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Blue Mountains National Park: Three Sisters, Katoomba, Leura & Co

Der Blue Mountains National Park befindet sich in der äußerst beliebten Region Blue Mountains, in der Umgebung von Sydney und im Bundesstaat New South Wales. Er ist eines der am häufigsten besuchten Naturschutzgebiete des Landes und somit eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Australiens. Was nicht verwunderlich ist, wenn man an die wunderschönen Hochebenen mit ihren eindrucksvollen Schluchten, dichten Wäldern, fantastischen Aussichtspunkten, hohen Wasserfällen, reißenden Flüssen und einmaligen Felsformationen, wie den Three Sisters bei Katoomba, denkt. Das Sandsteinplateau ist Teil der Great Dividing Range und erstreckt sich etwa 50 bis 100 Kilometer nordwestlich von Sydney. Der Großteil der Berge gehört wiederum zur UNESCO Greater Blue Mountains World Heritage Area (10.300km²), die mehrere Schutzgebiete umfasst. Hierzu zählen unter anderem Blue Mountains- (2690km²), Kanangra-Boyd-, Wollemi-, Gardens of Stone-, Yengo-, Nattai- und Thirlmere Lakes National Parks sowie das Jenolan Caves Reserve und weitere Naturreservate.

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Geschichte der Blue Mountains

Die Entstehungsgeschichte der Blue Mountains beginnt mit der Ansammlung verschiedener Materialien bereits vor etwa 190 bis 230 Millionen Jahren. Diesen Vorgang sieht man an den farbigen Schichtungen der bis zu 200m tiefen Schluchten noch heute. In den vergangenen 2 bis 60 Millionen Jahren hoben sich diese Erdmassen an, wodurch die Great Dividing Range und somit die Blue Mountains geformt wurden. Weiterhin deuten einige übriggebliebene Basaltspitzen der Berge auf die ehemals vulkanischen Aktivitäten der Region hin. Das Material wurde im Lauf der Zeit durch Wind- und Wassererosion zersetzt, wodurch Formationen wie die Three Sisters und die fast schon senkrechten Felswände der Täler entstanden. Seit mehreren tausend Jahren haben die Darug und Gundungurra People in der Region des Blue Mountains National Park gelebt, was an den teilweise 14.000 bis 22.000 Jahre alten Stätten zu erkennen ist. In der traditionellen Entstehungsgeschichte der Aborigines soll sich die Landschaft nach einem heftigen Kampf zwischen den fisch- und reptilienartigen Wesen namens Mirigan und Garangatch geteilt haben, woraufhin das Jamison Valley entstand.

Die europäische Ära beginnt mit der Benennung der Berge durch Arthur Phillip, dessen vorgeschlagener Titel jedoch später in Blue Mountains abgeändert wurde. Die Verdunstung der ätherischen Öle der Eukalyptusbaumblätter erzeugt nämlich das besondere blaue Erscheinen des Gebirges aus der Entfernung und ist der Grund für die endgültige Namensgebung. Anfangs nahm man an, dass die Anhöhen eine unüberwindbare Barriere seinen, da zwischen 1798 und 1812 mehrere erfolglose Expeditionen stattfanden. Als jedoch Gregory Blaxland, William Wentworth und William Lawson 1812 die Gipfel erreichten, schufen sie die erste Strecke in das fruchtbare Hinterland. Mit der erfolgreichen Überquerung entlang des heutigen Great Western Highway im Mai 1813 begann zudem die Besiedlung und die agrarwirtschaftliche Nutzung der Region. Neben der 1823 erbauten Bells Line of Road erschloss man mit Hilfe einiger Straßen bis in die 1830er weitere Areale. 1865 begann der Bergbau in Hartley, welcher jedoch wegen der recht kleinen Vorkommen an Kohle und Schiefer nur bis in die 1940er andauerte. Entlang des Great Western Highway entstand in den 1860ern die erste Eisenbahnstrecke, woraufhin der Tourismus wortwörtlich ins Rollen kam. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelten sich die Blue Mountains zum Erholungsgebiet, in dem sich Menschen niederließen und Unterkünfte, Siedlungen sowie diverse Einrichtungen entstanden. Schließlich wurden in den 1930ern die ersten Naturreservate und 1959 der Blue Mountains National Park eröffnet. Am 29. November 2000 erklärte man dann die Greater Blue Mountains World Heritage Area mit 7 National Parks und einem Conservation Park zum offiziellen UNESCO Weltkulturerbe.

 

Klima, Flora & Fauna

Die ideale Reisezeit für den in der gemäßigten Klimazone liegenden Blue Mountains National Park sind der Frühling, der Sommer und der Herbst. Die Temperaturen hängen unter anderem von der Höhenlage ab, weshalb es in den höher gelegenen Ortschaften merklich kühler ist als an den Ausläufern der Gebirgskette. Bei etwa 1.000m über dem Meeresspiegel belaufen sich die durchschnittlichen Temperaturen im Sommer (November – April) auf etwa 15°C bis 25°C. Im Winter (Mai – Oktober) betragen sie hingegen circa 8°C bis 22°C und können in der Nacht bis um den Gefrierpunkt absinken, wobei es nur sehr selten schneit. Meist handelt es sich beim regenreichsten Monat um den Februar und beim trockensten um den September. Während der trockenen Monate ist die Waldbrandgefahr in den niedrigeren Bergen sehr hoch, weshalb zu diesem Zeitpunkt oftmals starke Feuerrestriktionen erhoben werden. Weiterhin ist zu beachten, dass es das gesamte Jahr über zu plötzlichen Wetteränderungen kommen kann. Prägend für die Flora des Blue Mountains National Park sind vor allem dichte Eukalyptuswälder, die seltene Wollemi Pinie, einige Regenwaldabschnitte in den Tälern, Heidelandschaften, Wildblumen, Farne, Orchideen, Moose, Flechten und Pilze. Graue Kängurus, Wallabies, Koalas, Wombats, Marder, Opossums, Fledermäuse, Schnabeltiere, Schnabeligel, Schlagen, viele Vögel und einige Dingos sind hingegen typische Beispiele für die Fauna. Allerdings wurden auch Pferde, Füchse und Katzen in die Region eingeschleppt.

 

Great Western Highway

Die meisten Sehenswürdigkeiten des Blue Mountains National Park befinden sich in der Umgebung der Ortschaften Glenbrook, Wentworth Falls, Leura, Katoomba und Blackheath. Von Sydney führt der Great Western Highway nach Penrith, wo das Naturschutzgebiet nach der Überquerung des Nerang River beginnt. Einige Teile des Parks sind nachts, bei starker Waldbrandgefahr und heftigen Unwettern geschlossen. Außerdem wird in dem Gebiet um Glenbrook eine Tagesgebühr je Fahrzeug und Tag erhoben.

 

Glenbrook & Umgebung

Den Anfang macht Lapstone (ca. 900 Einwohner) mit historischen Gebäuden, Spazierpfaden und dem Bluff Lookout. Der eigentliche Ausgangspunkt in den Blue Mountains National Park ist jedoch der benachbarte Ort Glenbrook (ca. 5.200 Einwohner) und das Glenbrook Visitor Information Centre, in dessen Nähe sich die Sandstone Steps, die Message Sticks, die historische Pointsman Cottage und das Glenbrook Cinema befinden. Vom Besucherzentrum führt ein Rundwanderweg (ca. 8km in ca. 4h) über die Euroka Picnic Area, wo am Abend des öfteren Kängurus grasen, zu den 500 bis 1.600 Jahre alten Felsmalereien der Aborigines in der Red Hands Cave. Im Norden von Glenbrook gelangt man über den Mitchell's Pass zur Lennox Bridge, der ältesten Steinbrücke des australischen Festlands. Zum Baden laden die Glenbrook Gorge, der Jelly Bean Pool und der Blue Pool ein. Fantastische Aussichten über den Blue Mountains National Park hat man zudem vom Marges Lookout und Elizabeth Lookout, von denen man bei bei gutem Wetter bis Sydney sieht.

 

Glenbrook nach Wentworth Falls

Entlang des Great Western Highway gelangt man zur Miniatureisenbahn in Blaxland (ca. 7.000 Einwohner), nach Warrimoo (ca. 2.300 Einwohner), zum Railway Museum in Valley Heights (ca. 1.350 Einwohner) und kann einen Abstecher nach Winmalee (ca. 6.400 Einwohner) unternehmen. Ein paar Wanderwege, einen Golfplatz und den Martins Lookout am Ende der Farm Road stehen in Springwood (ca. 8.200 Einwohner) zur Auswahl. In Faulconbridge (ca. 3.900 Einwohner) stellen der Aussichtspunkt Faulconbridge Point, von dem man das Grose Valley des Blue Mountains National Park überblicken kann, und die Norman Lindsay Gallery (Norman Lindsay Crescent) die Highlights dar. Weitere Attraktionen sind das Grab von Sir Henry Parkes, die von verschiedenen australischen Premierministern gepflanzten Eichen und der Wanderweg zum Sassafras Gully. Vorbei am Ort Linden (ca. 450 Einwohner) mit der Sternwarte geht es nach Woodford (ca. 2.700 Einwohner). Hier lässt es sich am Bull's Camp oder an der Murphy's Glen Picnic Area prima pausieren. Die Woodford Academy aus 1833, der Gypsy Pool und die drei Wasserfälle Mabel Fall, Edith Fall sowie Hazel Fall zählen zu den weiteren Sehenswürdigkeiten. Das benachbarte Hazelbrook (ca. 4.500 Einwohner) kann mit dem denkmalgeschützten Gebäude des heutigen Selwood Science & Puzzles dienen. Über die Hazelbrook Oaklands Road, die Winbourne Road und die Terrace Falls Road erreicht man insgesamt 6 Wasserfälle und den Bedford Pool. In Lawson (ca. 2.450 Einwohner) lohnen sich die zahlreichen Spazierpfade zu acht Wasserfällen und Aussichtspunkten, die vom St Bernard’s Drive und von der Honour Avenue abgehen.

 

Wentworth Falls

Eine der wohl schönsten und beliebtesten Plätze der Blue Mountains ist Wentworth Falls (ca. 5.700 Einwohner). Innerorts kann man an der gemütlichen Station Street mit ihren Cafés entlang schlendern. Nördlich lädt der Wentworth Falls Lake zum Schwimmen oder Picknicken ein und südlich führen mehrere Pfade in das Valley of the Waters, wo zahlreiche Wasserfälle und Aussichtspunkte über verschiedene Wanderwege erkundet werden wollten. Beispielweise verläuft der Charles Darwins Walk (2,5km pro Weg in ca. 1,5h) zur Aussichtsplattform der 300m hohen Wentworth Falls. Auf dem Valley of the Waters Nature Track (4km Rundwanderweg in ca. 3h) kommt man unter anderem an dem Edinburgh Castle Rock, den Empress Falls mit Lookout, den Sylvia Falls, den Lodore Falls und der Valley of the Waters Picnic Area vorbei. Allerdings existieren noch zahlreiche weitere Aussichtspunkte, Kaskaden und Felsformationen zwischen den Wentworth Falls und dem Valley of the Waters. Ein anderes Highlight ist das Kings Tableland, welches sich um den Ingar Picnic Ground erstreckt. Diese heilige Stätte der Aborigines soll bereits seit 22.000 Jahren bewohnt sein. Tolle Aussichten hat man vom Sunset Lookout und vom McMahon’s Lookout.

 

Leura, Katoomba & die Three Sisters

Vor Katoomba, dem wichtigsten Ort des Blue Mountains National Park, erreicht man Leura (4.400 Einwohner), auch als Garden Village bekannt. Die zentrale Leura Mall wird von Cafés, Restaurants sowie Galerien gesäumt und führt im Süden zum Toy & Railway Museum of NSW. Weiter östlich gelangt man zum Gordon Falls Reserve mit dem Gordon Falls Lookout, zu den historischen Everglades Gardens und über die Sublime Point Road zu einem 900m hohen Aussichtspunkt, von dem man an klaren Tagen fast 30km weit sieht. Der Cliff Drive leitet einen zu den Leura Cascades und zum Echo Point Lookout in Katoomba, dem Aussichtspunkt der Three Sisters. Die Leura Cascades sind ein guter Platz zum Picknicken und der ideale Ausgangspunkt zum Leura Fall, Linda Fall, Lila Fall, Bridal Veil Fall, Copelands Lookout und Flying Fox Lookout.

Jenolan CavesKatoomba (ca. 8.000 Einwohner) selbst verfügt trotz des starken Personenandrangs über eine angenehme Stimmung, die durch Straßenkünstler, zahlreiche Cafés, Restaurants und Kunstgalerien aufgelockert wird. Besonders am Abend ist in der Katoomba Street ganz schön was los. Am Wochenende haben sogar Diskotheken und Bars bis teilweise 5 Uhr morgens geöffnet. Weitere Highlights im Süden des Ortes sind neben den Three Sisters das 1882 errichtete Great Western Hotel und der Katoomba Heritage & Art Walk. Im Norden des Great Western Highway kann man auf der riesigen Leinwand des Edge Cinema ein paar Dokumentationen schauen oder den Mini Ha-Ha Falls einen Besuch abstatten. In der Nähe des historischen Explorer's Tree im Westen beginnt der anstrengende Six Foot Track (42km pro Weg in ca. 3 Tagen) zu den Jenola Caves.

Die drei Felsformationen der Three Sisters liegen etwa 2,5km südlich der Ortsmitte von Katoomba und sind die Hauptattraktionen des Blue Mountains National Park. Direkt am Besucherzentrum, das man am Südende der Echo Point Road erreicht, befindet sich der begehrte Echo Point Lookout. Der Aussichtspunkt bietet einen fantastischen Blick auf die Three Sisters, das Ruined Castle und den Mount Solitary. Bis 23Uhr werden die erodierten Sandsteingebilde Meehni (922 m), Wimlah (918 m) und Gunnedoo (906 m) beleuchtet. Vom Echo Point beginnen verschiedene Wanderwege, die beispielsweise zu den Katoomba Falls (4km mit Rückweg in ca. 1,5h) oder den Gordon Falls (5km pro Weg in ca. 2,5h) führen. Darüber hinaus verbinden die 800 Stufen des Giant Stairway den Echo Point mit den Three Sisters im Jamison Valley.

Über den Cliff Drive erreicht man im Westen neben zahlreichen Aussichtspunkten (Eaglehawk, Landslide, Narrow Neck & Cahills) den Komplex von Scenic World, in dem man verschiedene Bahnen für grandiose Aussichten über das Jamison Valley, die Three Sisters, die Katoomba Falls, den Orphan Rock und den Mt Solitary im Blue Mountains National Park nutzen kann. Die 270m hohe Kabelbahn Skyway verfügt über einen Glasboden und sorgt für einen tollen Panoramaausblick. Über die sehr steile Kabelbahn namens Cableway und die steilste Personenbahn der Welt namens Railway (52° Steigung) gelangt man zum Boden des Jamison Valley. Diese beiden Bahnen sind über den durch Regenwald führenden Walkway (2,4km pro Weg) im Tal miteinander verbunden, von dem man auch zum Ruined Castle (12km mit Rückweg in ca. 7h) kommt. Um die wichtigsten Highlights aus direkter Nähe zu sehen, empfiehlt sich jedoch der Prince Henry Cliff Walk zwischen der Scenic World in Katoomba und dem Elysian Lookout in Leura (6,8km pro Weg in ca. 3,5h). Auf dem Weg erreicht man etwa 15 tolle Aussichtspunkte, mehrere Wasserfälle und Felsformationen.

 

Blackheath & Megalong Valley

Der nächste Ort heißt Medlow Bath (ca. 500 Einwohner) und ist für das luxuriöse Hydro Majestic Hotel bekannt, hinter dem mehrere Wanderwege beginnen. Highlights sind die Aussicht über das Megalong Valley vom Tuckers Lookout sowie der Point Pilcher mit Blick zur Govetts Gorge. Blackheath (ca. 4.200 Einwohner) ist der Ausgangspunkt zum Megalong Valley im Westen, zum Grose Valley im Osten und zu zahlreichen Wanderwegen, über die man zu tollen Aussichtspunkten und diversen Wasserfällen gelangt. Im Ortszentrum lädt das umgestaltete Victory Theatre zum Einkaufen ein, in der Gallery Blackheath stellen lokale Künstler ihre Werke aus und Restaurants, Cafés sowie bunte Wandmalereien verbreiten eine angenehme Stimmung. Darüber hinaus befindet sich hier der Hauptsitz des Blue Mountains National Park & Wildlife Service (NPWS) mit Informationszentrum, wo man den rollstuhlgerechten Fairfax Heritage Track (2km pro Weg) zu Govetts Leap unternehmen kann. Govetts Leap bietet eine fantastische Aussicht über das Grose Valley, die 180m hohen Govetts Leap Falls und den Grand Canyon.

Wanderungen führen von hier beispielsweise zum Evans Lookout (3km pro Weg über Junction Rock oder 6km Rundwanderweg in ca. 7h über Beauchamp Falls), zum Cripps Lookout (5km mit Rückweg in ca. 3h) sowie durch den Blue Gum Forest zum Perrys Lookdown (15km Rundwanderweg in ca. 10h). Der anstrengende Grand Canyon Walk (5km Rundwanderweg in ca. 4h) verbindet hingegen Neates Glen mit dem Grand Canyon im Grose Valley. Die schon vor etwa 12.000 Jahren bewohnte Walls Cave ist sehr gut mit dem Auto über die Walls Cave Road erreichbar. Die Megalong Road im Westen von Blackheath macht das Megalong Valley zugänglich. Highlights sind das familiengerechte Megalong Australien Heritage Centre, der Coachwood Glen Nature Trail (1km Rundwanderweg) und der Abschnitt des Six Foot Track vom Old Cemetery zum Coxs River (14km mit Rückweg in ca. 6h).

 

Mount Victoria & Umgebung

Als nächstes erreicht man im Westen über den Great Western Highway Mount Victoria (ca. 850 Einwohner), der mit 1064m höchste Ort der Blue Mountains. Über die Victoria Falls Road geht es zum Victoria Falls Lookout und die Mount Piddington Road verläuft zum höchsten Punkt der Berge, dem One Tree Hill (1.111m). In der Ortsmitte findet man historische Gebäude, das Mount Victoria Museum und das kultige Kino namens Mount Vic Flicks. Außerdem befinden sich im Nordwesten der Mount Victoria Pulpit Rock, der Bede’s Lookout, drei Höhlen (Bushranger Cave, Cox’s Cave & Ross Cave), der Sunset Rock Lookout, Mitchell’s Ridge und der Mount York Lookout. Etwa 11km weiter kommt man durch den Victoria Pass in das Dorf Hartley (ca. 500 Einwohner). Hier kann man sich im Hartley Historic Village wie in den 1830ern fühlen und an einer Tour des alten Courthouse teilnehmen. Über die kurvige Jenolan Caves Road geht es von Hartley etwa 55km nach Süden zu den uralten Jenolan Caves.

 

Bells Line of Road

Die wirklich schöne Bells Line of Road ist die deutlich ruhigere Alternativstrecke des Blue Mountains National Park und verläuft relativ parallel zum Great Western Highway. Das westliche Ende der Straße befindet sich in der Arbeitersiedlung Lithgow und das östliche im Vorort Richmond. Außerdem ist sie über den Darling Causeway von Mount Victoria erreichbar. Lithgow (5.600 Einwohner) macht außerhalb des Blue Mountains National Park das Westende der Gebirgskette aus und ist sowohl ein guter Ausgangspunkt zum Newnes Plateau als auch zum Capertee Valley. Einige historische Gebäude, Restaurants, Kneipen, die interaktiven Ausstellungen der Mount Piper Energy Expo und die Ziegenmolkerei stellen die wichtigsten Highlights dar. Die beiden Bergseen Lake Lyell und der Lake Wallace bei Wallerawang eigenen sich zum Campen, Angeln und Wassersport betreiben. Im östlich gelegenen Nachbardorf Clarence stellte die momentan geschlossene Dampfeissenbahn aus den 1860ern namens Zig Zag Railway eine wichtige Sehenswürdigkeit dar. Von der Bells Line of Road bieten sich zudem Abstecher zum Mount Wilson und Mount Irvine (ca. 250 Einwohner) an. Hier findet man zahlreiche Gartenanlagen, den kurzen Spazierpfad Cathedral of Ferns, den Wynne’s Rock Lookout, den Du Faurs Rock und die Pheasants Cave. Mount Tomah (ca. 850 Einwohner) rühmt sich mit den hübschen Mount Tomah Botanic Garden, Bilpin (ca. 850 Einwohner) mit leckeren regionalen Erzeugnissen und Kurrajong (ca. 2.100 Einwohner) mit guten Aussichtspunkten.

 

Aktivitäten

Im Blue Mountains National Park lassen sich zahlreiche Aktivitäten ausführen, die man auf einer der vielen organisierten Touren oder eigenständig unternehmen kann. Am beliebtesten sind jedoch die über 140 Kilometer umfassenden Wanderwege, welche von gemütlichen Spaziergängen bis hin zu anspruchsvollen Übernachtungswanderungen reichen. Ebenfalls existieren einige Mountainbikestrecken, die oftmals vom Great Western Highway abgehen. Die leichtere Blackheath Tour (10km) führt von Govetts Leap über Evans Lookout und Pulpit Rock zum Perrys Lookdown. Bekannter ist auch der etwas längere Oak Trail (28km) von Glenbrook nach Woodford, der Anderson's Fire Trail von Woodford nach Wentworth Falls, der Mount Hay Trail von Leura nach Wentworth Falls (40km), der McMahon's Point Ride im Kings Tableland, die Mount Banks Road und Narrow Neck. Abenteuerlich wird es auch beim Kanu- und Kajakfahren, da viele Wasserwege besonders für erfahrene Sportler geeignet sind. Schwimmen, bootfahren und angeln kann man im Blue Mountains National Park natürlich auch. Zum Klettern sind vor allem Blackheath (Centennial Glen Cliffs & Mount Boyce) und Mount Victoria (Mount Piddington) bekannt. In Sun Valley bei Valley Heights und im Megalong Valley werden darüber hinaus Reitausflüge angeboten.

Die am häufigsten unternommene Landschaftsfahrt ist der Grand Circular Tourist Drive (260km) entlang des Great Western Highway und der Bells Line of Roads. Beim Greater Blue Mountains Drive (1.200km) begibt man sich hingegen durch die gesamte Region vom Yengo National Parks im Norden bis nach Goulburn im Süden. Ansonsten ist der deutlich kürzere Cliff Drive zwischen Katoomba und Leura ein absolutes Highlight. Mit dem Allradantrieb (4WD) sind der Murphys Fire Trail von Woodford zum Murphys Glen Campground (5km ein Weg), der Murphys Fire Trail von den Wentworth Falls zum Ingar Campground (16km pro Weg), die Kings Tableland Road von Wentworth Falls zum McMahons Lookout (26km pro Weg) und die Old Oberon-Colong Stock Route von Hartley nach Yerranderie (130km pro Weg) empfehlenswert.

 

Übernachtung

Die Übernachtungsmöglichkeiten im Blue Mountains National Park reichen von luxuriösen Resorts bis hin zu einfachen Buschcampingplätzen mitten in der Natur. Einfache und gehobene Unterkünfte findet man in den Orten entlang des Great Western Highway, wobei das Angebot besonders in Katoomba, Leura und Blackheath groß ist. Im Uhrzeigersinn folgen die Campingplätze Euroka (kostenpflichtig, BBQs) und Acacia Flat (kostenpflichtig, Buchung notwendig im NPWS oder unter 13000 72757, BBQs) bei Glenbrook, Murphys Glen (Feuer sind verboten) und Ingar (BBQs, Ingar Creek zum Schwimmen) bei Woodford, Perrys Lookdown (tolle Aussichten, Wanderungen) bei Blackheath sowie Buralow Creek (4WD, BBQs) bei Kurrajong. Ganz im Süden erreicht man die abgelegeneren Zeltstellen Mount Werong (BBQs, Trinkwasser, Schutzhütte), Limeburners Flat und Batsh Camp.

 

Highlights & Empfehlungen der Redaktion

  • Die beliebten Three Sisters vom Echo Point Lookout bewundern
  • Die plätschernden Wasserfälle bei Wentworth Falls erkunden
  • In einem gemütlichen Cafè in Leura die Seele baumeln lassen
  • Felsmalereien der Aborigines in der Red Hands Cave betrachten
  • Mit der steilsten Personenbahn der Welt ins Jamison Valley fahren
  • Angeln, zelten & wandern bei Lake Lyell & Lake Wallace
  • Sich auf dem Katoomba Heritage & Art Walk inspirieren lassen
  • Eine familiengerechte Fahrt mit der Zig Zag Railway unternehmen
 

Beliebte Touren & Aktivitäten

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Hilfreiche Infos

 

An- & Weiterreise

Der Blue Mountains National Park beginnt etwa 60km westlich von Sydney bei Glenbrook. Von hier sind es bis zur Hauptattraktion der Three Sisters in Katoomba auf dem kürzesten Weg etwa 45km nach Osten. Der Western Motorway (M4) verbindet die Bundeshauptstadt mit dem Vorort Penrith, wo man die Wahl zwischen dem am meisten genutzten Great Western Highway in Emu Plains und der deutlich ruhigeren Bells Line of Road in Richmond hat. Beide Straßen treffen sich in Lithgow, circa 150km östlich von Sydney. In der Metropole starten täglich mehrere öffentliche Züge und Busse sowie diverse private Tourenanbieter ins Gebirge (siehe Öffentliche Verkehrsmittel Sydney für genau Informationen zum Nahverkehr). Sydney Train stellt die Züge der Blue Mountains & Bathurst Line von Sydney Cantral Station nach Bathurst zur Verfügung, womit man zu insgesamt 36 Stationen gelangt, zu denen fast alle oben aufgeführten Orte gehören.

Das australienweite Busunternehmen Greyhound verbindet beispielsweise Sydney, Glenbrook, Katoomba und Lithgow. Die Blue Mountains Bus Company operiert zwischen Emu Plains und Mount Victoria. Des Weiteren fahren die Australia Wide Coaches vom Sydney Airport über Central Station, Glenbrook, Katoomba, Lithgow und weitere Ortschaften nach Orange und umgekehrt. In Zusammenarbeit mit Sydney Train bietet der rote Doppeldecker-Bus namens Blue Mountains Explorere Bus einen 30-minütigen Hop-On & Hop-Off Service zwischen den wichtigsten 30 Attraktionen in Katoomba und Leura an. Hierbei kann man nach Erhalt einer Tages- oder Dreitageskarte beliebig oft ein- und aussteigen. Ziemlich genau denselben Service erhält man auch durch Trolley Tours. Alternativ gibt es verschiedene Taxigesellschaften, die zwischen Glenbrook und Lawson (Blue Mountains Combined Taxis (02) 4758 8800) sowie in Lithgow (Lithgow City Radio Cabs 131 008) operieren. Die An- un Weiterreise mit dem Flugzeug ist sowohl über den internationalen Sydney Airport (siehe An- & Weiterreise Sydney) als auch über die beiden nationalen Flughäfen in Orange und Bathurst möglich.

 

Touristeninformation

Ausführliche Informationen über den Blue Mountains National Park, Karten und weitere hilfreiche Materialien erhält man in den zahlreichen Touristenzentralen der Region. In Glenbrook befinden sich das Blue Mountains Visitor Information Centre (Hamment Place) und das National Park Tourist Centre (Bruce Road). Außerdem stehen das Leura Visitors Gateway (121 The Mall), das Blue Mountains Visitor Information Centre in Katoomba (Südende der Echo Point Road), das Blue Mountains Heritage Centre (Govetts Leap Road) in Blackheath und das Lithgow Visitor Information Centre (1 Cooerwull Road) zur Auswahl.

 

Weitere Infos

Über Lebensmittelgeschäfte und Tankstellen muss man sich in den Blue Mountains keine Sorgen machen, da die meisten Ortschaften entlang des Great Western Highway gut ausgestattet sind. Günstige Supermärkte, Bankfilialen und Fachbedarfsgeschäfte befinden sich jedoch vorrangig in Penrith, Emu Plains, Winmalee, Leura, Katoomba, Lithgow sowie Richmond.

 

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