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Alice Springs: Wüstenstadt im Herzen des Kontinents

Alice Springs bildet mit seinen knapp 30.000 Einwohnern die Hauptsiedlung der Region Central Australia und ist somit die zweitgrößte Stadt des Bundesstaates Northern Territory. Zudem gibt es keine andere australische Metropole, die so zentral im Land und damit so isoliert liegt. Die nächst gelegenen Städte sind Darwin (1.500km Richtung Norden) sowie Port Augusta (1.230km Richtung Süden). Des Weiteren stellt Alice Springs den Ausgangsort für Ausflüge zu den bekannten Sehenswürdigkeiten Ayers Rock, Olgas, Kings Canyon, Finke Gorge National Park, MacDonnell Range und Devils Marbles dar. Aber auch kulturell und historisch hat die Wüstenstadt einiges für seine Besucher zu bieten.

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Unternehmungen & Sehenswürdigkeiten

 

Geschichte

Bevor die weißen Siedler nach Alice Springs kamen, lebten hier die Arrernte Aborigines. 1862 schaffte es Entdecker John McDouall Stuart als erster Europäer, das rote Center zu durchqueren und bis zu zur Nordküste zu gelangen. Ziel der Entdeckungsreise war es, die Mitte des Kontinents zu kartographieren und Möglichkeiten zu finden, neue Siedlungen zu erschließen. Mit der Errichtung der sogenannten Overland Telegraph Line von Adelaide über Alice Springs nach Darwin im Jahre 1872 wurde der Grundstein zur Entstehung der Stadt gesetzt. Ein Bevölkerungsboom trat jedoch erst 15 Jahre später ein, als 1887 circa 100km östlich der Siedlung Gold gefunden wurde. Die nächste nennenswerte Vergrößerung der Wüstensiedlung trat im Jahre 1929 ein, als die Great Northern Railway eine Verbindung zwischen Alice Springs und Adelaide herstellte.

Bis zum 31. August 1933 trug die neue Siedlung im roten Zentrum Australien den Namen seines Entdeckers, Stuart. Als Landvermesser William Whitfield Mills glaubte eine Quelle in der Nähe der Siedlung gefunden zu haben, benannte er die Stadt zu Ehren Alice Todds, der Frau seines Vorgesetzten Sir Charles Todd, nach dem wiederum das Flussbett, diverse Geschäfte und die Haupteinkaufsstraße benannt wurden. Mit Entstehung des Tourismus zu Beginn der 1970er Jahre war die Stadt nicht mehr alleine von Viehwirtschaft, Kamelfarmen und Bergbau abhängig, sondern konnte neue Industriezweige, wie Gastronomie oder Kunsthandel, erschließen.

 

Museen, Kultur & Kunst

Der Araluen Cultural Precinct an der Memorial Ave westlich des CBD bietet von Naturkunde über indigene Kunstwerke bis hin zu einem Luftfahrtmuseum alles, was Alice Springs und Central Australia kulturell charakterisiert: Die hiesige Kunstgalerie trägt den Namen Araluen Arts Centre. Hier gibt es jede Menge Ausstellungen von Werken berühmter Artisten zu bewundern. Aber auch das Museum of Central Australia ist für jeden sehenswert, der sich für indigene Artefakte, Tierausstellungen oder Anthropologie interessiert. Im Central Australia Aviation Museum dreht sich alles um Luftfahrt und den Royal Flying Doctor Service. Zudem ist der Alice Springs Memorial Cemetary durchaus einen Besuch wert, sofern man sich für Kunst & Kultur begeistert, da hier unter anderem der lokale Künstler Albert Namatjira sowie die Anthropologin Olive Pink (setzte sich für die Rechte der Aborigines ein) begraben sind.

Ferner ist natürlich das 4km nördlich der Stadtmitte liegende Telegraph Station Historical Reserve zu nennen, welches für die Entstehung von Alice Springs eine essentielle Bedeutung hatte (siehe Geschichte). Dass das raue Outback nicht nur eine reine Männerdomäne ist, zeigt die sich im ehemaligen Gefängnis der Stadt befindende National Pioneer Women's Hall of Fame, welche über die mutigen Heldentaten der Pionierfrauen informiert. Im Alice Springs Transport Heritage Centre (ca. 10km südlich der Stadtmitte) können die Besucher sowohl alte Trucks & Züge bestaunen, zu denen auch diverse Wagons des legendären Ghan gehören. Im recht großen Araluen Theatre werden regelmäßig Tanzvorführung und Cowboy-Shows vor großem Publikum veranstaltet. Das Sounds of Starlight Theatre hingegen legt den Schwerpunkt auf Musikdarbietungen mit Lichter-Show, bei denen Didgeridoos & Trommeln im Vordergrund stehen. Vor dem Adelaide House nahe der Todd Mall befindet sich die Story Wall, an die kostenlose Filme über Central Australia projeziert werden. Des Weiteren kann man sich im Adelaide House (erstes Krankenhaus Central Australias) über die frühere Medizin informieren. Außerdem ist es möglich, die 1951 gegründete School of Air zu besichtigen und sogar teilweise eine Live-Übertragung mitvervolgen.

 

Shopping & Märkte

Die Todd Mall ist sicherlich der bekannteste Ort zum Shoppen in der Stadt. Hier findet man von Souvenir-Läden über Aborigine Kunstwerke alles, was das Touristenherz höher schlagen lässt. Im Norden der Todd Mall befindet sich das Einkaufszentrum Alice Plaza und einen Block weiter Richtung Osten wurde das Yeperenjye Shopping Centre errichtet. Des Weiteren findet man über das kleine Stadtzentrum verteilt einige Geschäfte, in denen Aborigine-Kunstwerke zu erwerben sind. Der bekanntesten Märkte sind die sogenannten Todd Mall Markets, welche in der Regel jeden zweiten Sonntag des Monats von 9 Uhr morgens bis 13 Uhr (im Winter bis 14 Uhr) stattfinden. Hier herrscht eine ausgelassene Atmosphäre und es ist von Straßenmusik über Schmuck & Kunsthandwerk bis hin zu Essensständen alles zu finden.

 

Kulinarisches, Restaurants, Pubs & Cafés

Alice Springs hat eine Vielzahl von guten Restaurants anzubieten. Wer jedoch lieber einen schnellen Snack oder ein gemütliches Frühstück im Café bevorzugt, der findet in der Todds Mall hierzu reichlich Gelegenheit. Hier gibt es ebenfalls ein paar urige Outback-Pubs, in denen man sich bei den oftmals sehr hohen Temperaturen ein kaltes Bier schmecken lassen kann.

 

Nightlife

Auch wenn das Nightlife in Alice Springs nicht gerade für seine exzessive Party-Szene bekannt ist, so kann man hier dennoch in dem ein oder anderen typischen „Outback-Pub“ einen netten Abend ganz nach dem Motto: „Wilder Westen in Down Under“ verbringen.

 

Natur & Parks

Alice Springs liegt direkt am Fuße der uralten MacDonnell Range, die jede Menge Naturhighlights der Extraklasse zu bieten hat. Sowohl Tagesausflüge als auch mehrtägige Touren können von hier aus in die Gebirgskette unternommen werden. In der Stadt selbst bietet sich der Ovlive Pink Botanic Garden dazu an, sich ein wenig die Beine zu vertreten und einen Spaziergang zum Meyers Hill zu unternehmen, von dem man eine sehr gute Aussicht über ganz Alice Springs sowie die umliegenden Berge genießen kann. Des Weiteren wäre die 4km außerhalb der Stadt liegende Telegrafenstation mit Picknick- & Grillmöglichkeiten zu nennen. Dort kann man sich sowohl die legendäre Quelle namens Alice anschauen als auch eine kurze Wanderung auf den Trig Hill unternehmen. Ein weiterer Aussichtspunkt nahe der Stadtmitte ist der ANZAC Lookout auf dem ANZAC Hill, wo das von Reverend Harry Griffiths entworfene Kriegerdenkmal errichtet wurde.

 

Festivals & Events

In regelmäßigen Abständen werden Events & Festivals in der Outback-Stadt angeboten, die stets viele Besucher anziehen und für eine ausgelassene Stimmung sorgen. So wäre beispielsweise der Alice Springs Cup Carnival, ein 5-tägiges Pferderennen, zu erwähnen, das immer April/ Mai auf dem Pioneer Park Racecourse stattfindet. Das Finke Desert Race für Motorräder und Buggys wird im Juni veranstaltet und verläuft 240km von Alice Springs nach Finke und zurück. Von Juni bis Juli sorgt das ausgefallene Alice Springs Beanie Festival für gute Laune. Auf diesem ausgefallenen Event stellen über 4.000 gestrickte Wollmützen die Hauptattraktion des Geschehens dar. Aber auch der Lasseters Camel Cup ist ein Event der etwas besonderen Art. Für die hier durchgeführten Kamelrennen kommen Fans dieser in der westlichen Welt eher unpopuläreren Sportart aus aller Welt angereist. Die ASSA ABLOY Henley-On-Todd Regatta im August ist ein spaßiges Event, an dem Bootsrennen jeglicher Art im ausgetrockneten Flussbett des Todd River stattfinden. Beim Alice Springs Rodeo im August/ September steht Bullenreiten ohne Sattel auf der Tagesordnung. Das 10-tägige Alice Desert Festival ist der kultureller Höhepunkt des Jahres. Hier kommen rund 50.000 Besucher aus ganz Australien, um die talentiertesten Artisten, Musiker und Tänzer aus Central Australia live zu bewundern.

 

Weitere Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten

Wer den weiten Weg ins abgelegene Alice Springs schon in Kauf genommen hat, der sollte es sich auf keinen Fall entgehen lassen, das rote Center des Kontinents mit seinen Top Sehenswürdigkeiten ausgiebig zu erforschen, auch wenn diese erneut bis zu ein paar Hundert Kilometern weiter im Landesinneren liegen. Zu nennen wären der Ayers Rock (Uluru), die Olgas (Kata Tjuta), der Kings Canyon im Watarrka National Park, der Finke Gorge National Park, die MacDonnell Range und Devil's Marbles.

 

Highlights & Empfehlungen der Redaktion

  • Kunstwerke der Aborigines im Araluen Arts Centre bewundern
  • Auf den Meyers Hill spazieren & die Aussicht genießen
  • Reserven für die Reise durchs Outback in der Todd Mall aufstocken
  • Auf den Todd Mall Markets einmalige Souvenirs erwerben
  • Die historische Quelle mit dem Namen Alice besuchen
  • Ein eiskaltes Bier in einem urigen Outback-Pub trinken
  • Sich im Central Australia Aviation Museum weiterbilden
  • Im September am 10-tägigen Alice Desert Festival teilnehmen
 

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Hilfreiche Informationen

 

An- & Weiterreise

Alice Springs erreicht man vom Norden und Süden über den asphaltierten Stuart Highway. Wer an den kürzesten Weg an die Ostküste sucht, dem bleibt in der Regel nichts anderes übrig, als zuerst die am Stuart Highway liegenden Verkehrsknotenpunkte Tennant Creek (510km nördlich) oder Port Augusta (1230km südlich) anzusteuern, um dann die Abzweigung Richtung Osten zu nehmen. Der Weg zur Westküste ist nicht minder umständlich. Je nachdem, ob man in den Südwesten oder Nordwesten möchte, muss man hierfür entweder vorerst Katherine (1180km nördlich) oder Port Augusta (1230km südlich) passieren, um auf den entsprechenden Highway zu gelangen. Wem die Entfernungen zu lang sind oder wer zeitlich eingeschränkt ist, der kann auch von Adelaide, Cairns, Darwin, Melbourne, Perth oder Sydney zum 16km außerhalb des CBD gelegenen Alice Springs Airport fliegen und von hier aus entweder per Mietwagen oder mit dem Bus zu den umliegenden Sehenswürdigkeiten weiterreisen. Hat man Interesse daran, die langen Distanzen zu bestreiten und das rote Zentrum Australiens mit dem Bus zu erleben, so kann man dies mit Greyhound tun. Aber auch per Zug ist Wüsten-Stadt zu erreichen. Zweimal pro Woche legt der legendäre Ghan des Zugunternehmens Great Southern Rail die Strecke Darwin - Adelaide zurück.

 

Touristeninformation

Das Tourism Central Australia Visitor Information Centre (60 Gregory Tce) verteilt hilfreiche Infomaterialien, erteilt Auskünfte über die Sehenswürdigkeiten in und um Alice Springs und stellt Genehmigungen für die Mereenie Loop Rd sowie zum Edelsteinsuchen aus. Zweigstellen der Touristeninformation befinden sich am Flughafen sowie am Bahnhof.

 

Weitere Infos

Internet, Tankstellen, Bankfilialen, Supermärkte sowie Spezialgeschäfte (Elektronik, Kleidung, Outdoor-Austrüstung etc.) sind in Alice Springs zu finden.

 

Bildergalerie: Tolle Eindrücke aller Highlights

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Erste Eindrücke im Video


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