Flugverbindungen von beziehungsweise nach Darwin, Derby, Fitzroy Crossing, Halls Creek, Karratha, Kununurra, Perth und Port Hedland. Darüber hinaus verbinden Flugzeuge während der Hochsaison Broome mit Adelaide, Brisbane, Melbourne, Sydney und sogar mit Denpasar (Bali). Der Broome International Airport zählt übrigens in puncto Betrieb zu den Top 20 Flughäfen Australiens. Das gesamte Jahr über kommt man innerorts zudem mit dem Broome Town Bus Service voran. Regelmäßig verkehrende Busse verbinden nämlich den Town Beach, Chinatown, das Boulevard Shoppingcentre und den Cable Beach miteinander.
Touristeninformation: Von einer großen Parkanlage wird das Broome Visitor Centre (18 Broome Road) umgeben, in dem man Informationen rund um die Region Kimberley erhält. Besonders über Broome, den Rowley Shoals Marine Park und die Dampier Peninsula sind die Damen im Touristenbüro meist gut informiert.
Weitere Infos: Broome verfügt über fast alle Geschäfte, die man sich in einer Stadt wünscht. Baumärkte, Autofachgeschäfte, Elektronikläden, Campingausstatter, mehrere preiswerte Supermärkte, Bankfilialen, Tankstellen und andere Shops befinden sich im oder nahe des Zentrums.
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Die Kameltour am Cable Beach war für mich ein echtes Highlight meiner Australienreise. Leider konnte ich nicht das Naturschaispiel Staircase to the Moon bewundern. Das Foto sieht echt toll aus
hey leute,
meine erfahrungen in broome waren recht zwiespältig. einerseits sind der cable beach, das staircase to the moon und das nachtleben am donnerstag echt spitze, jedoch ist die mentalität hier etwas rau und man hat den eindruck, dass touristen nicht überall willkommen sind. außerdem sind die preise für campingplätze in der hochsaison ganz schön gepfeffert und die ranger verteilen schnell auch mal eine strafe für das schlafen im van in der city. dennoch sollte man sich davon nicht abschrecken lassen und broone auf jeden fall besichtigen.
greetz gilli
Ich hab leider auch den Staircose to the moon verpasst und das wegen nur einem Tag!! Total schade -.- aber was solls, die 5 Tage die ich in Broome waren, waren trotzdem super. Der Wettshirt Contest ist wirklich ziemlich toll übrigens
Hab auch so eine Kameltour gemacht, irgendwie ein bisschen bekloppt aber spassig wars trotzdem ziemlich – außerdem wer hat denn schonmal einen Kamelritt hinter sich gehabt?
broome und umgebung ist zwar echt super (cable beach gantheaume point und staircase to the moon sind der hit), als backpacker zur hochsaison aber nicht zu empfehlen. die preise für hostels und campingplätze sind recht hoch und wer im van übernachtet, der wird zur kasse gebeten. dennoch ist die stadt voll mit reisenden, die jede nacht ihr glück versuchen. mittags und abends ist der town beach treffpunkt. zum schlafen sucht sich dann jeder sein plätzchen und hofft darauf, nicht erwicht zu werden. außerhalb von broome gibt es noch die ein oder andere rest-area, wo man schlafen darf. die sind zur hochsaison allerdings auch gerammelt voll. da die strafen jedoch sache des bezirks sind, bezahlen die meisten backpacker eh nicht. trotzdem ist das ständige katz und maus spiel teilweise recht vervig und man ist jeden morgen froh, nicht durch ein klopfen vom ranger geweckt zu werden. cya in broome, jacky