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Bettwanze: Backpacker-News über die lästigen Bedbugs

Bettwanze

Foto: Harvard University

Eine Bettwanze (Bedbug) kann jedem Backpacker die Nacht so richtig vermiesen. Die blutsaugenden Parasiten sind oftmals in Hostels zu finden, da hier täglich dutzende Rucksacktouristen kommen und gehen. Hiermit ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sie die Bedbugs selbst einschleppen. Richtig, Bettwanzen kommen nicht dann vor, wenn zu wenig geputzt wird, sondern wenn sie jemand mit sich führt. Und ein Rucksack bietet den Blutsaugern beste Versteckmöglichkeiten, um sicher von a nach b zu gelangen und sich dann sorgenfrei auszubreiten. Dies gelingt ihnen offensichtlich auch sehr gut, da ihre Population laut Studien des “College of Agricultural Science” (Pennstate) stets anwächst.

Merkmale & Vorkommen der Bettwanze

Die zwischen 4 und 5 Millimeter große Bettwanze ist rotbraun und leicht behaart. Im vollgesaugten Zustand kann sie ihr Volumen enorm vergrößern und dadurch eine Länge von bis zu 9 Millimetern erreichen. Bedbugs kommen eigentlich fast überall vor, wo Blut in ihrer Reichweite ist. Besonders gerne halten sie sich in Rillen von Matratzen auf, so dass sie tagsüber geschützt sind und nachts nur noch ihren Rüssel ausfahren müssen, um eine vollwertige Mahlzeit ohne großen Aufwand erhalten.

Bettwanzen sind sehr unkomplizierte Zeitgenossen. Solange sie etwas zu essen finden, sind sie zufrieden; egal ob in den Tropen oder in gemäßigten Klimazonen. Das Nachtaktive Insekt ist sehr temperaturempfindlich und kann bis zu 40 Wochen ohne Nahrung auskommen. Der Saugvorgang der Bedbugs dauert um die zehn Minuten. In dieser kurzen Zeit nimmt die Bettwanze sieben mal mehr Nahrung auf, als ihr Eigengewicht beträgt. Die Weibchen legen täglich etwa 12 Eier ab und sichern somit eine schnelle Vermehrung ihrer Art. Die Bettwanzen-Larven benötigen allerdings Temperaturen von über 14 Grad Celsius, um sich ordentlich entwickeln zu können.

Die Bisse der Bettwanzen

Die Bisse der Bettwanzen sind unterschiedlich, da es verschiedene Arten von Bedbugs gibt. Je nach Typ kann die Bisswunde zwischen 3 Tagen und 3 Wochen anhalten und unterschiedlich stark jucken. In jedem Fall empfiehlt es sich, nicht zu kratzen und stattdessen eine den Juckreiz mildernde Salbe auf die Wunde aufzutragen. Manche Leute reagieren allergisch auf die Bisse, was sich in Form von größeren Schwellungen äußerst. In der Regel gehen aber auch diese nach ein paar Tagen von alleine wieder zurück.

Stop the Bedbugs!:Vorbeuge gegen Bettwanzen

Am besten beugt man gegen Bettwanzen vor, indem man sein neues Schlafgemach gründlich nach Bedbugs untersucht. Schaut einfach in allen Rillen der Matratze nach. Sollte man braune-schwarze Flecken entdecken (Ausscheidungen der Plagegeister), so ist dies ein Indiz dafür, dass sich die Blutsauger in der Nacht über einen hermachen werden. Aber auch das Bettgestell – inklusive der Verschraubungen – sollten gründlich gecheckt werden. Findet man welche, dann ist dies umgehend der Rezeption zu melden, so dass die Inhaber etwas gegen das Problem unternehmen können und einem einen neuen Schlafplatz anbieten. Hatte man nun aber schon Besuch von Bettwanzen, so ist es sinnvoll, die gesamte Kleidung gründlich zu untersuchen. Wird man dabei fündig, dann empfiehlt es sich, alles in den Trockner zu stecken, da sowohl die Bedbugs als auch ihre Eier bei hohen Temperaturen sterben. Des Weiteren stellen Hostels oftmals Insektizide bereit, mit denen man seine Kleidung und den Rucksack einsprühen kann, um die Parasiten zu töten.

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3 Kommentare zum Beitrag Bettwanze: Backpacker-News über die lästigen Bedbugs

  • Elisabeth sagt:

    Euer Artikel und die Tipps sind super! Habe 10 Monate lang mit meinem Rucksack Australien unsicher gemacht und eine herrliche einmalige Zeit gehabt. Das Bettwanzenproblem Down Under ist wirklich nicht zu unterschätzen. Leider wird man als Backpacker damit oft überrascht, selten vor der Abreise gewarnt. Als ich meine Reiseapotheke um Insektenschutz aufgestockt habe, bin ich auf eine Neuheit in Puncto “Bettwanzen vorbeugen” gestoßen: Ein Bettwanzen-Schutzlaken. Das habe ich auf meinen Reisen getestet und kann es nur wärmstens empfehlen: es schützt nicht nur vor Bettwanzen, sondern ist auch schön leicht und klein – passt gut in den Rucksack. In Geschäften habe ich es noch nicht gefunden, aber auf bettwanzen-frei.de. Wünsche allen Backpackern eine unvergessliche Zeit. Grüße

  • Harry sagt:

    Die Tipps sind ja ganz gut, und ich hab noch n paar für Euch:

    Wurde in einem von Bettwanzen befallenen Zimmer grade erst Gift gesprüht, verstreuen sich die Bettwanzen bis in die letzte Ritze des Zimmers und warten, bis der gröbste Dunst weg ist.
    Das heißt, manchmal ist das Zimmer grade behandelt worden und dann lässt sich natürlich am frisch bezogenen Bett kein Bettwanzen-Kot finden.
    Bettwanzen halten sich normalerweise in Bettnähe (Umkreis v ca. 1,50 m) auf. Aber im worst case (also nach einer Gift-”Behandlung”) nehmen sie auch weitere Wege in Kauf, um nachts all-you-can-eat zu zelebrieren.

    Wichtig ist das “rein riechen” ins Zimmer. Bettwanzen-Kot stinkt eklig-süßlich. Das lässt sich höchstens noch mit der chemischen Keule übertünchen…

    Wenn Unsicherheiten bzgl. Bettwanzenbefall vorherrschen, empfehle ich, die Kleider im Koffer zu lassen (also nicht in den Schrank hängen). Bei totaler Unsicherheit wechselt am besten das Hotel. Nicht mal die Hotelempfehlungen im Internet geben 100% den aktuellsten Bettwanzenbefall-Status eines Hotels wider. Es muss ja gestern nur ein Gast mit 2 oder einer schwangeren Bettwanzen im Gepäck angereist sein, schon ist das Hotel “infiziert”.

    Und wenn ihr Bettwanzen an Euch entdeckt habt, dann schmeißt alles in die 60°-Wäsche – egal, ob die Sachen hinterher unbrauchbar sind. Entscheidend ist: wenn ihr die Viecher mit nach Hause nehmt, müsst ihr euch krank schreiben lassen, weil sonst das Risiko besteht, dass ihr die Bettwanzen mit ins Büro bringt.
    Hatte grade so nen Fall, wo sich eine Kundin Bettwanzen aus New York mitgebracht hat und jetzt nicht mehr zur Arbeit darf… mal ganz zu schweigen von Freunden oder Verwandten besuchen. Das ist dann auch erstmal vorbei.
    Und wenn man sie mal hat, bekommt man sie so leicht auch nicht mehr los.
    Aber wir erforschen grade eine neue alternative Methodik, die die Bettwanzen-Problematik zügig beenden könnte.
    Übrigens Elisabeth, bzgl. bettwanzen-frei.de: Eva Scholl kenn ich noch von nem Vortrag in 2008. Eine revolutionäre, grandiose Entomologin!

  • Erwin Seemann sagt:

    Ich war öfters in Asien unterwegs und hatte grundsätzlich Mottenpapier im Gepäck, was sich gut bewährte.
    Die wenigen “Bedbugs” die sich in mein Gepäck schlichen, hatten den Hitchhiker-Versuch nicht überlebt.
    Des weiteren ist es immer klug, auf die Chemische Keule zurückzugreifen, die in den meisten Hotels angeboten werden.
    Und wichtig, auch die Tipps meiner Vorschreiber zu beherzigen.
    So lassen sich die Risiken in Sachen Bettwanzen minimieren oder gar abschalten.

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