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Australische Politiker & der Antivirensoftware Zwang – Zensur?

Internetzensur Australien

pixelio.de / bernd bosocolo

Erste Ideen zur Great Firewall sorgten bereits Anfang 2008 für jede Menge Aufruhr. Zum Wohle des Jugendschutzes planten australische Politiker neue Internet-Regulierungen, die von der Bevölkerung flugs auf den Namen Great Firewall of Australia getauft wurden – eine Anlehnung an die in China immer noch vorherrschende Internetzensur. Das Zensur-Projekt kam glücklicherweise nicht durch und wurde zunächst erst einmal ad acta gelegt. Kein Grund es nicht noch einmal zu versuchen, scheint man sich nun gedacht zu haben und nährt sich dem Thema von anderer Seite. Benutzt man in Australien das Internet, besteht Installationszwang einer Antivirensoftware – so in etwa stellt sich der derzeitige australische Parlamentsausschuss das ganze zukünftig vor. Schützt man seinen Rechner nicht vor Virenattacken, soll einem auch der Weg ins Internet verwehrt bleiben.

Ob die Begründung für derartige Gesetztes-Vorhaben auf die Unreife des Users oder aber Gefährdung Anderer abzielt, wäre interessant zu hören. Sicher ist nur, dass Viele von diesen und ähnlichen Holzhammer-Methoden der Regierung herzlich wenig halten – und dies wohlgemerkt nicht nur in Australien. Bekanntlich stießen auch hierzulande die Vorstöße der Regierung hinsichtlich Regulierungs- und Kontrollmaßnahmen des WorldWideWeb auf heftige Kritik. So auch im aktuellen Fall um den australischen Antivirensoftware-Zwang. Bürgerrechtsgruppen wie die Electronic Frontiers Australia sprechen sich klar gegen derartige Vorhaben der Regierung aus. Würde man Nutzer dazu zwingen Software auf ihrem Computer zu installieren, mit welcher der Provider erkennen könne, ob der Rechner geschützt sei, um notfalls den Internetzugang zu unterbinden, grenze dies schon an Spionagesoftware, so Colin Jacobs von der Bürgerrechtsgruppe Electronic Frontiers Australia.

Befürworter des Vorhabens verweisen, laut Golem, hingegen auf die steigenden Zahlen im Bereich der Cyberverbrechen. Hacker, die aus Spaß ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen wollen, seien eher die Seltenheit geworden. Cyber-Kriminalität sei ein ernst zu nehmendes und zum internationalen Mulit-Milliarden-Dollar-Geschäft angewachsenes Übel, welches die Wirtschaft, die Nutzer und somit auch die gesamte Gesellschaft bedrohe.

Bleibt abzuwarten, ob besagte Gesetzes-Initiative mehrheitsfähig ist oder bereits in den Anfängen von Kritikern gestoppt werden kann. Was meint Ihr? Kann man besagten Ideen australischer Politiker bereits Motivationen in Richtung Internetzensur, -Regulierung oder Ähnliches unterstellen? Oder handelt es sich hierbei um ein Vorhaben, welches in jedem Fall Wert zu überdenken ist?

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2 Kommentare zum Beitrag Australische Politiker & der Antivirensoftware Zwang – Zensur?

  • Nersdsd sagt:

    zensur geht gar nicht … wobei antivirensoftware sicher hilfreich ist, aber ein zwang halt ich fuer uebertrieben

  • compux sagt:

    seh ich genauso
    eine zensur ist total überrissen und zwänge find ich eh nie so toll ;)
    gruß compux

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